: Martin Krist
: Brandstifter Thriller
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955309206
: 1
: CHF 4.50
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 432
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hart, realistisch, spannend - der neue Thriller von Bestsellerautor Martin Krist! Sie haben deinen Ehemann brutal ermordet - jetzt bedrohen sie deine Kinder! Wie weit wird die junge Witwe Valentina gehen, um ihre Familie zu beschützen? Problemlöser David Gross soll den Feuertod einer jungen Frau aufklären und gerät dabei selbst in lebensgefährliche Ermittlungen. Doch die Sorge um seine eigene Familie lenkt ihn bald mehr ab, als ihm lieb ist .. 'Martin Krist ist der wirklich böse Bube unter den deutschen Krimi-Schreibern.' (Berliner Kurier) 'Die Thriller von Martin Krist sind einfach saucool.' (Mark Benecke)

Martin Krist, geb. 1971, ist das Pseudonym eines erfolgreichen Schriftstellers aus Berlin. Er arbeitete er als leitender Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften. Seit 1997 ist er als Schriftsteller tätig und veröffentlichte in unterschiedlichen Genres Bücher. Nach einer Biografie über eine Rotlichtgröße aus dem Ruhrgebiet, über Tattoo-Theo, über die Punk-Diva Nina Hagen, den Rap-Rüpel Sido und die Grunge-Ikone Kurt Cobain sowie zahlreichen anderen Buchprojekten, konzentrierte er sich ab 2005 auf Krimis und Thriller.

EINS


Valentina erwachte. Nicht, weil sie ihn hörte, dafür bewegte er sich in der Dunkelheit zu leise, zu besonnen und aufmerksam. Auch im fünften Jahr ihrer Ehe, nach sieben Jahren Beziehung und ganz egal, wie viel Stress ihn plagte.

Sie wurde wach, weil sie spürte, dass er nicht mehr neben ihr lag.

»Georg?«, murmelte sie schlaftrunken, gerade als er sich aus dem Schlafzimmer stehlen wollte.

Der dünne Lichtstreifen erlosch, als er die Tür wieder schloss. »Entschuldige, Walle, ich wollte dich nicht …«

»Wie spät ist es?«

»Kurz vor 6.«

»Warum«, stöhnend streckte sie ihre müden, knackenden Glieder, »warum bist du schon wieder so früh wach?«

Wortlos schlüpfte er zurück zu ihr unter die Decke und schmiegte sich von hinten an sie.

»DieHöfe?«, fragte sie.

Er schnaufte neben ihrem Ohr.

»Wenn ich dir irgendwie helfen kann …«

»Das machst du doch. Weil du da bist. Jeden Tag.«

»Das habe ich nicht gemeint.«

»Dabei kannst du mir nicht helfen.«

»Hey, ich war mal deine rechte Hand.«

»Seitdem hat sich vieles verändert.«

»Ich könnte dir immerhin noch einen Kaffee kochen.«

Leise lachend drückte er sie an sich.

»Nein, wirklich«, sie löste sich aus seiner Umarmung und drehte sich zu ihm um. In dem Halbdunkel des Schlafzimmers konnte sie die Erheiterung in seinem Gesicht nur erahnen. »Das mache ich gerne.«

»Ich weiß, Walle«, er hauchte ihr einen Kuss auf den Mund. »Aber bis die Kinder raus müssen, ist noch Zeit.«

»Um halb 8 kommt Nane«, das war die Nanny, »dann kann ich …«

»Bist du nicht mit Amy verabredet?«

»Was wollen wir wetten, dass sie das Frühstück verschiebt?«

»Trotzdem«, er küsste sie erneut. »Gönn dir noch etwas Schlaf.«

Sein Vollbart kitzelte auf ihrer Haut. Sein Geruch aus Schlaf, Schweiß undKenzo stieg ihr in die Nase. Eine widersprüchliche Mischung, dennoch vertraut und deshalb so angenehm.

»Drück mich noch mal«, gähnte sie und schlang ihre Arme um ihn.

Er hielt sie fest, warm und geborgen. Ein Glücksgefühl durchströmte sie. Sie presste sich noch dichter an ihn, weil sie nicht wollte, dass er wieder ging.

Als sie erneut erwachte, war Georg schon weg. Valentina glaubte, noch immer seinen Duft zu riechen. Vielleicht gaukelte ihr schläfriger Verstand ihr das aber auch nur vor. Die Fläche neben ihr war erkaltet, also hatte er sich schon vor einer ganzen Weile in sein Arbeitszimmer geschlichen. Sie sah ihn dort vor sich: über seinen schweren Schreibtisch gebeugt, seine Schultern bis fast an die Ohren gezogen, der Schlafanzug zerknittert, das volle, braune Haar zerzaust, die Stirn zerk