: James Rollins, Grant Blackwood
: Killercode Roman
: Blanvalet
: 9783641195151
: SIGMA Force - Tucker Wayne
: 1
: CHF 8.90
:
: Spannung
: German
: 544
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eigentlich ist es nur ein einfacher Auftrag als Leibwächter, den Tucker Wayne mit seinem Militärhund Kane von der Sigma Force akzeptiert. Doch der Pharmazeut Bukolow hat weder der Sigma Force noch Wayne die ganze Wahrheit erzählt. Denn er ist der größten medizinischen Entdeckung der Neuzeit auf der Spur. Ein Milliardengeschäft, das zusätzlich noch die Leben von Millionen retten würde. Allerdings lässt sich Bukolows Entdeckung auch als Waffe missbrauchen. Plötzlich ist Tucker Wayne der Einzige, der zwischen einem skupellosen General und der Vernichtung der Menschheit steht.

Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen - all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien.

Frühling 1900
Betschuanaland, Afrika

Doktor Paulos de Klerk verstaute die letzten medizinischen Vorräte und schloss die drei Messingschließen der Holztruhe, wobei er vor sich hin murmelte: »Amat … victoria … curam.« Wie ein Mantra.

Der Sieg liebt die Vorbereitung.

Es war eine Art Gebet.

»Nun, mein lieber Doktor, was machen die Vorbereitungen?«, dröhnte General Manie Roosas Stimme vom Wachturm des Forts herab.

De Klerk schirmte die Augen gegen die blendende Sonne ab und schaute zu dem bärtigen Mann hoch, der sich mit breitem Grinsen übers Geländer lehnte. Roosa war keine sonderlich imposante Erscheinung, wirkte aufgrund seiner Ausstrahlung aber über zwei Meter groß. Seine Größe lag im Blick des Betrachters. Der General machte den Eindruck, er sei jederzeit bereit zum Kampf.

Wenn die Nachrichten aus dem Norden stimmten, würde es bald dazu kommen.

»Sind wir bereit?«, setzte Roosa nach.

De Klerk wandte seine Aufmerksamkeit den anderen Truhen, Kisten und Jutesäcken zu. Zwar hatte die Bemerkung des Generals wie eine Frage geklungen, doch er wusste, dass sie nicht so gemeint war. Ihr Anführer hatte die »Frage« an diesem Tag schon mehrfach an nahezu jeden Burensoldaten gestellt, der seinem Befehl unterstand. Sie alle wuselten geschäftig um das Plateau mit dem Fort herum, reinigten Waffen, zählten Munition und bereiteten sich ganz allgemein auf den bevorstehenden Marsch vor.

Mit einem übertriebenen Seufzer antwortete de Klerk: »Wie immer werde ich fünf Minuten vor Ihnen zum Aufbruch bereit sein, mein General.«

Roosa lachte dröhnend und klatschte die Hand aufs Holzgeländer. »Sie machen mir Spaß, Doktor. Wären Sie nicht so tüchtig, wäre ich versucht, Sie hier in der Sicherheit des Forts zurückzulassen.«

De Klerk schaute sich im geschäftigen Fort um. Er ging nur ungern von hier fort, doch er wusste, wo er am dringendsten gebraucht wurde. So primitiv die Anlage auch war, hatte sie mit ihren Palisaden und Blockhäusern doch zahllosen Angriffen der Briten widerstanden und war den Burenkämpfern eine Zuflucht gewesen. Dass sie die schützenden Mauern verlassen mussten, bedeutete vermutlich, dass er und seine Helfer in den kommenden Tagen eine Menge zu tun bekommen würden.

Nicht dass er an die Gräuel des Kriegs nicht gewöhnt gewesen wäre.

De Klerk war erst zweiunddreißig, doch dies war für ihn bereits das fünfte Kriegsjahr binnen einer Dekade. Der erste Krieg, derVryheidsoorloë oderBefreiungskrieg, war 1880 ausgetragen worden, hatte gnädigerweise nur ein Jahr gedauert und war für dieBoers – wie man die Farmer auf Holländisch und Afrikaans nannte – gut ausgegangen, denn sie hatten sich von der britischen Herrschaft in Transvaal befreit. Acht Jahre später begann der zweiteVryheidsoorloë, der auch auf de