: Carla van Kaldenkerken
: Supervision und Intervision in der Mediation Einführung - Methoden - Anleitungen
: Wolfgang Metzner Verlag
: 9783943951950
: 1
: CHF 31.70
:
: Recht
: German
: 232
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Praxishandbuch für angehende Mediatoren, praktizierende Mediatoren und Ausbilder für Mediation enthält: - eine Einführung in die Supervision, - eine ausführliche Beschreibung von Ausbildungssupervision, - Informationen über das Verfahren und die Standards guter Fallsupervision, - Empfehlungen für die optimale Einbindung von Supervision in das Ausbildungssystem, - praktische Anleitungen für die professionelle Begleitung von Ausbildungskandidaten bei den ersten eigenen Praxisfällen, - Begriffsklärungen von Supervision, Ausbildungssupervision, Peer-Supervision/Intervision. #13; Das Werk enthält darüber hinaus über dreißig Vorlagen und Anleitun­gen für die professionelle Begleitung von ausgebildeten Mediatoren oder von Ausbildungskandidaten bei den ersten eigenen Praxisfällen. Alle Vorlagen (z.B. Vertragsmuster) stehen auch online zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit diesem Buch legt die Autorin die erste zielgruppenspezifische und praxisorientierte Einführung in die Anwendungsbereiche von Supervision für Mediatoren vor.

Carla van Kaldenkerken ist Sozialpädagogin, Organisationsberaterin, Supervisorin, Mediatorin und in all diesen Berufen seit 30 Jahren auch lehrend tätig. Nach dem Abschluss ihres sozialpädagogischen Studiums (1984) arbeitete Carla van Kaldenkerken bei verschiedenen Institutionen der Erwachsenenbildung und der beruflichen Bildung. Die Gestaltung von Lern- und Entwicklungsprozessen von Menschen, Gruppen, Organisationen und Branchen ist seitdem einer ihrer Schwerpunkte. Der Bildungsarbeit folgte die Beratertätigkeit für Arbeitsmarktpolitik und soziale Unternehmensberatung, bevor sie sich 1990 mit der Beratungsfirma step in Berlin selbständig machte. 1986 - 1988 absolvierte sie ihre Supervisionsausbildung und arbeitet seit 1990 freiberuflich als Supervisorin (DGSv), Organisationsberaterin und seit 1998 als Mediatorin (BM©) und Ausbilderin für Mediation (BM©). Seit 1993 ist sie in vielen DGSv-zertifizierten Supervisionsausbildungen als Lehrsupervisorin tätig. Sie qualifizierte sich fortlaufend weiter und deckt alle berufsbezogenen Beratungsformate ab und bildet Supervisoren, Organisationsberater und Mediatoren aus. Als mehrfach qualifizierte Beraterin beschäftigt sie sich intensiv mit der Indikation, der Auswahl und der Verbindung der verschiedenen berufsbezogenen Beratungsformate und berät interne Organisations- und Personalentwicklungsabteilung n zu Einsatz und Steuerung der unterschiedlichen Formate. Sie berät die Implementierung von Supervisionsprogrammen und zusammen mit Roland Kunkel (step) die Einführung und Umsetzung von Konfliktmanagementsystemen in Unternehmen.

Einleitung


Der Beratungsmarkt boomt. Insbesondere mit Blick auf berufsbezogene Beratung werden verschiedene Formate wie Coaching, Supervision, Mediation, Organisationsberatung und Training immer bekannter und zunehmend genutzt, um die Handlungsfähigkeit von Personen, Gruppen und Organisationen wiederherzustellen und/oder zu steigern. In diesem Zusammenhang stellt sich die Beratungslandschaft insgesamt als unübersichtlich dar – nicht nur für Kunden. So werden die Angebote Coaching, Supervision, Mediation häufig nebeneinander und für ähnliche Anliegen beschrieben und sind für Kunden nicht klar unterschieden, daher häufig verwirrend.

Sowohl für Beratungskunden als auch für die Kooperation der einzelnen Professionen untereinander wäre eine Klarheit über die besonderen Profile der einzelnen Angebote mit ihren spezifischen Leistungen und Kundennutzen wünschenswert. Werden die Grenzen und Rollen verwischt, lernen Ausbildungsteilnehmer in Mediationsweiterbildungen und Mediatoren in Supervisionen unter dem Begriff Supervision zum Teil Beratungsformen kennen, die den fachlichen Ansprüchen der Profession Supervision nicht genügen und die Vorstellung von der Leistung, den Möglichkeiten und dem Nutzen sehr stark reduzieren, wenn nicht sogar verfremden.

Dieses Buch soll einen Beitrag zur Klärung leisten. Als (Lehr-)Supervisorin, Ausbilderin für Mediation und Organisationsberaterin bemühe ich mich seit vielen Jahren um Klarheit in der Beschreibung des Nutzens, der Verfahren sowie der Rollen in den jeweiligen Beratungsformaten und um einen professionellen Einsatz von Supervision im Kontext von Mediation. Die ungeklärte Nachbarschaft der beiden Formate Konfliktmanagement und Supervision bietet mir seit Jahren immer wieder Anlass für Veröffentlichungen und Verbandsaktivitäten als Mitglied sowohl im Bundesverband für Mediation (BM®) als auch in der Deutschen Gesellschaft für Supervision (DGSv). Seit 2004 qualifiziere ich angehende Mediationsausbilder für den Bereich Ausbildungssupervision. Diese Erfahrungen bilden – neben meiner Ausbildertätigkeit in verschiedenen Beratungsformaten sowie der eigenen Forschung und Beratungspraxis – die Grundlage für dieses Buch.

Betrachtet man im Feld der Mediation die Fachveröffentlichungen und Beiträge auf Kongressen und Fachtagungen zum Thema Supervision, wird deutlich, dass Verständnis und Kenntnis von Supervision nicht nur sehr verschieden, sondern auch unvollständig sind. Als »Supervision« kommen in Mediationskontexten Verfahren und Methoden zum Einsatz, die mit dem besonderen Leistungsvermögen fachlich qualifizierter Supervision nur wenig zu tun haben. Sieht man sich die Beschreibungen von Ausbildungsrichtlinien, Ausbildungsausschreibungen, Fachveröffentlichungen und Diskussionen von Ausbildern und Mediatoren eingehender an, so erscheint der unterschiedliche Gebrauch des Begriffs oftmals wie