Übersicht der Makronährstoffe
Damit dein Körper verschiedene Prozesse aufrechterhalten kann, benötigt er Energie. Die wird in Form von Makronährstoffen mittels Nahrung zugeführt. Je nach Makronährstoff ist die Energiegewinnung für den Körper sehr effizient. Makronährstoffe sind Kohlenhydrate, Proteine und Fette. Neben diesen drei genannten gilt auch Wasser als Makronährstoff, wird jedoch in der Betrachtung in der Regel außen vor gelassen, da der Körper aus Wasser keine Energie gewinnen kann. Neben der reinen Energiegewinnung benötigt der Körper zudem Makronährstoffe, um verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper zu gewährleisten.
Makronährstoffe werden in die Kategorien essenziell und nicht essenziell unterteilt. Während essenzielle Makronährstoffe für den Körper überlebenswichtig sind und von außen über die Nahrung zugeführt werden müssen, werden nicht essenzielle Makronährstoffe vom Körper nicht benötigt und können von ihm durch Stoffwechselvorgänge synthetisiert werden.
Kohlenhydrate und ihre Auswirkung auf den Insulinspiegel
Kohlenhydrate dienen dem Körper als primärer Energielieferant. Der Körper kann sie je nach ihrer Komplexität schnell oder langsamer verwerten und als Energieträger nutzen. Kohlenhydrate werden vom Organismus immer in Glukose aufgespalten, die kleinste Kohlenhydratart. Ausnahmen bilden Ballaststoffe und Zuckeralkohole. Während Ballaststoffe vom Körper nicht verwertet werden können, sind Zuckeralkohole aufgrund ihrer chemischen Eigenschaften als Kohlenhydrate deklariert.
Umgangssprachlich werden Kohlenhydrate auch in »gute« und »schlechte« Kohlenhydrate eingeteilt. In der Regel werden die einfachen Kohlenhydrate als die schlechten betrachtet und die komplexen als die guten. Sehen wir uns diese Stoffe jedoch genauer an, wird klar, dass diese Einteilung nicht zu trifft. Genau genommen gibt es keine guten oder schlechten Kohlenhydrate, denn sowohl einfache als auch komplexe Kohlenhydrate haben ihre Daseinsberechtigung und können, richtig verwendet, dem Körper gute Dienste leisten. Es ist aber sinnvoll, die Kohlenhydrate im Gesamten auf ein sinnvolles Maß zu senken, gute Fette sowie hochwertige Proteine zu steigern und Kohlenhydrate intelligent einzusetzen.
Diese Lebensmittel enthalten viele Kohlenhydrate und sollten deshalb vermieden werden
Warum gibt es keine schlechten Kohlenhydrate? Nun, salopp gesagt, weiß ein Kohlenhydrat nicht, ob es gut oder schlecht ist. Für sich selbst genommen sind Kohlenhydrate einfach nur Naturstoffe und organische Moleküle, die aus Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff bestehen. Sie können unterschiedliche Strukturen aufweisen und je komplexer diese Struktur ist, desto schwieriger wird es für den Körper, die Kohlenhydrate aufzuspalten. Je komplexer Kohlenhydrate sind, desto geringer ist der Einfluss auf den Blutzuckerspiegel und damit auch auf den Insulinspiegel. Ein Kohlenhydrat wird also erst durch die industrielle Verarbeitung gut oder schlecht gemacht. Potenziell gut oder schlecht sind letztlich erst die entstandenen Lebensmittel, wenn wir eine entsprechende Einteilung unbedingt vornehmen wollen.
Kohlenhydrate werden umgangssprachlich auch als Zucker bezeichnet und damit gerne mit dem Haushaltszucker oder raffinierten Zucker gleichgesetzt. Auch in Produkttests wird oft der Haushaltszucker genutzt, um die Menge an Kohlenhydraten in einem Lebensmittel zu visualisieren. Solche Vergleiche sind jedoch fast schon als unseriös zu bezeichnen, da sie den Verbraucher in die Irre führen. Zwar bleibt am Ende der Aufspaltung der Kohlenhydrate Glukos