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Finde deinen inneren Mystiker
Ich betrachte mich selbst als eine Mystikerin, die Pilzcremesuppe zubereitet. Meine Speisekammer ist voll von Pilzsuppenkonserven, dem typischen Gericht des mittleren Westens, das zu Thanksgiving auf keinem Esstisch fehlen darf. Doch während ich im Topf rühre, führe ich ein Gespräch in meinem Kopf – nicht mit mir selbst, sondern mit meinen Geisthelfern.
Vor ein paar Jahren ging es um die Tante meines Mannes, Bob. Sie war auf der Suche nach einem Ersatzteil für einen alten Holzofen und wusste nicht, wo sie es bekommen sollte. Ich war gerade dabei, nach dem Abendbrot die Geschirrspülmaschine einzuräumen, da hörte ich plötzlich laut und deutlich das Wort »Sears«.
Ich rief Bob im anderen Zimmer zu: »Die Geisthelfer haben gesagt, sie kann das Teil bei Sears bekommen.«
Und tatsächlich, so war es dann auch.
Manche Menschen führen diese Art von unvermitteltem Wissen auf ihre Intuition oder übersinnliche Fähigkeiten oder einen Zufallstreffer zurück. Aber ich schreibe es meinen Geisthelfern zu, jenen unsichtbaren Helfern, die Antworten in mein Denken spülen, die wie eine Flaschenpost im Strom meines Bewusstseins daherkommen.
Man mag es für unpassend halten, die Geisthelfer nach Ersatzteilen zu fragen. Sollte man sich mit ihrer Hilfe nicht auf etwas Großartigeres, Heiligeres konzentrieren? Doch das ist eine der vielen Lektionen, die sie mir erteilt haben. Auch wenn wir von ihnen erwarten, Lichtwesen zu sein, die mit nichts anderem als unserem Seelenwachstum beschäftigt sind, haben sie doch mehr Ähnlichkeit mit einer besten Freundin, die uns einfach auf unserem Weg begleitet. Was immer es ist, wofür du dich interessierst oder was du benötigst, für sie hat alles die gleiche Bedeutung.
Es war mein Dad, der mir beibrachte, dass wir aus dem Reich des Geistes Führung erhalten. Im Tanz unserer Beziehungen begegnen wir zahlreichen unsichtbaren Partnern. Ich weiß nicht, ob er es sich vorgenommen hatte, mir diese Zusammenhänge nahezubringen, ja nicht einmal, oder ob er es überhaupt bewusst tat. Schließlich las meine Mom dieAutobiographie eines Yogiund ein anderes Buch mit dem Wort »hellseherisch« im Titel, das mich als Leseanfängerin verwirrte.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass mein Vater von Geistern oder Geisthelfern gesprochen hat, doch er und meine Mutter hatten Zeitschriften wieUFOoderSchicksalabonniert, die auf dem Wohnzimmertisch lagen und in denen ich an heißen Sommertagen die Geschichten von Leuten las, die sich an Leben in verschiedenen Körpern und in anderen Zeiten erinnerten oder Nahtoderfahrungen gehabt hatten, also auf der »anderen Seite« gewesen und dann zurückgekommen waren und davon berichteten. Sogar beimAbendbrot, wenn wir b