: Elke Becker
: Meeresblau& Mandelblüte Herzklopfen unter der Sonne Mallorcas
: beHEARTBEAT
: 9783732539376
: Die schönsten Romane für den Sommer und Urlaub
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 292
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Leonie ist erfolgreich in ihrem Job: Sie saniert marode Firmen. Ein Privatleben hat sie nicht, denn Gefühle stehen ihrer Karriere nur im Weg. Völlig überraschend erbt sie von ihrer Tante eine Agrotourismus-Finca auf Mallorca. Das Problem: Dort wohnen vier rüstige Senioren. Sie managen das kleine Hotel zusammen mit dem attraktiven Niklas und haben lebenslanges Wohnrecht. Das passt Leonie so gar nicht, denn sie will aus der Finca ein Nobelhotel machen und es gewinnbringend verkaufen. Sie muss die Senioren loswerden - doch die Alten sind nicht so alt und wehrlos, wie Leonie denkt. Zu allem Überfluss lässt Niklas das Herz der taffen Karrierefrau höher schlagen, als ihr lieb ist ...
Mit diesem wunderschönen Sommerroman entführt die erfolgreiche Selfpublisherin Elke Becker uns auf die Lieblingsinsel der Deutschen: Mallorca.
Alle Geschichten dieser Reihe zaubern dir den Sommer ins Herz und bringen dir den Urlaub nach Hause. Die Romane sind in sich abgeschlossen und können unabhängig voneinander gelesen werden.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

3


Leonie hatte sich von beiden Firmen Bedenkzeit erbeten. Zuerst musste sie diese leidigen Besitzverhältnisse auf Mallorca klären. Und vermutlich würde sie das Haus erst auf Vordermann bringen müssen, bevor sie überhaupt darüber nachdenken konnte, einen Makler mit dem Verkauf zu beauftragen. Aber dazu gab es ja Dienstleister.

Die Immobilienpreise waren hoch, jedoch nur, wenn auch die Lage und die Ausstattung stimmten. So weit hatte sie sich schon informiert. Doch wie sie ohne Spanischkenntnisse vernünftige Handwerker finden sollte, war ihr schleierhaft. Und dass sie kein Haus in tadellosem Zustand zu erwarten hatte, setzte sie bei Lisbeths Lebensstil voraus. Vielleicht könnte Rike ihr behilflich sein? Es lebten schließlich viele Deutsche auf der Insel.

Die Maschine landete pünktlich um 9 Uhr morgens, und Rike hatte versprochen, dass ein Fahrer sie abholen käme.

Der Himmel über Palma war stahlblau, und laut Pilot sollten es an diesem Tag zwanzig Grad werden. Leonie warf sich ihren chemisch gereinigten Kaschmirmantel über den Arm und ließ sich durch die Gänge des Flughafens zum Gepäckband treiben. Die Halle war überheizt und die Luft stickig. Kurz überlegte sie, ihre Kostümjacke ebenfalls auszuziehen, entschied sich jedoch dagegen, da sie bereits den Mantel über dem Arm trug.

Wenig später zog sie ihren kleinen Koffer vom Rollband. Als sie die anderen Reisenden betrachtete, bemerkte sie, dass sie in ihrem Businesskostüm und den Pumps etwas overdressed wirkte. Doch für den Termin beim Notar würde sie damit passend gekleidet sein.

Mit suchendem Blick trat sie in die Ankunftshalle hinaus. Nur vereinzelt standen Menschen vor der Absperrung. Ein groß gewachsener Mann mit grauem Haar und vornehmen Gesichtszügen fiel ihr auf. In gepflegten Wellen umschmeichelten seine Locken die immer noch klaren Gesichtskonturen. Markantes Kinn, volle Lippen, gerade Nase, schlanker Körper. Für sein Alter war dieser Mann noch äußerst attraktiv. Und er kam direkt auf sie zu. »Leonie Maler?«

»Ja«, bestätigte Leonie.

Der Fremde lächelte charmant und reichte ihr die Hand. »Ich bin Friedrich Bartsch. Für heute Ihr Chauffeur. Hatten Sie einen angenehmen Flug?«

»Danke.« Sie bemerkte den festen Händedruck. »Wie haben Sie mich erkannt?«

»Das war nicht schwer.« Friedrich machte eine ausladende Handbewegung, antwortete aber nicht auf ihre Frage. »Soll ich Ihnen den Koffer abnehmen?«

»Das geht schon«, lehnte sie ab. »Sind Sie ein Bekannter meiner Tante?«

»Ja, wir kannten uns sogar sehr gut.« Friedrich ging voran und drehte sich nach ihr um. Als er sah, dass Leonie zurückblieb, verlangsamte er höflich sein Tempo. Der Mann sah nicht nur attraktiv aus, er schien auch Manieren zu haben. Eilig folgte Leonie ihm. Der eng geschnittene Rock ließ keine großen Schritte zu.

»Und Sie? Wann haben Sie sie zum letzten Mal gesehen?« Hörte Leonie da einen sarkastischen Unterton? Hatte sie ihn doch falsch eingeschätzt? Die Frage erschien ihr unhöflich.

Leonie war peinlich berührt. »Bedauerlicherweise ist das schon über zwanzig Jahre her.«

»Eine lange Zeit.«

Schweigend überq