Aus dem Programm
Bette sich, wer kann (1957)
Titel sucht
Alle: In deutschen Betten schläft sich’s gut,
in deutschen Betten ruht sich’s gut,
in deutschen Federn liegt man weich,
in deutschen Federn schläft man gleich.
Gute Nacht, gute Nacht, gute Nacht, gute Nacht.
Denn wie man sich bettet, so schallt es heraus.
Schnarch, schnarch, schnarch, schnarch.
Und Schlaftabletten, die brauchen wir nicht,
wir brauchen die Nacht nicht, wir schnarchen bei Licht.
Bett us go – Bett us go –
Bett vorm Kopp und Bett vorm Po,
Bettsucht ist hier comme il faut –
Es ist schon so, es ist schon so.
Herking: Kommen da noch mehr so kleine Wortspielchen? Ich bin es leid!
Dietsch: Es ist doch kein besserer Titel da. Ich verstehe nicht, was du willst? »Bette sich wer kann« geht doch, oder hast du einen besseren?
Dieter: Ich hätte noch einen anderen in betto.
Alle: Äääääh!
Klaus: Ich habe ja gesagt, es liegt am Titel, betten wir?
Herking: Ich bette nicht.
Dieter: Zu spät, du bettest den Freund nicht mehr.
Herking: Schluss damit!
Klaus: Das ist auch kein Titel, das wär was für ’ne Zeitung.
Dietsch: Hättet ihr meinen genommen: »Bledel sei der Mensch …«
Herking: Ich kenne das, gleich fängt das Gesellschaftsspiel an.
Dieter: Ich habe einen Titel.
Herking: Na bitte, ich habe es ja gleich gesagt.
Dieter: Zur Wahl in der DDR: »Euer Wort sei ja!«
Alle: Ja, ja, ja, ja …
Klaus: Wie wär’s mit dem: »Nun danket alle ab«.
Dietsch: Nein, mit so einem Titel haben wir uns schon einmal Feinde geschaffen, denk doch an den letzten.
Herking: »In der Nacht ist der Mensch nicht gern alleine«.
Dieter: Hab ich einen besseren. Über Kruschkopp: »Requiem für eine Tonne«. Oder was Originelleres: »Die Wildschweinplage in der Lüneburger Heide«.
Herking: Liegt ein bisschen weit weg.
Klaus: »Wiener Wut«.
Dietsch: »Drei Miezen im Brunnen«.
Herking: Wir brauchen doch etwas zur politischen Situation.
Dieter: »Unsere Ahnen tattern uns voran«.
Klaus: »Kleiner Mann ganz bloß«.
Dieter: Man sollte unserem Kanzler die Göttinger Atomgeschichte mit dem Hahn nicht dauernd übel nehmen. Er ist doch jetzt fünfmal nach Amerika geflogen – da wüsste ich einen schönen Titel: »Wer einmal fliegt, dem glaubt man nicht«.
Klaus: Hier: »Die Schwulen der Diktatoren«.
Dietsch: Wir sollten es uns nicht mit den Theaterintendanten verderben.
Herking: Wie wär’s, wenn wir was gegen den Rundfunk machen würden: »G