: Carolin Schairer
: Tödliche Verstrickungen
: Ulrike Helmer Verlag
: 9783897419865
: 1
: CHF 11.70
:
: Krimis, Thriller, Spionage
: German
: 304
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Pünktlich zu Schulanfang wird in der niederbayrischen Marktgemeinde Aichendorf doch tatsächlich eine Bank überfallen. Durch ihre Freundschaft mit Kommissar Jörg Berger wird auch Landärztin Gesine Hofmann in den Fall verwickelt - obwohl sie schon genug am Hals hat: Eine besorgte Mutter stellt ihr den kleinen Jonathan vor, dessen Erkrankung Gesine immer mehr Rätsel aufgibt. Und auch privat läuft es mit Lebensgefährtin Holly nicht immer blendend, weil diese heftig erkrankt ist. Auf der Spur nach der richtigen Diagnose und Behandlung für ihren mysteriösen kleinen Patienten stößt Gesine auf eine eigenwillige Gemeinderätin und Anwältin für Ehe- und Familienrecht. Ein gemeinsames Abendessen soll gewisse Dinge klären helfen. Es kommt anders: Als die Ärztin am Morgen danach aufwacht, ist einer ihrer Kollegen erschlagen worden, der kleine Jonathan liegt auf der Intensivstation, die 16-jährige Tochter des örtlichen Notars ist verschwunden und Gesines Beziehung... tja, die steht plötzlich auf wackeligen Beinen. Hier begegnet uns erneut die sympatische Medizinerin aus 'Todesursache: Ungeklärt' (2014), die einen wunderbar lakonischen Humor besitzt und doch eigentlich nur mit Lebensgefährtin Holly in Ruhe leben will...

Die Diplom-Journalistin arbeitete u.a. in der Medienbeobachtung, Markt- und Meinungsforschung und in der PR eines Großunternehmens. Sie lebt in Wien. Seit dem Jahr 2008 erschienen kontinuierlich mehr als zehn Romane und Krimis im Helmer Verlag, darunter 'Ellen', 'Die Spitzenkandidatin', zuletzt 'Die Sterne vom Himmel holen' (2016) sowie der Kriminalroman 'In jener Nacht' (2015).

Einige Wochen vorher …


Verkohlte Steaks und rote Beulen


»Jonathan hat wieder einen dieser Fieberkrämpfe gehabt! Es war so schlimm, ich dachte, er stirbt!«

Die Frau, die an diesem Sonntagmittag an meiner Tür Sturm geläutet und mich vom Grill losgerissen hatte, war mir gänzlich unbekannt. Auf ihrem schmalen, blassen Gesicht, das von dunkelblonden Locken umrahmt wurde, zeichneten sich rote Flecken der Aufregung ab. Ihre blutleeren Lippen passten zu der leicht heiseren, gehetzt klingenden Stimme.

Gefangengenommen von den dunklen Schatten unter ihren graugrünen Augen und den eingefallenen Wangen, brauchte ich einige Sekunden, um das Kleinkind, das sie eng an ihren Körper gepresst trug, überhaupt wahrzunehmen: ein Junge, etwa zwei Jahre alt, mit fiebrig glänzender Haut. Trotz der sommerlichen Temperaturen mit einer langen Latzjeans und einer Strickjacke bekleidet. Er war wach, hatte aber die Augen geschlossen