Den Grundstein für den Reichtum der Familie legte der Vater der vier Brüder, der spätere Amtmann Heinrich Friedrich Christian Michael.7 Einer 1978 von Alfred Hinz handgeschriebenen 57 Seiten umfassenden Chronik von Schönhausen folgend soll er ein Reitknecht der Eigentümerfamilie von Rieben gewesen sein, dann deren Statthalter und späterer Inspektor,„der es offenbar aufs Geld abgesehen hatte“. Der ehrgeizige Aufsteiger soll deshalb die Tochter eines Viehhändlers aus [Alt-]Strelitz geheiratet haben, der vor allem mit Pferden handelte,„die er sogar aus England holte“.8 Was allerdings vor der von Napoleon im November 1806 verordneten Kontinentalsperre geschehen sein muss, die bis zu ihrer Aufhebung 1811 den Handel mit den britischen Inseln zum Erliegen brachte. Die Geschichte mit dem Reitknecht dürfte aus dem Phantasiereich sozialistischer Geschichtsschreibung stammen, die sich wie Astrid Lindgrens Pippi Langstrumpf die Welt so machte, wie sie ihr gefiel.
Sicher ist, Heinrich Friedrich Christian Michael, der am 28. Mai 1751 in Brohm getauft wurde9 und 1782 Schreiber beim Gutsverwalter Schultze war10, pachtete 1786 das Gut seines Heimatdorfes Brohm11 von dessen damaligem Besitzer Carl Wedig Christian von Rieben.12 Verheiratet mit der am 29. August 1765 in [Alt-]Strelitz geborenen Regina Sophia Charlotta Maas, Tochter des Handelsmannes Carl Friederich Maas13, behielt er die Pacht von Brohm auch unter dem folgenden Besitzer, dem Kammerherrn Otto Heinrich Christian Friedrich von Rieben14, der zuerst in Friedrichshof lebte, wo er sich u