KOMMUNIKATION ALS BEZUG
Was ist denn Kommunikation? Sicher nicht nur »richtig reden«. Es gehört mehr als das dazu, um eine Mitteilung klar verständlich zu machen, um eine Botschaft »rüberzubringen«, einem Menschen nahezukommen, um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen und ein persönlich-vertrauliches Klima zu schaffen.
Text, Illustration – und was noch?
Wir können unserfolgreiche Kommunikation als Pyramide vorstellen mitdrei verschiedenen Ebenen (Segmenten), wovon die unteren zwei allgemein bekannt sind. Schauen wir uns das an:
1. Informative Ebene
A erzählt B ein Ereignis. Er formuliert mit Hilfe von Worten – »Texten« – eine ihm wichtige Aussage.
Dieser Vorgang spielt sich auf der unteren, auf der 1. Ebene der Kommunikations-Pyramide ab.
2. Beschreibende Ebene
Während des Erzählens beschreibt, »illustriert«, A zusätzlich sein Erlebnis durch
– Tonfall
– Gestik
– Mimik
Von daher verstehen wir, warum Kommunikation, die auf schriftlichem Weg erfolgt, einseitig ist und leicht zu Mißverständnissen führen kann. Auf demschriftlichen Weg fehlt jegliche »Illustration« durch Gestik, Mimik und Tonfall – auf demtelefonischen Weg ist zwar der Tonfall dabei, es fehlt jedoch an Mimik und Gestik. Die Kommunikation ist somit auf beiden Wegen mangelhaft und muß von daher als bloßeInformation bezeichnet werden. Auf rein informativer Ebene können sich Menschen nicht wirklich nahekommen.
Vorsicht: | Informationen ohne Illustration durch Gestik, Mimik und Tonfall sind einseitig und bergen die Gefahr von Mißverständnissen. |
Solange eine Aussage mit Tonfall, Mimik und Gestik übereinstimmt, »stimmt es« für uns, und wir hören weiter aufmerksam zu. Aufgescheucht werden wir dann, wenn wir eine Diskrepanz wahrnehmen, also ein Auseinanderklaffen von Text und Illustration. Hier künden sich Unsicherheiten und Unehrlichkeiten an.
Zum Beispiel jemand, der mit einem abweisenden Gesichtsausdruck sagt, er freue sich über den spontanen Besuch einiger Freunde. Er wird dadurch eine andere und unstimmige Botschaft vermitteln, als wenn er dieselbe Aussage mit einem freudigstrahlenden Gesicht gemacht hätte.
Hingegen braucht eine einladendeGeste mit der Hand, begleitet von einem Lächeln, keiner zusätzlichen Worte, um die stimmige Botschaft zu vermitteln, daß jemand aufgemuntert wird, begrüßt, gelobt – alsoAkzeptanz undAnteilnahme gezeigt wird.
Ein entgegenkommendesVorbeugen des Oberkörpers sagt mehr aus über das ehrliche Interesse eines Zuhörenden als ein häufig gemurmeltes »jaja ... aha ... ja«, das durch den umherschweifenden Blick als unstimmige Botschaft empfunden wird.
Überhaupt der Blick! In jedem Kommunikations-Seminar wird über die Wichtigkeit von Augenkontakt gesprochen. Warum? Blicke schaffen Kontakte, zwei Menschen berühren sich optisch erstmals. Augenkontakt kann signalisieren: »Ich nehme dich wahr. Sieh auch du mi