: Nina Gregor
: Kinderlachen - Folge 028 Eine große Liebe und drei kleine Lügen
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732542611
: 1
: CHF 1.80
:
: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Karsten und Marina - sie könnten das perfekte Paar sein, denn sie lieben sich von ganzem Herzen, haben ähnliche Interessen und wissen, dass einer ohne den anderen nicht mehr leben kann.

Doch der Witwer Karsten hat ein Geheimnis, genauer gesagt: Es sind drei reizende, temperamentvolle Geheimnisse, mit denen er Marina nicht zu konfrontieren wagt. Zumindest jetzt noch nicht, zu Beginn ihrer Liebe.

Aber Karsten weiß, dass er nicht mehr lange schweigen kann, denn Lisa, Robin und Steffen fragen immer häufiger, warum er abends fortgeht und sie allein lässt. Und auch Marina wird misstrauisch und will wissen, weshalb er nie über Nacht bei ihr bleiben kann ...

Die Algarve empfing Marina Wolfen mit strahlendem Sonnenschein und samtig blauen Himmel, an dem ein paar Schönwetterwölkchen dahinsegelten. So hatte sie sich ihr Urlaubsziel erträumt, als sie kurzfristig die Reise nach Portugal gebucht hatte, um dem verregneten Sommer daheim zu entkommen.

»Das ist doch was anderes, als der ständige Regen und Nebel daheim, oder?«, meinte eine dunkle, angenehme Männerstimme neben ihr.

Sie wandte kurz den Kopf und blickte direkt in lächelnde braune Augen mit goldenen Punkten. Flüchtig erinnerte sie sich daran, den hochgewachsenen Mittvierziger bereits in Düsseldorf am Flughafen gesehen zu haben. Dass er aber in der gleichen Maschine gesessen hatte wie sie, war ihr gar nicht aufgefallen. Dabei konnte man diesen gut aussehenden Mann mit den traumhaft schönen Augen eigentlich nicht übersehen.

»Es ist fantastisch.« Sie seufzte leise auf. »Sie ahnen ja nicht, wie sehr ich nach ein bisschen Sonne lechze.«

»Es geht uns wohl allen in diesem Sommer so«, stimmte er ihr zu, während sie gemeinsam zum Gepäckband gingen.

Als Marina nach ihren Koffern greifen wollte, kam er ihr zuvor, fischte ihr Gepäck vom Band und verstaute es auf einem Trolley, den er zuvor organisiert hatte.

»Danke.« Sie lächelte ihm zu.

»Keine Ursache, einer charmanten Dame ist man gern behilflich.« Auch seine Koffer rollten auf dem Band, und wenig später waren sie schon durch den Ausgang.

Jetzt standen sie ein wenig unschlüssig vor dem Flughafengebäude von Faro.

»Sie sind nicht mit einer Reisegruppe geflogen?«, wollte er wissen.

Marina schüttelte den Kopf.

»Ich habe ein Ferienhaus in Armacao de Pera gemietet. Mit Pauschalreisen hatte ich bisher wenig Glück. Ich verlasse mich im Urlaub lieber auf die eigene Nase. Und da man mir im Reisebüro versicherte, Mietwagen seien in Portugal relativ preiswert, war ich sicher, auch entsprechend mobil zu sein.«

Er hatte ebenfalls eine Wohnung in einer Ferienanlage in Armacao gebucht.

»Ich denke, wir sollten erst mal ein Taxi nehmen. Zu zweit ist das sicher nicht zu teuer. Einverstanden?«

Marina ha