: Rolf A. Becker
: Gestatten, mein Name ist Cox Frachtgut für die Hölle
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955300920
: Gestatten, mein Name ist Cox
: 1
: CHF 1.80
:
: Humor, Satire, Kabarett
: German
: 192
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Endlich: die von zahllosen Fans sehnsüchtig erwartete Neuauflage des vierten Bandes der Kult-Krimiparodien! Bei der Suche nach Laura Corell hat sich Cox von Anfang an nicht mit Ruhm bekleckert. Und als er sie letztendlich aufstöbert, wird sie vor seinen Augen ermordet. Inspektor Small hört sich den Bericht von Cox mit starrer Miene an. 'Sie sind also der Meinung, der Mörder sei aus dem Haus entwischt, während Sie in der Diele auf Miss Corell warteten?' fragt er dann. Cox nickt, und Small fährt mit drohendem Unterton in der Stimme fort: 'Im ganzen Haus steht kein Fenster auf. Die Hintertür ist verschlossen, der Schlüssel steckt von innen. Der Mörder kann das Haus unmöglich verlassen haben. Sie werden zugeben, es sieht nicht gut für Sie aus, Mister Cox ...'

Rolf Becker erlebte seine Jugendzeit in Erfurt und begann nach dem Krieg in englischer Kriegsgefangenschaft zu schreiben. Später arbeitete er als Aufnahmeleiter für verschiedene Filmfirmen und wurde 1953 freier Autor. Während eines Gastvertrages als Rundfunkregisseur bei der BBC schrieb Rolf Becker die Krimiserie 'Gestatten mein Name ist Cox', die er, um dem Vorbehalt deutscher Rundfunkanstalten gegen deutsche Krimi-Autoren zuvorzukommen, unter dem Namen seines englischen Onkels 'Malcolm F. Browne' veröffentlichte. Die Serie wurde 1952 vom NWDR mit Carlheinz Schroth in der Hauptrolle produziert und entwickelte sich zu einem 'Straßenfeger'. Gemeinsam mit seiner Frau Alexandra veröffentlichte Rolf Becker ab 1957 die ebenfalls sehr erfolgreiche 'Kriminalsatire' DICKIE DICK DICKENS, die ursprünglich nur als 11minütiger Krimi-Sketsch für den Bayerischen Rundfunk entstanden war.
I.
DIE KLEINE HEXE
Sie war hübsch und jung. Sehr hübsch.
Sehr jung.
Genau neunzehn Jahre alt.
Und gerade das machte ihr Kummer. Es ist offenbar eine große Belastung, ein junges Mädchen zu sein. Ihre Augen blitzten trotzig, als gälte es, allen Älteren Kampf anzusagen, ihr flammendes rotblondes Haar umwehte ihren Kopf wie eine Sturmfahne, die die ganze Welt zur Übergabe aufforderte. Das wirkte so niedlich, dass man dauernd versucht war, das Persönchen in die Arme zu schließen.
Ja, sie war klein. 1 Meter 64 von oben bis unten. Aber glauben Sie mir, diese 164 Zentimeter hatten es in sich. Und sie war hübsch. Ihr duftiges Sommerkostüm brachte ihre hinreißenden Konturen raffiniert zur Geltung.
Es war windig, regnerisch und kalt. Ein Sonntag, wie zum Zuhausebleiben geschaffen. Dass ich nicht zu Hause geblieben war, lag eigentlich an Mrs. Shanders, meiner vierschrötigen, lauthalsigen, aber mittlerweile unentbehrlichen Haushälterin, die mir am Morgen mit lieblicher Strenge verkündet hatte, dass sie ihrerseits zu Hause zu bleiben gedenke. Die Aussicht, den Sonntag neben meinem kochtopfpolternden, staubsaugerheulenden, aschbecherausleerenden, fensteraufreißenden, frischluftbesessenen Haustyrannen verbringen zu müssen, war so trostlos, dass es mich in den Regen hinausgetrieben hatte.
Auf der Rückfahrt streikte der Motor. „Plopp-plopp, klack-klack, krr-krr“ - und das am Ortsrand von Illingham, 25 Kilometer vor den Toren Londons.
Später habe ich mir viele Gedanken über diesen Motordefekt gemacht. Habe versucht, mir