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DAS RENDEZVOUS
Als er das Auto hörte, stand der Mann auf. Er wischte sich Kiefernnadeln von der Jeans, lief aus dem Wald und trabte zum Straßenrand hinab. Während er sich dem mondbeschienenen Asphalt näherte, tauchten im Süden Scheinwerfer in der Kurve auf. Sie standen tief und dicht beisammen.
Könnte ein Jaguar sein.
Er sah auf die Uhr. 2:32.
Das muss sie sein. Eine Stunde zu spät.
Grinsend hielt er den Daumen raus.
Das Auto raste auf ihn zu, die Scheinwerfer wurden größer, und der Motor zerriss die Stille.
Es ist tatsächlich ein Jaguar. Warum bremst sie nicht?
Er wandte den Blick ab, als der Wagen vorbeischoss. Dann sah er ihm nach. Die Rücklichter verschwanden in der Kurve hinter den Bäumen.
»Schlampe«, murmelte er.
Aber der Motorenlärm entfernte sich nicht. Aus dem Röhren wurde ein unregelmäßiges Brummen. Ein paar Sekunden später tauchten die Rücklichter wieder auf, begleitet von den weißen Rückfahrscheinwerfern. In ruckartigen Schüben kam der Jaguar auf ihn zu.
Er hielt vor ihm.
»Soll ich dich mitnehmen, Fremder?«, rief eine vertraute Stimme aus dem Fenster.
»Das wäre nicht schlecht.«
Als er die Tür aufmachte, ging die Innenbeleuchtung an. Er bückte sich tief, um in den Wagen zu steigen, und betrachtete die Frau hinter dem Steuer. »