: Bonnie K. Winn, Tina Leonard, Karen Templeton
: Bianca Jubiläum Band 2
: Cora Verlag
: 9783733732875
: Bianca Jubiläum
: 1
: CHF 5.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 608
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

WENN AUS FREUNDSCHAFT LIEBE WIRD ... von TEMPLETON, KAREN
Mitten im schönsten Geburtstagschaos verlangen seine Töchter Single-Dad Tony alles ab. Jetzt soll er auch noch seine Jugendfreundin Lili treffen. Tony weiß nicht mehr, wo ihm der Kopf steht. Doch als er Lili ansieht, fühlt er sich wie nach dem Sturm im sicheren Hafen ...
ICH HEIRATE EINE FAMILIE von WINN, BONNIE K.
Ihre drei Kleinen sind wohlgeraten - seine drei sind Rüpel! Für Millionär Blake gibt's da nur eins: Ohnehin rettungslos verliebt in die junge Witwe Cassie, holt er sie als Erzieherin zu sich. Cassie sagt Ja, nur auch nicht ohne Hintergedanken. Ein Verwirrspiel beginnt ...
EIN MANN FÜR EIN JAHR von LEONARD, TINA
Niemals, hat Dane geschworen, bindet er sich! Da setzt ihm sein Vater ein Hochzeitsultimatum - und er trifft Suzy Winterstone. Die süße Blondine und ihre Zwillingsmädchen verdrehen Dane so sehr den Kopf, dass er plötzlich die Lösung weiß: eine Ehe auf Zeit!



Bestseller-Autorin Tina Leonard hat über 40 Romane geschrieben und stand schon auf den 'Waldenbooks" und"Bookscan' Bestsellerlisten. Geboren auf einem Militärstützpunkt, lebte sie in vielen verschiedenen Staaten, bevor sie schließlich ihren Mann kennenlernte und heiratete. Sie hat eine blühende Fantasie und liebt Ihre Arbeit, bei der sie am liebsten über charmante Playboys schreibt. Tina liebt Happy Ends - in Romanen und im wirklichen Leben.

1. KAPITEL

Lili Szabo saß in einer stickigen Küche in Neuengland, wo sie nicht zu Hause war, und schälte Kartoffeln in eine Plastikschüssel, die nicht ihr gehörte. So habe ich mir mein Leben nicht vorgestellt, dachte sie missmutig. Verwaist, allein und auf einem spontanen Besuch bei amerikanischen Verwandten, die sie bis auf wenige Ausnahmen nicht kannte oder kaum erinnerte.

„Kommst du zurecht, Liebes?“, rief ihre Tante Magda Vaccaro von der Tür her.

Lili verdrängte ihr Selbstmitleid und lächelte. „Ja. Geh nur zu deinen Gästen, und genieß deine Party. Hier ist alles unter Kontrolle.“

„In diesem Haus? Niemals!“, widersprach Magda entschieden. Sie war ebenso stolz auf ihren ausgeprägten Akzent wie auf ihre blonde Hochfrisur und das theatralische Make-up, das sie noch immer auflegte, obwohl sie Ungarn und dem Zirkusleben vor über vierzig Jahren den Rücken gekehrt hatte. Normalerweise zwängte sie sich in enge Hosen und noch engere Oberteile, doch für diesen Tag hatte sie einen Sari gewählt, der mit schillernden Pailletten bestickt war. Dazu trug sie hochhackige Sandaletten und reichlich funkelnden Schmuck.

Die meisten Menschen verblassten neben ihr. Denn sie verstand es, sich auch ohne Rampenlicht in Szene zu setzen.

Angesichts dieser Extravaganz fühlte Lili sich in ihrem schlichten weißen Sommerkleid doch sehr unscheinbar.

Ihr Onkel Benny kam herein, holte sich ein Appetithäppchen von einer Platte und einen Kuss von Magda.

Lilis Selbstmitleid kehrte prompt zurück. Plötzlich war sie es leid, immer brav, verlässlich und vernünftig zu sein.

„Hat Tony sich schon blicken lassen?“, wollte Benny wissen.

Unwillkürlich horchte sie auf, obwohl der Name in italienischen Familien sehr gängig war und es sich daher nicht unbedingt um den gewissen Tony handeln musste.

„Noch nicht.“ Magda seufzte. „Aber der Junge kommt ja nie pünktlich, seit Marissa gestorben ist. So ein Jammer.“

Also doch.

Allerdings war es höchst unwahrscheinlich, dass der Tony von damals sich nach all den Jahren nicht verändert hatte, zumal er inzwischen Vater von drei kleinen Mädchen und seit knapp einem Jahr Witwer war. Was in aller Welt konnten sie jetzt noch gemeinsam haben?

Was hat euch denn jemals verbunden?

Benny beugte sich über Magda und gab ihr noch einen Kuss, bevor er aus dem Raum schlenderte wie ein Mann, der mit sich und der Welt absolut zufrieden ist.

Lili schälte weiter und dachte, dass Tony nach all der Verspätung vielleicht gar nicht mehr auftauchte.

„Müssen wir unbedingt dahin?“

Tony Vaccaro hatte alle Hände voll zu tun, um seine zweijährige Tochter anzuziehen, die sich kichernd wie ein Aal schlängelte. Er warf einen Blick zu seiner Ältesten, die mit gerunzelter Stirn in der Tür stand. „Ja, das müssen wir“, erwiderte er, obwohl es auch ihm nicht unbedingt zusagte, für den ganzen Clan eine heitere Miene aufzusetzen. Aber es hätte ernste Konsequenzen nach sich gezogen, die Einladung zur alljährlichen Geburtstagsfeie