: Katja von Seeberg
: Fürsten-Roman 2513 Glücklich bin ich nur mit dir!
: Verlagsgruppe Lübbe GmbH& Co. KG
: 9783732540860
: 1
: CHF 1.80
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: Erzählende Literatur
: German
: 64
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

Ihre erste Begegnung steht wahrlich unter keinem guten Stern: Als Eventmanagerin Beatrice Hildebrandt die Räumlichkeiten für ihren neuen Auftrag besichtigt, das Schloss Ahrensbach, bezichtigt sie aus heiterem Himmel Prinz Erik von Ahrensbach des Diebstahls. Mehr noch - er unterstellt ihr sogar, sie würde sich seinem Cousin Jens an den Hals werfen, um sich einen Prinzen zu angeln. Dabei ist es doch Jens, der nichts unversucht lässt, um Beatrices Zuneigung zu gewinnen.

Empört nimmt Beatrice sich vor, diesem ungehobelten Klotz aus dem Weg zu gehen und keinen Gedanken mehr an ihn zu verschwenden - was zu ihrem eigenen Erstaunen nicht so einfach wird. Ein kleines Flackern in seinem abweisenden Blick rührt sie zutiefst! Ist das nur sentimentale Vorweihnachtsstimmung? Oder ist Erik doch nicht der Eisblock, der er zu sein vorgibt?

Beatrice Hildebrandt stockte der Atem, als sie an dem alten Gemäuer hinaufblickte. Die junge Eventmanagerin hatte sich die Webseite von Schloss Ahrensbach im Vorfeld angesehen. Aber nun, da sie vor dem Südeingang stand, an dem sich Efeuranken am Mauerwerk hinaufschlängelten, fühlte sie sich wie im Märchen.

Schloss Ahrensbach war in natura noch viel schöner als auf den Fotos im Internet. Ein traumhaftes Schloss aus dem 18. Jahrhundert, zwei Türme, einer im Norden, der andere direkt am Südeingang, rundeten das Bild ab.

Aber auch die Atmosphäre hätte kaum schöner sein können. Winzige Schneeflocken tanzten durch die Luft. Wie Schloss Ahrensbach wohl im dichten weißen Schneemantel aussah? Ein Grund mehr, auf weiße Weihnacht zu hoffen.

Beatrice seufzte leise und konnte ihren Blick nicht abwenden.

Natürlich war sie schon öfter an Schloss Ahrensbach vorbeigefahren, sie lebte schließlich in München. Und das Schloss war keine halbe Stunde mit dem Auto vom Stadtrand entfernt. Aber nie hatte sie dem altehrwürdigen Gemäuer ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Sonst hätte sie viel früher bemerkt, welch atemberaubender Anblick die weite Landschaft in dieser Region zierte.

»Kann ich Ihnen helfen?«, sprach sie plötzlich ein älterer Herr mit Stirnglatze an. Er lächelte sanftmütig.

Beatrice erschrak. Sie gar nicht gemerkt, dass er sich ihr genähert hatte.

»Oh ja, ich bin Beatrice Hildebrandt. Ich bin mit Fürst Walter verabredet«, erklärte sie hastig, bevor man sie für einen Eindringling hielt.

»Richtig, der Termin mit dem Eventmanagement«, bestätigte der Mann, der zwei Einkaufstüten in den Händen hielt. Er nickte zum Südeingang rüber. »Folgen Sie mir.«

Beatrice hatte keine Ahnung, wer der ältere Herr war, der sie nun in das Schloss hineinführte. Fest stand, dass es sich nicht um den Fürsten selbst handelte, denn dessen Bild kannte Beatrice aus der Lokalpresse. Wahrscheinlich war der freundliche Herr der Butler des Hauses oder ein anderer Angestellter.

Sie traten durch die doppelseitige Tür, und Beatrice schien es, als würde sie eine andere Welt betreten. Als wäre es eine Reise in die Vergangenheit. Alles wirkte alt und wertvoll. Aber de