: Catherine Herriger
: Die Kraft der Rituale Macht und Magie unbewußter Botschaften im Alltag
: Edel Elements - ein Verlag der Edel Verlagsgruppe
: 9783955305802
: 1
: CHF 1.80
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: Sonstiges
: German
: 142
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die verbindende Kraft von Hochzeitsritualen und die tröstende Botschaft von Trauerritualen sind jedermann bekannt. Doch sind Rituale durchaus nicht auf die spektakulären Momente unseres Lebens beschränkt: Rituale schaffen Bezug, ohne Rituale kann keine tatsächliche Kommunikation stattfinden - so lautet der Kernsatz dieses Buches. Rituale sind verantwortlich für erfolgreiche Kommunikation, für ein gutes Betriebsklima, für Nähe und Abgrenzung in Familien und Beziehungen. Anschaulich und einfühlsam zeigt die renommierte Psychotherapeutin und Kommunikationsberaterin Catherine Herriger auf, wie man durch die gezielte Entwicklung von eigenen Ritualen im persönlichen Alltag und im Beruf erfolgreicher mit anderen Menschen umgehen kann - und wie kreative und bezugsfördernde Energien freigesetzt werden können.

Catherine Herriger ist Diplompsychologin, Coach und Beziehungstherapeutin. Sie ist Autorin zahlreicher Sachbücher, darunter Wandervögler - Warum Männer unbedachter fremdgehen, Die Böse Mutter und Bis dass der Tod euch endlich scheidet. Catherine Herriger ist verheiratet, Mutter zweier Söhne und lebt in Bern, wo sie auch in eigener Praxis tätig ist.

KOMMUNIKATION ALS BEZUG


Was ist denn Kommunikation? Sicher nicht nur »richtig reden«. Es gehört mehr als das dazu, um eine Mitteilung klar verständlich zu machen, um eine Botschaft »rüberzubringen«, einem Menschen nahezukommen, um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen und ein persönlich-vertrauliches Klima zu schaffen.

Text, Illustration – und was noch?


Wir können unserfolgreiche Kommunikation als Pyramide vorstellen mitdrei verschiedenen Ebenen (Segmenten), wovon die unteren zwei allgemein bekannt sind. Schauen wir uns das an:

1. Informative Ebene


A erzählt B ein Ereignis. Er formuliert mit Hilfe von Worten – »Texten« – eine ihm wichtige Aussage.

Dieser Vorgang spielt sich auf der unteren, auf der 1. Ebene der Kommunikations-Pyramide ab.

2. Beschreibende Ebene


Während des Erzählens beschreibt, »illustriert«, A zusätzlich sein Erlebnis durch

– Tonfall

– Gestik

– Mimik

Von daher verstehen wir, warum Kommunikation, die auf schriftlichem Weg erfolgt, einseitig ist und leicht zu Mißverständnissen führen kann. Auf demschriftlichen Weg fehlt jegliche »Illustration« durch Gestik, Mimik und Tonfall – auf demtelefonischen Weg ist zwar der Tonfall dabei, es fehlt jedoch an Mimik und Gestik. Die Kommunikation ist somit auf beiden Wegen mangelhaft und muß von daher als bloßeInformation bezeichnet werden. Auf rein informativer Ebene können sich Menschen nicht wirklich nahekommen.

Vorsicht:Informationen ohne Illustration durch Gestik, Mimik und Tonfall sind einseitig und bergen die Gefahr von Mißverständnissen.

Solange eine Aussage mit Tonfall, Mimik und Gestik übereinstimmt, »stimmt es« für uns, und wir hören weiter aufmerksam zu. Aufgescheucht werden wir dann, wenn wir eine Diskrepanz wahrnehmen, also ein Auseinanderklaffen von Text und Illustration. Hier künden sich Unsicherheiten und Unehrlichkeiten an.

Zum Beispiel jemand, der mit einem abweisenden Gesichtsausdruck sagt, er freue sich über den spontanen Besuch einiger Freunde. Er wird dadurch eine andere und unstimmige Botschaft vermitteln, als wenn er dieselbe Aussage mit einem freudigstrahlenden Gesicht gemacht hätte.

Hingegen braucht eine einladendeGeste mit der Hand, begleitet von einem Lächeln, keiner zusätzlichen Worte, um die stimmige Botschaft zu vermitteln, daß jemand aufgemuntert wird, begrüßt, gelobt – alsoAkzeptanz undAnteilnahme gezeigt wird.

Ein entgegenkommendesVorbeugen des Oberkörpers sagt mehr aus über das ehrliche Interesse eines Zuhörenden als ein häufig gemurmeltes »jaja ... aha ... ja«, das durch den umherschweifenden Blick als unstimmige Botschaft empfunden wird.

Überhaupt der Blick! In jedem Kommunikations-Seminar wird über die Wichtigkeit von Augenkontakt gesprochen. Warum? Blicke schaffen Kontakte, zwei Menschen berühren sich optisch erstmals. Augenkontakt kann signalisieren: »Ich nehme dich wahr. Sieh auch du mi