: Erma Bombeck
: Mäuse im Klavier ...und andere liebe Gäste
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955303433
: 1
: CHF 2.70
:
: Humor, Satire, Kabarett
: German
: 256
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sie wollen wissen, wie die Maus ins Klavier kam? Und warum Amerikaner dem kontinentalen Frühstück misstrauen? Dann seien Sie herzlich willkommen bei Erma Bombeck, deren Geschichten Ihnen unweigerlich Lachtränen in die Augen treiben. Und das Herz erwärmen. Ob heiter oder besinnlich - mit ihrem unnachahmlichen Gespür für die Komik im Alltag und den ganz normalen Wahnsinn im Familienleben schaut die berühmteste Hausfrau der Welt wieder einmal ganz genau hin...

Erma Louise Bombeck, geb. 21. Februar 1927, gest. 22. April 1996, war eine US-amerikanische Schriftstellerin, welche in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts durch ihre humorvollen Bücher und Zeitungskolumnen große Popularität erreichte. Bombeck hatte selbst drei Kinder und begann im Alter von 37 Jahren über die Höhen und Tiefen im Leben einer Hausfrau und Mutter zu schreiben. In der Zeit von 1965 bis zu ihrem Tod 1996 wurden mehr als viertausend ihrer Kolumnen in rund 800 Tageszeitungen veröffentlicht; ihre letzte Kolumne schrieb sie sechs Tage vor ihrem Tod.
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»Also, wenn Sie schon so eine Zeitungskolumne schreiben«, sagte die Stimme am Telefon,»warum geben Sie Ihren Lesern dann nicht mal einen Tipp, wie man eine Nirosta-Spüle sauberhält?«
Ich murmelte etwas von wegen Ausschluss aus dem Elternbeirat aufgrund chaotischer Küchenverhältnisse und verabschiedete mich. Aber die Stimme hatte bereits in ein Hornissennest böser Erinnerungen gestochen.
Vor ungefähr fünfzehn Jahren habe ich für die regionale Zeitung tatsächlich eine Kolumne mit Ratschlägen für die Hausfrau geschrieben. Noch heute versuchen die Hausfrauen in der Umgebung, Schäden zu beseitigen, die ich damals angerichtet habe. Auf eine Frage wie»Wie pflege ich die Toilette?«, antwortete ich:»Zünden Sie täglich Räucherstäbchen an. Nach fünf Jahren sollten Sie allerdings umziehen.«
Was mich wirklichüberraschte, war, wie ernst manche Frauen die Hausarbeit nehmen. Es handelt sich für einige tatsächlich um eine Lebensaufgabe. Täglich erreichten mich ihre traurigen Anfragen.»Wie reinige ich meinen Alabaster?« (»Gnädige Frau, ich wusste nicht, dass Vögel schmutzig werden.«)»Gibt es ein Mittel, um Schokolade von Polstermöbeln zu entfernen?« (»Nein, aber es gibt eines, um die Polsterung aus dem kleinen Jungen herauszuprügeln, der die Schokolade auf den Sitzgelegenheiten verspeist hat.«)
Nach mehreren Anrufen wütender Frauen, die meine kleinen Paraffinbällchen im letzten Spülwasser ausprobiert hatten, um ihren Chintzvorhängen neuen Glanz zu verleihen, versprach ich meiner Redakteurin, künftig meine Ratschläge vor Veröffentlichung bei mir zu Hause auszuprobieren. Bald herrschten bei uns Aufregung und Geschäftigkeit wie vor einem Raketenstart.
Meine Experimente führten zu ansehnlichen Ergebnissen.
Um Kalkablagerungen von Duschvorhängen zu entfernen, nehme man einfach eine gute Schere und schneide die Flecken heraus. Je mehr Kalkablagerungen, desto interessanter sehen hinterher die Duschvorhänge aus.
Um die Klaviertasten zu säubern, ziehen Sie Ihren Kindern einfach in klarem Wasser getränkte Wildlederhandschuheüber. Ich wage zu behaupten, dass die Fingerübungen nicht viel anders klingen als sonst auch, aber Sie haben hinterher saubere Klaviertasten.
Ein Sterilisationsapparat, der aus Versehen ohne Wasser erhitzt wurde, liefert interessanten Gesprächsstoff. Staubflusen unter dem Bett dienen kleinen Kindern zu stundenlanger Unterhaltung. (&Uu