: Juliane Sartena
: Fürsten-Roman 2545 Romanze im Weinberg
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732561810
: Fürsten-Roman
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Erntehelferin auf einem Weingut am Bodensee - gibt es einen romantischeren Ferienjob? Zumal, wenn das Weingut auch noch einem attraktiven jungen Fürsten gehört. Aber der ist für sie sowieso unerreichbar, denkt Studentin Mariella, auch wenn sie vor sich selbst nicht lange leugnen kann, dass sie sich unwiderstehlich zu dem zurückhaltenden Gutsbesitzer hingezogen fühlt. Und manchmal, in winzigen Augenblicken, glaubt sie auch in seinen Augen zu lesen, dass er ihr gegenüber nicht ganz abgeneigt ist.

Als Fürst Christian sie dann überraschend bittet, für dieses Jahr seine Weinkönigin zu werden, scheint für Mariella ein Märchen wahr zu werden. Doch wie in jedem Märchen gibt es auch immer einen Bösewicht ...

»Hier, das ist doch genau das Richtige für dich!«

Mariella Heinschmann, die gerade dabei war, die Küchenschränke sauber zu wischen, legte ihr Tuch beiseite, um zu hören, was ihre Studienkollegin Lena damit meinte. Lena, mit der sie sich die Wohnung teilte, hatte es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, Jobs für Semesterferien im Internet ausfindig zu machen.

Nachdem Mariella bereits die Vorschläge, in einer Fischmehlfabrik zu arbeiten oder in einem Nachtlokal zu tanzen für sich ausgeschlossen hatte, wartete sie mit einer gewissen Skepsis darauf, was für ein grandioses Angebot wohl nun folgen würde.

»Hör zu«, forderte Lena sie auf, der Mariellas misstrauische Miene nicht verborgen geblieben war. »Das klingt echt gut: Arbeit im Freien in landschaftlich herausragender Umgebung. Weingut am Bodensee sucht Erntehelferin. Unterkunft im Weingut möglich, Kost und Logis frei. Was hältst du davon? Wenn ich selbst die Semesterferien über nicht in Prag wäre, würde ich mich sofort für den Job bewerben. Du suchst doch immer eine Arbeit draußen in der freien Natur.«

»Das stimmt«, musste Mariella zugeben.

»Und denk doch nur an die vielen köstlichen Weintrauben, von denen du naschen kannst. Und Wein gibt es dort bestimmt auch jede Menge.« Die Begeisterung in Lenas Stimme war unüberhörbar.

Mariella ließ sich davon anstecken. »Das klingt wirklich nicht schlecht.« Sie trat an den Küchentisch, wo Lena ihren Laptop aufgeklappt hatte, und beugte sich über den Rücken ihrer Freundin, um mit auf den Bildschirm zu schauen.

Lena wandte sich zu ihr um. »Du kannst dich ja mal bewerben. Wollen wir das jetzt gleich tun?«, schlug sie, ganz personifizierte Tatkraft, vor.

»Tja, warum eigentlich nicht«, meinte Mariella, während sie eine blonde Strähne zurückstrich, die ihr ins Gesicht gefallen war. »Ich möchte diese Semesterferien ja auf alle Fälle Geld verdienen. Und Arbeit auf einem Weingut am Bodensee, das hört sich richtig romantisch an.«

»Finde ich auch«, bestätigte Lena. »Obwohl es vielleicht körperlich anstrengend ist.«

Mariella w