: Susan Elizabeth Phillips
: Die Chicago Stars Band 1-3: - Ausgerechnet den? / Der und kein anderer / Bleib nicht zum Frühstück (3in1-Bundle) Drei Romane in einem Band
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641215019
: 1
: CHF 16.10
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: German
Die ersten drei Bände der Chicago-Stars-Reihe - jetzt in einer Ausgabe.

Band 1: Ausgerechnet den?

Phoebe Somerville ist begeistert, als sie das Chicagoer Footballteam erbt – bis sie dem Trainer Dan Calebow begegnet. Denn der ist stur wie ein Esel, will er doch bei absolut gar nichts auf sie hören! Aber Phoebe hat in ihrem bewegten Leben schon ganz anderen Männern gezeigt, wo’s langgeht. Auch Dan hat ein Problem: Seine neue Chefin ist eine Unsinn quasselnde, kratzbürstige Blondine. Merkwürdig nur, dass er trotzdem dauernd an sie denken muss. Jetzt helfen nur einige sehr ungewöhnliche Trainingsstunden …

Band 2: Der und kein anderer

Gracie Snow hat eine undankbare Aufgabe vor sich: Sie soll den widerspenstigen und äußerst attraktiven Footballspieler Bobby Tom Denton dazu bringen, seinen Filmvertrag zu erfüllen. Bobby Tom allerdings hat ziemlich gute Gründe, sich nicht an seine vertraglichen Pflichten zu halten. Daher beschließt er mal eben, diese süße Lady mit Hilfe seines beträchtlichen Charmes von ihrem Vorhaben abzulenken. Doch selten hat sich ein Mann so gewaltig in Gracie Snow geirrt …

Band 3: Bleib nicht zum Frühstück

Die Physikerin Dr. Jane Darlington, Mitte dreißig, hatte nie viel Glück mit den Männern. Doch auf ein Baby will sie keinesfalls verzichten! Und da sie selbst wegen ihres enormen IQ immer gehänselt wurde, sucht sie für ihr Kind einen Vater von eher schlichtem Gemüt. Als sie mit der Sportskanone Cal Bonner bekanntgemacht wird, scheint der passende Kandidat gefunden. Zu spät jedoch bemerkt die junge Mutter in spé, dass ihr gutaussehender „Samenspender“ auch über einen klugen Kopf verfügt …

Susan Elizabeth Phillips ist eine der meistgelesenen Autorinnen der Welt. Ihre Romane erobern jedes Mal auf Anhieb die Bestsellerlisten in Deutschland, England und den USA. Die Autorin hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von Chicago.

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Phoebe Somerville hatte es wieder einmal geschafft, alle vor den Kopf zu stoßen. Nicht nur, dass sie ihren französischen Pudel zur Beerdigung ihres Vaters mitgebracht hatte, nein, sie hatte auch noch ihren ungarischen Liebhaber dabei. Und dann ihr Aufzug! Wie ein Filmstar aus den Fünfzigerjahren, auf der Nase eine Sonnenbrille, die nach außen hin spitz zulief und mit falschen Glitzersteinen besetzt war, den kleinen weißen Pudel auf dem Schoß. Ja, so saß sie da und lauschte der Grabrede des Pfarrers. Die übrigen Trauergäste wussten nicht so recht, was (oder wer) nun der Gipfel der Unverschämtheit war – das perfekt frisierte Hündchen mit den zwei pfirsichfarbenen Samtschleifchen an den Ohren, Phoebes umwerfend gut aussehender Ungar mit seinem langen Pferdeschwanz oder Phoebe selbst.

