: Steve Berry
: Die Napoleon-Verschwörung Thriller
: Blanvalet
: 9783641227012
: Cotton Malone
: 1
: CHF 8.90
:
: Spannung
: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein skrupelloser Killer, eine internationale Verschwörung und ein uraltes Geheimnis
Als Napoleon 1821 starb, nahm er sein größtes Geheimnis mit ins Grab: das Versteck seines Privatschatzes. Selbst in seinem Testament wird es nicht erwähnt. Oder vielleicht doch? Nach einer Schießerei wird Ex-Spezialagent Cotton Malone von seinem Freund Henrik Thorvaldsen kontaktiert, der die heimtückischen Pläne des elitären Paris Clubs aufgedeckt hat. Mit Hilfe von Napoleons legendärem Schatz wollen die Klubmitglieder die Weltwirtschaft zum Kollabieren bringen. Um diese Pläne zu vereiteln, muss Malone Napoleons Vermächtnis finden, doch ihm bleibt nicht viel Zeit: Ein international gesuchter Attentäter wurde damit beauftragt, Paris in die Luft zu jagen ...

Dieser Roman war zuvor unter dem Titel 'Der Korse' bei Blanvalet erhältlich.

Steve Berry war viele Jahre als erfolgreicher Anwalt tätig, bevor er seine Leidenschaft für das Schreiben entdeckte. Mit jedem seiner hoch spannenden Thriller stürmt er in den USA die Spitzenplätze der Bestsellerlisten und begeistert Leser weltweit. Steve Berry lebt mit seiner Frau in St. Augustine, Florida.

Prolog

Gizeh-Plateau, Ägypten

August 1799

General Napoleon Bonaparte stieg vom Pferd und ließ seinen Blick die Pyramide hinaufwandern. Daneben lagen noch zwei weitere Pyramiden, doch dies hier war die größte der drei.

Welchen gewaltigen Lohn seine Eroberung doch erbracht hatte!

Der gestrige Ritt von Kairo – erst durch Felder, die an schlammige Bewässerungskanäle grenzten, und dann rasch über eine Strecke windgefegten Sandes – war ereignislos verlaufen. Zweihundert Bewaffnete hatten ihn begleitet, da es tollkühn gewesen wäre, sich allein so weit nach Ägypten hineinzuwagen. Er hatte seine Truppe in einem Kilometer Entfernung zurückgelassen, wo sie für die Nacht lagerte. Der Tag war wieder heiß und trocken gewesen, und er hatte seinen Besuch absichtlich bis zum Sonnenuntergang aufgeschoben.

Vor fünfzehn Monaten war er mit 34.000 Mann, 1.000 Kanonen, 700 Pferden und 100.000 Schuss Munition in der Nähe von Alexandria gelandet. Er war rasch nach Süden marschiert und hatte die Hauptstadt Kairo eingenommen, wobei es sein Ziel gewesen war, jeden Widerstand durch Schnelligkeit und den Überraschungsmoment im Keim zu ersticken. Dann hatte er die Mamelucken nicht weit von hier in einem glorreichen Kampf besiegt, den er »Die Schlacht bei den Pyramiden« genannt hatte. Jene ehemaligen türkischen Sklaven hatten Ägypten fünfhundert Jahre lang regiert, und was für einen Anblick sie geboten hatten – Tausende von Kriegern in bunten Gewändern auf großartigen Hengsten. Noch meinte er, das Schießpulver zu riechen und das Donnern der Kanonen, die Schüsse der Musketen und die Schreie der Sterbenden zu hören. Seine Truppen, darunter viele Veteranen aus dem Feldzug in Italien, hatten tapfer gekämpft. Und während seine eigenen Verluste sich auf nicht mehr als zweihundert Gefallene belaufen hatten, hatte er praktisch die ganze feindliche Armee gefangen genommen und die vollständige Kontrolle über Unterägypten erlangt. Ein Reporter hatte geschrieben:Eine Handvoll Franzosen hat ein Viertel der Welt unterworfen.

Das war natürlich übertrieben, aber es klang wundervoll.

Die Ägypter hatten ihn Sultan ElKebir genannt – ein Ehrentitel, wie sie ihm versichert hatten. Während er diese Nation in den vergangenen vierzehn Monaten als Oberbefehlshaber regiert hatte, hatte er entdeckt, dass er die Wüste so liebte wie andere Menschen das Meer. Außerdem liebte er die ägyptische Lebensart, wo Besitz wenig zählte und Charakter viel.

Und genau wie er vertrauten die Ägypter der Vorsehung.

»Willkommen, Général. Was für ein wunderbarer Abend für einen Besuch«, rief Gaspard Monge auf seine übliche fröhliche Art. Napoleon mochte den kämpferischen Geodäten, einen älteren Franzosen, Sohn eines Hausierers, der mit einem breiten Gesicht, tief liegenden Augen und einer fleischigen Nase gesegnet war. Obwohl er ein Wissenschaftler war, trug Monge stets Gewehr und Pulverhorn mit sich herum, als wäre er allzeit bereit, in eine Revolution oder in eine Schlacht zu ziehen. Er war einer von hundertsechzig Gelehrten, Naturwissenschaftlern und Künstlern –Savants hatte die Presse sie genannt –, die mit Napoleon aus Frankreich hierher gereist waren, denn der General war nicht nur gekommen, um zu erobern, sondern auch, um zu lernen. Sein geistiges Vorbild, Alexander der Große, hatte es bei seinem Einmarsch in Persien genauso gehalten. Monge hatte Napoleon schon in Italien begleitet und dort schließlich die Plünderung des Landes überwacht, weshalb der General ihm