: Karla J. Butterfield, Kay Ganahl, Saga Grünwald, Andreas Erdmann, Martina Hörle, Beate Kunisch, Chri
: Der Berg bewegt sich Anthologie der Solinger Autorenrunde
: Books on Demand
: 9783743199484
: 1
: CHF 5.80
:
: Lyrik
: German
: 184
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Alles im Fluss" war die erste literarische Anthologie der Solinger Autorenrunde, die im Jahr 2015 als Paperback und Ebook bei BoD erschien. Kay Ganahl schlug als Thema für die Anthologie des Jahres 2016"Der Berg bewegt sich" vor, das mit großer Zustimmung angenommen wurde. Heute wird zu diesem Thema eine Anthologie vorgelegt, in der die AutorInnen mit einfallsreicher und subtiler Lyrik, kurzen Erzählungen, Geschichten und besonders Märchen zu überzeugen wissen. Dazu kommt die Solinger Mundart Andreas Erdmanns! Auch zahlreiche Fotos und andere Abbildungen werden im Werk veröffentlicht! Die Fantasie ist grenzenlos, wenn es darum geht, dass Berge sich bewegen ...

Karla J. Butterfield spielte bereits als Kind Theater und wirkte in vielen Filmen mit. Nach dem Schauspielstudium und Studium an der Scuola Teatro Dimitri im Tessin arbeitete sie als Schauspielerin und Regisseurin u. a. in London, Bern und Düsseldorf. Seit 1998 lebt sie mit ihrem Mann und zwei Kindern als freie Schriftstellerin in Solingen. Sie hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Website: http://www.prosablueten.de/

Martina Hörle


Der schwarze Berg


In einem Wald, viele Generationen entfernt, geschahen seltsame Dinge. Nachts hörte man schauriges Heulen. „Glühende Augen wandern von Baum zu Baum“, berichteten die, die bei Anbruch der Dunkelheit dagewesen waren. Mehr wussten auch sie nicht. Die Menschen mieden den Wald, wo immer sie konnten. Ein paar Mutige trauten sich einmal bei Tag bis an den Waldrand. Sie waren zu dritt, einer allein wollte das Wagnis nicht eingehen. Da angekommen schauten sie sich triumphierend an. „Das Ungeheuer hat wahrscheinlich Angst vor uns“, spottete einer. „Oder seht ihr irgendwo grüne Augen?“ „Die hat es vor Schreck vermutlich zugemacht“, höhnte der zweite. Der dritte hielt sich eine Hand hinters Ohr. „Ja, wieso heult es denn nicht?“ In diesem Moment traf ihn ein großer Klumpen Erde. Er schrie auf. Seine Kameraden schauten ihn entsetzt an. Dann rannten alle, so schnell sie konnten, fort vom Wald. Wieder daheim schilderten sie ihre Geschichte in allen Einzelheiten, geschmückt mit vi