: Katharina Seidler
: Digitaler Nachlass Das postmortale Schicksal elektronischer Kommunikation
: Wolfgang Metzner Verlag
: 9783943951929
: Schriften zum deutschen und ausländischen Familien- und Erbrecht, Band 17
: 1
: CHF 31.50
:
: Recht
: German
: 192
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF
Ein Leben ohne E-Mail-Account und soziale Netzwerke - für viele kaum noch vorstellbar. Doch was geschieht mit den Benutzerkonten und den gespeicherten Kommunikationsinhalten, wenn der Inhaber des Accounts verstirbt? Können die Erben den Provider auf Herausgabe der Zugangsdaten in Anspruch nehmen? Oder bleibt ihnen aus Gründen des postmortalen Persönlichkeitsschutzes der Zugang verwehrt? Die Dissertation befasst sich mit diesen höchst aktuellen Fragen und untersucht das postmortale Schicksal der elektronischen Kommunikation umfassend aus den Blickwinkeln des Erbrechts, des Persönlichkeitsrechts, des Vertragsrechts, des Datenschutzrechts sowie des Telekommunikationsrechts. Weiterhin wird auf Gestaltungsmöglichkeiten der Provider sowie auf denkbare Vorsorgemaßnahmen der Nutzer eingegangen.
Cover1
Vorwort6
Inhalt7
Einleitung13
A. Problemstellung13
B. Überblick über den bisherigen Stand der Forschung15
C. Zuschnitt der Fragestellung18
D. Gang der Untersuchung21
§ 1 Zuordnung von Rechtspositionen nach dem Tod ihres bisherigen Rechtsträgers22
A. Grundsätzliches22
I. Denkbare Modelle22
II. Weg des deutschen Erbrechts24
1. Kein ausnahmsloser Fortbestand25
2. Abweichende Übergangsmodi27
III. Vorgehensweise27
B. Kontinuität oder Untergang27
I. Begriff der Vererblichkeit28
II. Gesetzliche oder vertragliche Anordnung29
1. Gesetzliche Regelung29
2. Vertragliche Vereinbarung29
III. Ermittlung der Übergangsfähigkeit ohne gesetzliche oder vertragliche Regelung30
1. Bedeutung des „Vermögens“ i. S. des § 1922 Abs. 1 BGB31
a) Vermögen i. S. des § 1922 Abs. 1 BGB31
aa) Allgemeiner Vermögensbegriff31
(a) Haftungsrechtliches Verständnis32
(b) Wirtschaftliches bzw. schadensrechtliches Verständnis33
(c) Kommerzialisierungstendenz33
(d) Ergebnis33
bb) Erbrechtlicher Vermögensbegriff34
(a) Ergänzung um sonstige Rechtsverhältnisse34
(b) Erweiterung um Passiva35
(c) Ergebnis36
b) Zusammenhang zwischen Vermögenswert und Fortbestand36
aa) Erbschaft als Summe aller geldwerten Positionen36
bb) Bloße Indizwirkung des materiellen Werts37
cc) Ergebnis38
2. Personenbezug als entscheidendes Kriterium39
a) Vermögensnachfolge statt Persönlichkeitsfortsetzung39
aa) Ursprüngliche Idee der Persönlichkeitsfortsetzung39
bb) Schwächen der Konstruktion39
cc) Untergang höchstpersönlicher Rechtspositionen41
dd) Ergebnis41
b) Höchstpersönliche Rechtspositionen42
aa) Begriff der Höchstpersönlichkeit42
bb) Keine Materie des Erbrechts43
cc) Einzelfallentscheidung43
3. Zusammenfassung45
IV. Schicksal höchstpersönlicher Rechtspositionen45
1. Übergangsfähigkeit des allgemeinen Persönlichkeitsrechts46
2. Grundlagen des postmortalen Persönlichkeitsschutzes47
a) Anerkennung eines postmortalen Persönlichkeitsschutzes47
b) Dogmatische Herleitung49
c) Befugnis zur Wahrnehmung des postmortalen Persönlichkeitsschutzes51
3. Ergebnis52
V. Gesamtergebnis52
C. Übergangsmodi53
I. Grundsatz der Universalsukzession53
II. Zwingender Charakter der Universalsukzession54
III. Materialer Wert der Universalsukzession55
IV. Anerkannte Ausnahmen vom Prinzip der Universalsukzession57
1. Sondererbfolgen57
2. Sondernachfolgen59
V. Begründung weiterer Ausnahmen61
D. Zusammenfassung62
§ 2 Kommunikation via E-Mail63
A. Bisheriger Meinungsstand64
B. Rechtspositionen66
I. Zugrundeliegende Rechtsbeziehung66
1. Rechtsbindungswille67
2. Vertragstypologische Einordnung des E-Mail-Vertrags67
a) Übermittlungspflichten des Providers69
aa) Versand69
bb) Empfang71
cc) Differenzierung zwischen kostenpflichtigen und kostenlosen Diensten72
b) Pflicht zur Archivierung der Nachrichten72
c) Abschließende Einordnung des E-Mail-Vertrags73
3. Ergebnis74
II. Der E-Mail-Account74
III. Die gespeicherten Inhalte78
1. Die E-Mail als gesonderte Rechtsposition?78
2. Vergleich mit dem Girokonto79
3. Übertragung auf den E-Mail-Vertrag81
4. Ergebnis81
IV. Differenzierung nach dem Speicherort der Nachrichten81
1. Mögliche technische Konstruktionen82
a) Web-Based82
b) Client-Server-Based82
2. Auswirkung der Systeme auf die relevanten Rechtspositionen83
V. Ergebnis85
C. Postmortales Schicksal86
I. Inhaberschaft des E-Mail-Accounts86
1. Übergangsfähigkeit86
a) Gesetzliche Anordnung87
aa) Dienstvertragsrecht87
bb) Werkvertragsrecht88
cc) Auftragsrecht88
dd) Ergebnis89
b) Untersuchung der Rechtsposition90
aa) Vermögenswert90
(a) Vergleich mit Girokonten90
(aa) Rechtsprechung des BGH91
(bb) Übertragung auf den E-Mail-Account91
(b) Legitimationsfunktion92
(c) Identifikationsfunktion92
(d) Ergebnis93
bb) Höchstpersönlichkeit93
(a) Höchstpersönlichkeit vertraglicher Ansprüche93
(b) Übertragung auf die Kontoinhaberschaft97
(aa) Einsichtsmöglichkeit in private Inhalte97
(bb) Zweckfortfall98
(cc) Erwartungshaltung des Nutzers98
(dd) Schutzwürdigkeit des Providers99
cc) Zusammenfassung99
c) Ergebnis100
2. Übergangsmodus100
3. Ergebnis100
II. Recht auf Einsicht100
1. Übergangsfähigkeit101
a) Vermögenswert des Einsichtsrechts101
b) Höchstpersönlichkeit102
aa) Das postmortale Einsichtsrecht in Krankenunterlagen103
bb) Folgerungen für das Einsichtsrecht in den Account105
c) Ergebnis106
2. Übergangsmodus106
3. Durchsetzbarkeit des Einsichtsrechts108
a) Einschränkende Darlegungslast108
aa) Darlegungslast des Erben des verstorbenen Patienten109
bb) Kritik109
b) Entgegenstehende Verschwiegenheitsverpflichtung110
aa) Auswirkung einer etwaigen Verschwiegenheitsverpfl