: J.D. Robb
: Mörderstunde Drei Fälle für Eve Dallas
: Blanvalet
: 9783641227609
: Eve Dallas: die Storys
: 1
: CHF 8.90
:
: Spannung
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Drei spannende Fälle für Eve Dallas!
Die Tote im Mondschein
Als das berühmt-berüchtigte It-Girl Tiara Kent tot in ihrem schicken Apartment in Manhattan aufgefunden wird, sieht alles nach einem Vampirangriff aus. Nur Eve Dallas glaubt nicht an solche Märchen. Als ihre Kollegen sich mit Knoblauch ausstatten und immer hysterischer werden, weiß sie: Schnelles Handeln ist angesagt!

Nasses Grab
Eve Dallas ermittelt im Fall einer verschwundenen Frau, die zuletzt auf einer Fähre gesehen wurde. Und schon bald stellt sich die Frage: Wenn sie nicht selbst gesprungen ist - aber auch nicht mehr an Bord, wo in aller Welt könnte sie dann sein?

MörderstundeAls ein nackter Mann blutüberströmt mit einem Messer in der Hand in eine High-Society-Party platzt und mutmaßt, dass er einen Mord begangen haben könnte, übernimmt Eve Dallas den Fall. Alles sieht nach einem satanistischen Ritual aus, doch Eve glaubt nicht an den Teufel ...

Schnell ermittelt, rasant erzählt: Weitere Fälle für Eve Dallas und ihr Team finden Sie auch in 'Mörderlied' und 'Mörderspiele'!

J. D. Robb ist das Pseudonym der international höchst erfolgreichen Autorin Nora Roberts. Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren und veröffentlichte 1981 ihren ersten Roman. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von 500 Millionen Exemplaren überschritten. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

1

Das Zimmer roch nach Kerzenwachs und Tod. Die inzwischen abgebrannten Kerzen in den protzigen, juwelenbesetzten Ständern hatten weiße Pfützen auf dem Boden hinterlassen, und die Tote lag inmitten einer Unzahl blutbefleckter Kissen auf dem riesigen, mit einem Seidenbaldachin bedachten Bett.

Sie war jung und blond mit einem leuchtend roten, bis zur Hüfte hochgeschobenen Kleid und starrte sie aus aufgerissenen, schillernd grünen Augen an.

Lieutenant Eve Dallas schaute sich die Leiche an und fragte sich, ob Tiara Kent wohl ihren Mörder ebenfalls mit großen Augen angesehen hatte, während sie gestorben war.

Sie hatte ihn auf jeden Fall gekannt, denn es gab keine Einbruchsspuren, die Überwachungskameras in Tür und Fahrstuhl hatte sie anscheinend selbst innerhalb der Wohnung abgestellt. Es gab auch keine Spuren eines Kampfs. Obwohl Eve fast sicher davon ausging, dass es zu Geschlechtsverkehr gekommen war, glaubte sie nicht, dass Tiara vergewaltigt worden war.

Auf alle Fälle hatte sie sich nicht gewehrt, bemerkte Eve. Nicht einmal, als sie ausgeblutet war.

»Die einzig sichtbaren Verletzungen sind zwei punktförmige Wunden links am Hals«, sprach Eve in den Rekorder, der am Aufschlag ihrer Jacke klemmte, griff nach einer von Tiaras Händen und sah sich die makellos gefeilten, sorgfältig lackierten Fingernägel an. »Ziehen Sie Tüten über ihre Hände«, bat sie ihre Partnerin. »Vielleicht hat sie ihn ja gekratzt.«

»Auf dem Bett ist längst nicht so viel Blut, wie sie verloren haben muss.« Detective Delia Peabody hob eine Hand vor ihren Mund und räusperte sich kurz. »Wissen Sie, wie diese Wunden aussehen? Wie Bissspuren. Von, ah, Reißzähnen.«

Eve bedachte Peabody mit einem ungläubigen Blick. »Sie denken, dass der dicke, kleine Köter, der jetzt mit der Angestellten drüben in der Küche hockt, ihr in den Hals gebissen hat?«

»Nein.« Peabody sah mit großen dunklen Augen auf die tote Frau. »Also bitte, Dallas, wonach sieht das für Sie aus?«

»Nach einer toten Frau. Nach einem Date, das schiefgelaufen ist. Wahrscheinlich hat sie was eingeworfen und war deshalb entweder benommen oder total aufgedreht, als ihr der Mörder etwas in den Hals gerammt, oder, okay, ihr meinetwegen in den Hals gebissen hat, falls er sich die Zähne vorher hat feilen lassen oder ein Gebiss getragen hat. Dann hat sie dort einfach auf dem Bett gelegen und sich nicht im Mindesten gewehrt, als er sie ausgesaugt hat.«

»Ich finde einfach, dass es aussieht wie der klassische Vampirbiss.«

»Dann holen wir uns eben einen Haftbefehl für Dracula, versuchen aber trotzdem, nebenher noch rauszufinden, ob sie vielleicht doch etwas mit einem Typen hatte, der einen menschlichen Herzschlag hat.«

»Ich mein’ ja nur«, erklärte Peabody gedämpft.

Nach einem letzten Blick durchs Schlafzimmer zog Eve die Tür des Nebenzimmers auf. Es war ein großer Raum mit einem Überwachungsbildschirm, einem Fernseher, einer Kabine voller Spiegel, Kleiderständern und Regalen bestückt, in denen ordentlich sortiert augenscheinlich mehr Klamotten hingen und lagen als in einem der Geschäfte, wo es dieses Zeug zu kaufen gab.

Sie stemmte die Hände in die Hüften und sah sich mit großen Augen um. Die Sachen dieser einen Frau hätten wahrscheinlich mühelos gereicht, um die gesamte Upper West Side einzukleiden,