: Roberta Gregorio
: Der Duft von Sommer und Limonen Roman | Küsse in Venezien, Band 1 - Das Romantik-Highlight voller Sonnenschein und Italien-Feeling
: dotbooks
: 9783958249707
: Küsse in Venezien
: 1
: CHF 1.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 133
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Dorf steht Kopf: Der romantische Italienroman »Der Duft von Sommer und Limonen« von Roberta Gregorio jetzt als eBook bei dotbooks. Das kleine italienische Tettirossi bezaubert mit sonnendurchfluteten Sträßchen, mit lauen Sommernächten, die zum Träumen einladen, und dem Duft des nahen Meeres ... Klingt wunderbar, oder? Die junge Mutter Giusy hat es als geschiedene Frau in der traditionellen Dorfgemeinschaft jedoch schwer - und das bekommt auch ihr kleiner Sohn Angelo zu spüren. Aber vielleicht kann Santa Rosalia, die Schutzheilige von Tettirossi, hier Abhilfe schaffen? Schließlich scheint sie den Dorfbewohnern seit Jahren ihre geheimsten Wünsche zu erfüllen - so zum Beispiel auch Piero, dem charmanten Frauenhelden der Stadt. Doch irgendetwas scheint Rosalia bei den Wünschen durcheinandergebracht zu haben, denn plötzlich führt das Schicksal Piero und Giusy verdächtig oft zusammen ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der Wohlfühl-Roman »Der Duft von Sommer und Limonen« von Roberta Gregorio - auch bekannt unter dem Titel »Ein Halleluja für die Liebe« - ist der Auftakt ihrer romantischen »Küsse in Venezien«-Trilogie, in der jeder Roman unabhängig gelesen werden kann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roberta Gregorio, geboren 1976 in Bayern, ist staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondentin. Heute lebt sie als Autorin mit ihrer Familie im tiefsten Süden Italiens, wo sie am kleinen, grünen Schreibtisch mit Blick aufs Meer ihrer Fantasie freien Lauf lässt. Bei dotbooks veröffentlicht Roberta Gregorio ihre Romane: »Das kleine Restaurant des Glücks« »Im Schatten der Zitronenbäume« »Italienische Küsse« »Der Sommer der Zitronenblüten« »Winterküsse mit Zimt und Zucker« Ebenso bei dotbooks erschien ihre »Küsse in Venezien«-Trilogie, die auch im Sammelband »Sommerduft und Rosenknospen« erhältlich ist: »Der Duft von Sommer und Limonen« »Der Geschmack von Mirabelleneis« »Das Leuchten der Orangenblüten«

Kapitel 1


Santa Rosalia blickte auf Don Giacomo herunter, der nun schon seit gefühlten Stunden vor ihr kniete und ihr im stummen Monolog die Sünden der letzten Tage aufzählte. Sie mochte den Neuen. Don Giacomo war erst seit etwas mehr als einem Jahr Priester der Gemeinde Tettirossi. Und als Rosalia den hübschen jungen Mann zum ersten Mal gesehen hatte, hatte sie innerlich gejauchzt vor Freude. Denn Don Giacomo hatte den alten Don Carmelo abgelöst. Und Don Carmelo war wirklich, wirklich langweilig gewesen. Manchmal war sogar er selbst während seiner Messen eingeschlafen. Schade nur, dass der Neue dann auch nicht für frischen Wind gesorgt hatte.

»Giacomo, mein Guter, ich finde es nicht weiter schlimm, dass du vorgestern vergessen hast, abends dein Ave Maria aufzusagen!«, versuchte Rosalia ihn irgendwie telepathisch zu erreichen. Hören konnte sie ja kein Mensch. Auch Don Giacomo nicht, der unbeirrt fortfuhr.

»Warum erzählst du das eigentlich nicht mal Jesus?«, fragte sie, obwohl sie wusste, dass von Don Giacomo keine Antwort zu erwarten war. Von Jesus allerdings auch nicht. Der kam nur manchmal sonntags vorbei, wenn sein voller Terminkalender das zuließ.

