Von 1974 bis 1977 entwickelte sich Stammheim zum zentralen Ort der Konfrontation zwischen Staat und RAF. Die Terroristen inszenierten die eigenen Haftbedingungen medienwirksam als 'Isolationsfolter', während der Staat ihnen weitreichende Privilegien einräumte, zugleich aber die Gesetze verschärfte. Die Situation eskalierte im Herbst 1977, als sich die prominentesten RAF-Mitglieder mitten im 'Hochsicherheitstrakt' von Stammheim das Leben nahmen.
Sabine Bergstermann, Strategisches Innovations-Zentrum der Bayerischen Polizei |