: Susanne Fülscher
: Nie mehr Keks und Schokolade
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955301163
: 1
: CHF 1.80
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 272
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mit 13 hat das Leben seine Tücken. Weibliche Formen - wie grauenhaft! Ninas Vorbilder sehen ganz anders aus: gertenschlank wie die Hauptdarstellerin ihrer Lieblingsserie, grazil wie die Schwester, eine begabte Tänzerin. Was nützen da schon die tollen Noten in der Schule, wenn man sich fühlt wie ein trampeliger Elefant im Porzellanladen! Wie schön muss das Leben erst sein, wenn man dünn ist! Nina steuert in ihrer Pubertät auf einen neuen Lebensabschnitt zu, einen Abschnitt ohne Keks und Schokolade . . .

Schreiben wollte Susanne Fülscher schon seit ihrem 12. Lebensjahr, aber erst nach einem abgeschlossenen Lehramtsstudium in Hamburg (Französisch/Deutsch) und einem Intermezzo als Kulturjournalistin setzte sie ihren ursprünglichen Berufswunsch in die Tat um und begann, Romane für Jugendliche zu verfassen. Rasch stellte sich heraus, dass das engagiert-emanzipatorische Mädchenbuch, frech, humoristisch und ohne erhobenen Zeigefinger, ihre Stärke ist. Stets geht es ihr in ihren Büchern darum, das Selbstbewusstsein der Jugendlichen gerade in der heiklen Umbruchphase ihres Lebens zu stärken, Probleme ernst zu nehmen und unverblümt beim Namen zu nennen. Mehr als 60 Romane und zahlreiche Kurzgeschichten für Jugendliche und Erwachsene sind bisher von ihr erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Susanne Fülscher lebt heute als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Berlin.

1Boh – ist mir schlecht! Richtiggehend übel. Eigentlich liebe ich süße Sachen, Nussschokolade, Lakritzschnecken, Lebkuchenherzen, Nugatpralinen, aber diesmal habe ich wohl übertrieben. Ein halber Marmorkuchen musste dran glauben, und das, obgleich er eigentlich ziemlich muffig schmeckte. Kein Wunder. Mama hat ihn nämlich schon letzte Woche anlässlich von Billis 17. Geburtstag gebacken und seitdem modert er in unserem Vorratsschrank vor sich hin. Normalerweise finde ich muffigen Kuchen eklig – da soll mir doch bitte schön mal einer erklären, warum ich ihn dennoch wie ein ausgehungertes Tier verschlungen habe?

Zur Strafe muss ich mit zur Ballettaufführung meiner Schwester. Das heißt, ich hätte natürlich sowieso hingemusst. Meine Schwester ist so etwas wie eine Primaballerina. Schön, dürr und talentiert. Überhaupt – talentiert ist das Lieblingswort meiner Mutter. Es bezieht sich allerdings nur auf Dinge, die mit tanzen zu tun haben. Dieses Mädchen ist talentiert, jenes auch und besonders mein