Also seufzte Rosalia ergeben und ließ Don Giacomos Litanei weiter über sich ergehen, bis, ja, bis sie heitere Stimmen von draußen hörte. Kinder. Sie spielten jeden Tag auf derpiazzetta, die gleich an die Kirche grenzte, und brachten damit erfreuliche Abwechslung für Rosalia, die nur zu besonderen Anlässen tagsüber und sonst immer nur nachts hinausdurfte.

Aber innerhalb der Kirche durfte sie sich bewegen. Sie sprang also vom Sockel, schaute zurück auf ihre Holzstatue, die, wie sie zugeben musste, bis auf die Haare wirklich gut getroffen war, und schwebte hinauf zum Fenster. Hinausschauen war ein bisschen so wie fernsehen, nahm Rosalia an. Nur schöner. Denn was sie sah, waren Szenen aus dem wahren Leben und keine Fiktion.

Die Kinder kannte sie. Von der Taufe an. Und getauft waren sie alle. Dafür hatte Don Carmelo gesorgt. Ein paar von ihnen kamen zum Kommunionsunterricht. Brave Jungs, die es mit Gottes Hilfe sicherlich weit bringen würden im Leben. Rosalia mochte den elfjährigen Angelo besonders gern, der gerade zum dritten Mal quer über diepiazza gejagt wurde. Er war ein bisschen ihr Sorgenkind. Weil Scheidungskind. Problematiken, mit denen auch Rosalia erst lernen musste umzugehen. Sie kannte sich aus mit Naturkatastrophen, Epidemien und Kriegen. Aber wie man mit den Folgen einer Scheidung umzugehen hatte, musste Rosalia noch üben. In Tettirossi hielten die Ehen genauso lang wie hartnäckiger Fußpilz. Ehemann und Ehefrau konnten sich noch sosehr hassen. Geschieden wollte in Tettirossi niemand sein. Giusy, Angelos Mutter, jedenfalls ganz bestimmt nicht. Das hatte sie Rosalia mal im Gebet erzählt. Ein tapferes Geschöpf! Oft beklagte sich Giusy nicht bei Rosalia, obwohl sie allen Grund dazu gehabt hätte. Und sie bat auch nie um etwas. Wenn, dann überhaupt nur um Gesundheit. Vor allem für Angelo.

»Du haltʼs Maul, Angelo!«, hörte Rosalia es plötzlich draußen rufen. Sie sah genauer hin, spitzte die Ohren. Hatte Angelo Streit?

»Sagt wer?«

»Ich!« Der viel größere Klassenkamerad baute sich vor Angelo auf. Rosalia war in Alarmbereitschaft versetzt.

»Du hast mir gar nichts zu sagen!«, behauptete Angelo mutig.

»Ach nein? Irgendwer muss dich doch erziehen, wenn dein Vater es schon nicht macht!«

Oh. Rosalia hielt sich erschrocken eine Hand vor den Mund. Das war aber gemein!

Ein paar Sekunden lang standen sich die beiden Jungen gegenüber, und Rosalia befürchtete schon, eingreifen zu müssen. Irgendwie.

Angelo aber überraschte sowohl Rosalia als auch den Klassenkameraden. Er ließ ihn nämlich einfach stehen und ging weg. Sie konnte noch einen kurzen Blick auf sein Gesicht erhaschen und war sich ziemlich sicher, dass sie den Ausdruck nie wieder vergessen würde. So viel Schmerz, Wut und Enttäuschung gehörte auf kein Kindergesicht.

»Santa Rosalia, steh mir bei!«, rief Don Giacomo plötzlich ganz laut und riss sie damit aus ihren Gedanken. Sie rollte ein kleines bisschen gelangweilt mit den Augen. Wahrscheinlich war der Priester wieder einmal davon überzeugt, dass ihn bald der Teufel holen würde. Dieser Überzeugung war er nämlich öfter. Beruhigen ließ er sich dann nur auf eine einzige Art und Weise, nämlich durch … ähm … Massage. Nein, wirklich! Rosalia hatte alles ausprobiert. Alles. Irgendwann hatte sie ihm ganz instinktiv beruhigend auf den Rücken geklopft und gemerkt, dass er dadurch wieder rationaler und furchtloser wurde. Sie seufzte t