Phoebe besaß von Natur aus aschblondes Haar, zurzeit kunstvoll mit platinblonden Strähnchen aufgemotzt. Eine fette Locke fiel ihr raffiniert übers Auge, was unwillkürlich an den Film »Das verflixte siebente Jahr« mit Marilyn Monroe erinnerte. Ihr feuchter, voller Kussmund erstrahlte in einem schrillen Pink. Dieser Mund war nun leicht geöffnet, während der Blick hinter der Katzenaugen-Sonnenbrille auf den glänzenden schwarzen Ebenholzsarg gerichtet war, der die sterblichen Überreste von Bert Somerville barg. Phoebe trug ein knappes weißes Kostüm mit einem flotten gesteppten Jäckchen, was an sich schon ungehörig genug war. Doch der absolute Höhepunkt war das, was sie darunter anhatte, nämlich ein Goldmetallicbustier, das wohl für ein Rockkonzert, keinesfalls aber für eine Beerdigung geeignet war. Um den knallengen – seitlich auch noch geschlitzten! – Minirock schlang sich eine dicke Goldkette, an deren Vorderseite, nun ja, man wunderte sich über fast gar nichts mehr, ein schweres goldenes Feigenblatt baumelte.

Phoebe war, seit sie mit achtzehn ausgebüchst war, nie mehr in Chicago gewesen, sodass nur die wenigsten der Trauergäste Bert Somervilles berüchtigter Tochter begegnet waren. Nach dem, was man über sie gehört hatte, überraschte es jedoch keinen, dass ihr Vater sie enterbt hatte. Welcher Vater würde auch Besitz und Vermögen an eine Tochter vererben, die jahrelang ein liderliches Verhältnis mit einem über vierzig Jahre älteren Mann gehabt hatte, selbst wenn es sich bei diesem Mann um den berühmten spanischen Maler Arturo Flores handelte? Und dann auch noch diese peinlichen Bilder. Für einen Mann wie Bert Somerville waren Bilder von Nackten eben Bilder von Nackten. Nicht einmal die Tatsache, dass die dutzenden von abstrakten Akten, die Flores über die Jahre von seiner Muse gemalt hatte, nun die Wände zahlreicher Museen in aller Welt zierten, konnte etwas an seinem abschlägigen Urteil ändern.

Phoebe besaß eine Wespentaille und schlanke, wohlgeformte Beine, doch ihre Brüste waren voll und ihre Hüften rund und weiblich, eine Figur also, wie sie die Frauen in den Fünfzigern gehabt hatten, in einer längst vergangenen Zeit, als Frauen noch wie Frauen aussahen. Phoebe hatte eine »sündige Figur«, um einen etwas veralteten Ausdruck zu strapazieren, die Art Figur, die Männer zu hechelnden Idioten machte, eine Figur, deren Abbild genauso gut auf die Innentür eines Spinds passte wie an die Wand eines Museums. Sie hatte den Körper einer hirnlosen Blondine, keineswegs jedoch das dazu gehörige Spatzenhirn, auch wenn die Welt, besonders die männliche, das glaubte, denn Phoebe wurde selten anders als nach ihrem Äußeren beurteilt.

Ihr Gesicht fiel ebenso aus dem Rahmen wie ihre Figur. Irgendetwas stimmte nicht mit ihren Gesichtszügen, obwohl man nicht hätte sagen können, was. Denn sie besaß eine gerade Nase, einen wohlgeformten Mund und einen starken Unterkiefer. Vielleicht lag es ja an dem unglaublich erotischen kleinen Leberfleck auf einem ihrer hohen Wangenknochen. Oder an den Augen. Diejenigen, die einen Blick darauf erhascht hatten, bevor sie sie hinter ihrer Sonnenbrille versteckte, hatten bemerkt, dass sie ein wenig schräg standen und irgendwie viel zu exotisch für ihr Gesicht waren. Arturo Flores hatte diese bernsteinfarbenen Katzenaugen nicht selten überzeichnet, manchmal größer als ihre Hüften, manchmal mitten auf ihre Prachtbrüste gesetzt.

Phoebe wirkte während der Beerdigungsfeier kühl und beherrscht, obwohl es, für diese Jahreszeit im Juli nicht ungewöhnlich, drückend schwül war. Nicht einmal der nahe gelegene DuPage River, der sich durch viele im Westen von Chicago gelegene Vororte schlängelte, brachte Erleichterung. Man hatte sich zwar in einem Halbkreis unter dem schattigen grünen Blätterdach einiger großer alter Laubbäume versammelt, doch nicht alle Anwesenden hatten ein Scha