: Franziska Wulf
: Das Rätsel der Fatima Zeitreise-Roman
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955308810
: Zeitreise-Trilogie Fatima
: 1
: CHF 3.60
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: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 415
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wer Zeitreiseromane liebt, kommt um Franziska Wulf nicht herum! Die Hamburger Chirurgin Beatrice Helmer wird nach einem heftigen Streit mit ihrem ehemaligen Partner ohnmächtig und erwacht danach in einem fremden Land. Der Mann, der sie behandelt, stellt sich als Maffeo Polo vor - und als Onkel von Marco Polo! Der junge Marco beginnt sich sehr für die seltsame Frau aus dem fernen Westen zu interessieren, doch dann macht Beatrice eine schreckliche Entdeckung: Marco ist in ein düsteres Komplott verstrickt, das sogar seinen eigenen Onkel in höchste Gefahr bringt...

2


Die in Trance beobachtete Beatrice den dunkelhaarigen Sanitäter, der gerade eine Blutdruckmanschette um ihren rechten Oberarm legte. Sie versuchte, sich an seinen Namen zu erinnern, aber er wollte ihr nicht einfallen. Dabei kannte sie ihn und seinen rothaarigen Kollegen recht gut aus dem Krankenhaus. Schon oft hatte sie mit den beiden gesprochen, wenn sie Patienten in die Notaufnahme brachten – Patienten mit Verdacht auf Darmverschluss, Gallenkoliken oder Unfallopfer. Dass sie jetzt selbst eine Patientin war, wollte ihr nicht in den Sinn. Gegen alle Vernunft hoffte sie immer noch auf ein erlösendes Erwachen aus diesem abscheulichen Albtraum.

Der Rothaarige warf die Türen des Krankenwagens zu und kletterte rasch auf den Fahrersitz.

»Alles klar dahinten?«, rief er über die Schulter.

»Ja, es kann losgehen!«

Während sein Kollege den Motor startete und das Martinshorn anschaltete, entnahm der Dunkelhaarige einer Schublade über der Liege ein Stethoskop, um den Blutdruck zu messen. Beatrice kannte die spartanische, aber zweckmäßige Einrichtung der Krankenwagen. Sie selbst hatte eine Zeit lang im Rahmen ihrer chirurgischen Ausbildung im Notarztwagen gearbeitet. Aber es war das erste Mal, dass sie alles aus der Perspektive des Patienten erlebte. Eine Erfahrung, auf die sie liebend gern verzichtet hätte.

»Hundertzehn zu sechzig«, sagte der Sanitäter und klang dabei fast fröhlich.

Es war Beatrice schon oft aufgefallen, dass Sanitäter meistens gut gelaunt waren. Ob es daran lag, dass sie sich einbilden konnten, den ganzen Tag lang Menschenleben zu retten? Sie brachten die Patienten mit ihren Beschwerden ins Krankenhaus, wo ihnen geholfen werden sollte. Wie es dort tatsächlich weiterging, erfuhren sie nie.

»In welcher Woche sind Sie schwanger?«

»Dreißigste«, antwortete Beatrice und spürte, wie eine neue Wehe kam.

Der Dunkelhaarige pfiff durch die Zähne. »Ein bisschen früh. Wissen die schon, dass Sie kommen?«

Beatrice nickte. »Ich habe zuerst im Krankenhaus angerufen. Die Kollegen im Kreißsaal wissen Bescheid.«

»Nun entspannen Sie sich erst mal, Frau Doktor«, sagte der Sanitäter und tätschelte beruhigend ihre Hand. »Wird schon alles werden.«

Entspannen! Wie sollte sie sich entspannen, wenn ihr vor lauter Angst schlecht war? Sie war doch selbst Ärztin, sie wusste, welches Risiko Wehen in