: Frieda Bergmann
: Einmal Liebe zum Mitnehmen Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641220976
: 1
: CHF 2.70
:
:
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wenn alle Träume platzen, musst du dir neue suchen!

Lily steht kurz davor, all ihre Ziele zu erreichen: Ihr Freund Torsten hat fest versprochen, seine Frau endlich für sie zu verlassen und der erste Stern ist der Chefköchin eines Münchner Nobelhotels auch schon so gut wie sicher. Doch dann geht auf einmal alles schief: Freund weg, Job weg, Familie enttäuscht. Lily flüchtet nach Irland zu ihrem leiblichen Vater, zu dem sie in letzter Zeit wenig Kontakt hatte. Doch er versteht sie und weiß: Was Lily braucht ist Ablenkung. Und so bittet er sie, das Haus seiner verstorbenen Schwester an der Westküste auszuräumen. Dort findet Lily eine neue Aufgabe und über Umwege vielleicht sogar die große Liebe ...

Frieda Bergmann hat Englisch, Geschichte und Deutsch in Regensburg und Dublin studiert. Ihren Debütroman veröffentlichte sie bei Twentysix im Selfpublishing, bevor sie für Blanvalet entdeckt wurde. Mit »Einmal Liebe zum Mitnehmen«, ihrer ersten Verlagsveröffentlichung, hat sich Frieda Bergmann einen lang gehegten Traum erfüllt. Nun erscheint mit »Sonnenblumentage« ihr zweiter romantischer Roman bei Blanvalet. Mit ihren Geschichten, die auch immer in ihrer zweiten Heimat Irland spielen, will sie ihren Lesern einen Urlaub für den Kopf bescheren.

Eins

Forellen-Ceviche, Spargel, Wildkräuter

Ravioli, Kohlrabi-Paprika-Cashew-Füllung

Confierte Ente, Pilz-Risotto

Schmorgurke, Röstkartoffel

Kualua-Pork, Süßkartoffel-Walnussschaum

Hirsepraline, geröstete Äpfel, Zwiebeln

Vanille-Rhabarber, Gewürzcrumble, Cidre vom Boskopapfel

Schokoladenkuchen, geschäumte Beere, geeiste Minze

Apfelsorbet, Baiser, Himbeergel

Hunderte Lichter funkelten in den Bäumen am Ufer des Kleinhesseloher Sees. Lampions säumten den Weg zu diesem flachen Gewässer inmitten des Englischen Gartens in München. Callablüten schmückten die festlich eingedeckten Tische. Der Wind spielte mit den bodenlangen Tischdecken und trug den Blütenduft hinüber zu den Technikern.

»Achtung! Alles auf Anfang!«

Die Lichter gingen aus und die zwei Künstlerinnen betraten die Bühne. Sie begannen, ihre Körper im Takt derMusik zu verbiegen, ließen Fackeln an ihren Armen und Beinen entlangwandern und durch die Luft tanzen. DieFlammen spiegelten sich im Wasser und ließen die Darbietung magisch wirken. Schließlich schwirrten an langen Ketten befestigte Feuerkugeln durch die Luft und um die trainierten Körper, bis diese in einer grazilen Verbeugung zusammensanken. Das Feuer erlosch. Für einen Moment war es dunkel. Applaus! Nur fünf Menschen – drei Techniker und zwei Servicekräfte – bekundeten, dass ihnen die Darbietung gefallen hatte. Später würden es Hunderte sein. Hoffentlich!

»Okay! So weit, so gut.« Kilian Wohlleben, der Chef vonLight and Sound Unlimited, schob Elemente auf dem Display seines Notebooks hin und her. »Alex, die rechte Seite muss besser ausgeleuchtet werden. Zum Schluss – kurz bevor sie die Kugeln wegwirft – war sie nur im Schatten! Am Anfang muss der Übergang von Blau zu Rot flüssiger sein. Das ist zu sehr Club und zu wenig Gala.«

Der Techniker hatte bereits eine Leiter unter die Scheinwerfer gestellt und begann, die Lichtkegel neu auszurichten.

»Kann ich noch mal? Ich brauche noch einen Durchlauf

Die Akrobatin, die für die Darstellung des Elementes Luft engagiert war, lief zurück zu der Brückenkonstruktion, mit der sie trockenen Fußes ihr Seil erreichen konnte. Die Kristalle, die an ihr eng anliegendes weißes Trikot genäht waren, glitzerten, als sie begann, am Gerüst hochzuklettern. Kaum hatte sie die Schlaufen um ihre Hände gewunden, begann die Musik.

»Zufrieden?« Der Techniker blickte die junge Frau an, die während des Auftritts an seiner Seite erschienen war. Sie nickte. Mit der schmalen Figur hätte man sie für eine der A