: Susanne Fülscher
: Moppelig total verknallt
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955301156
: 1
: CHF 1.80
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 192
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Hedi findet ihre Freundin Maggie total in Ordnung, doch Maggie selbst findet sich zu dick. Als Hedis Mutter - Garderobiere bei einer Filmproduktion - den Fatsuit der Hauptdarstellerin zum Ausbessern mit nach Hause nimmt, kommt Hedi auf eine Idee: Um sich mit ihrer Freundin zu solidarisieren, schlüpft sie in den dick machenden Anzug und schaut bei Maggie vorbei, die gerade ihren Schweizer Cousin Pascal zu Besuch hat. Die drei verbringen einen netten Nachmittag zusammen und Pascal verliebt sich prompt in die 'moppelige' Hedi. Auch Hedi hat Schmetterlinge im Bauch, doch was wird passieren, wenn Pascal sie mit ihrer 'echten' Figur sieht?

Schreiben wollte Susanne Fülscher schon seit ihrem 12. Lebensjahr, aber erst nach einem abgeschlossenen Lehramtsstudium in Hamburg (Französisch/Deutsch) und einem Intermezzo als Kulturjournalistin setzte sie ihren ursprünglichen Berufswunsch in die Tat um und begann, Romane für Jugendliche zu verfassen. Rasch stellte sich heraus, dass das engagiert-emanzipatorische Mädchenbuch, frech, humoristisch und ohne erhobenen Zeigefinger, ihre Stärke ist. Stets geht es ihr in ihren Büchern darum, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gerade in der heiklen Umbruchphase ihres Lebens zu stärken, Probleme ernst zu nehmen und unverblümt beim Namen zu nennen. Mehr als 60 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten für Jugendliche und Erwachsene sind bisher von ihr erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Susanne Fülscher lebt heute als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Berlin.
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Maggie spinnt. Jetzt gerade wieder. Sie steht vor ihrem Herzchen-Spiegel, dreht und wendet sich, wackelt mit den Hüften, mit dem Po, reckt ein Bein in die Luft – ich fange schon langsam an zu gähnen –, da stöhnt sie plötzlich: »Ich bin ja soooo fett!«
»Ach, Maggie«, tröste ich und streichele sie wie ihren Hund Ungeheuer. »Halb so schlimm.«
Doch auch das scheint sie nicht sonderlich zu beruhigen, und als ich noch die Binsenwahrheit Kommt Zeit, kommt Rat hinzufüge, schraubt sich ihre Stimme zu einem schrillen Sopran empor und keift: »Das ist schlimm! Sehr schlimm sogar! Ich bin breiig und unförmig, ich bin ein ...«
»Ja? Ja?? Ja???« Wie eine Dirigentin wedele ich mit den Armen. Dabei weiß ich sowieso schon, was kommt. Entweder wird sie sich mit einem Panzer vergleichen, wahlweise mit einer Regentonne, einem Walross auf Freigang oder einem Gebäckstück, das eine Überdosis Hefe abgekriegt hat.
Aber ich habe mich geirrt, denn Maggie kreischt jetzt, sie würde wie ein Sofakissen aussehen, ein altes, unförmiges Sofakissen. Ich erspare es mir, diesen Unsinn zu kommentieren.
»Hedi, du sagst ja gar nichts.« Maggie runzelt verwundert die Stirn. Normalerweise protestiere ich nämlich sofort, wenn sie mal wieder einen ihrer Schwabbel-und-Gewabbel-fünf-Minuten-Anfälle kriegt, und erkläre ihr, dass sie auch mit ihren Rundungen wunderschön aussieht – was auch der Wahrheit entspricht. Maggie hat welliges, blondes Haar (nicht eine gespaltene Haarspitze!), Augen so blau wie die Schutzhülle meines Schulheftes, mausespecksüße Grübchen und rote Apfelbäckchen. Sämtliche Omas und Tanten stürzen sich wie Furien auf sie, um sie abzuknuddeln, und wenn die Natur nicht schon das Kindchenschema erfunden hätte, könnte man Maggie glatt als Pr