: Martin Niklas
: Einmal Traumfrau, bitte
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955302016
: Stefan Roggenkämp
: 1
: CHF 1.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 160
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die große TV-Serie mit Heikko Deutschmann in der Hauptrolle mit den Geschichten aus dem heiter-turbulenten Studentenleben waren ein riesiger Publikumserfolg! Der angehende Student und 'trainierte' Untermieter Stefan Roggenkämp kann im Umgang mit diversen Zimmervermieterinnen sein Weltbild erstaunlich schnell erweitern. Das Studium der Kommilitoninnen macht ihm offensichtlich mehr Spaß als sein eigentliches Spezialgebiet. Doch wenn Amor Schicksal spielt und obendrein bei der Wohnungssuche behilflich ist, dann findet sich auch bald die richtige Frau fürs Leben.Aber mit der temperamentvollen Christina fangen die Komplikationen erst an...



Der erste Umzug in meinem Leben war ein Auszug.

Und er war längst überfällig – meiner Meinung nach.

Während Mutter feuchten Auges noch rasch eine Dose mit Schuhputzzeug zu den Koffern und Kartons auf dem Rücksitz meines alten Volkswagens steckte, erklärte ich ihr noch einmal selbstbewußt, daß neunzehn Jahre im Kinderzimmer genug seien. Sie unternahm einen letzten verzweifelten Versuch.

»Sturmfrei kannst du auch bei uns wohnen«, sagte sie, »das weißt du ja. Und wenn dich als Student die alte Anrichte von Tante Hetty stört und das Schrankbett …«

Ich gab ihr einen Kuß, während mein Vater mir zuzwinkerte.

»Laß ihn endlich fahren«, sagte er, »sonst ist die Bude wieder vergeben, bis er da ist.«

Der Wagen war so vollgestopft mit Hausrat, daß ich mich kaum auf den Fahrersitz zwängen konnte. Bücher, eine große Stehlampe, Geschirr, ein Elektrokocher und mehr Unterwäsche, als ich überhaupt jemals zu wechseln bereit war – Großstadt, ich komme! Ich winkte noch einmal kurz durch das heruntergekurbelte Seitenfenster, hupte zweimal fröhlich und gab Gas. Der Abschied sollte kurz und schmerzlos werden. Im Rückspiegel sah ich, daß Mutter ihren Kopf wehmütig an Vaters Schulter gelegt hatte.

Sie winkten unangenehm lange. Irgend etwas flog mir plötzlich ins Auge.

Aus dieser Stunde rührt meine erste Erfahrung, daß Umzüge leider meist mit Emotionen verbunden sind.

Ein Stück Herz bleibt immer zurück – ob man es zugibt oder nicht. Als N