: Beth Kery
: Seduction 1. Begehre mich Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641197384
: Seduction-Reihe
: 1
: CHF 1.80
:
:
: German
Prickelnde Begegnungen, sehnsüchtige Blicke, heiße Nächte ...

Im Leben der ehrgeizigen Lin hat außer ihrer Karriere und ihrem Chef, für den sie verborgene Gefühle hegt, nicht viel anderes Platz. Sie ist überzeugt, nie einen anderen Mann lieben zu können. Bis eines Tages dessen unverschämt attraktiver Halbbruder Kam vor ihr steht. Und ihr unmissverständlich klarmacht, dass er sie will. Lins Zurückhaltung scheint seinen Ehrgeiz nur noch mehr zu entfachen, und auch ihr fällt es zunehmend schwer, dem charismatischen Raubein Kam zu widerstehen. Lin muss sich entscheiden: Soll sie der Versuchung nachgeben und zum ersten Mal in ihrem Leben alle Vernunft über Bord werfen?

Dieses E-Book ist der erste von vier Teilen von »Seduction«, des nächsten heißen Abenteuers nach »Devotion«, »Temptation« und »Hot Temptation«. Lassen Sie sich verführen von einer Welt voller Erotik, Leidenschaft – und Liebe. Wie es weitergeht, erfahren Sie in »Betöre mich« ...

Die amerikanische Erfolgsautorin Beth Kery liebt Romane – je erotischer, desto besser. Mit ihren E-Book-SerienTemptationHot Temptation undDevotion stürmte sie dieNew-York-Times-Best ellerliste und schrieb sich in die Herzen Tausender begeisterter Leserinnen. MitSeduction erscheint ihr neuestes prickelndes Abenteuer.

KAPITEL EINS

Ein feiner Schweißfilm legte sich über Lin Soongs Gesicht, als sie im Dunst den Bürgersteig entlangeilte. Dieser verdammte Nebel. Weit und breit war kein Taxi mehr zu sehen gewesen, also hatte sie die eineinhalb Kilometer vom Nobel Tower zum Restaurant zu Fuß zurückgelegt. Nach dem langen Arbeitstag und diesem gehetzten Lauf quälten sie nun ihre Füße in den Schuhen mit den hohen Absätzen. Außerdem hatte die Luftfeuchtigkeit ihrer Frisur vermutlich den Rest gegeben. Lin fiel wieder ein, wie sie – sie dürfte zehn oder elf Jahre alt gewesen sein – vor ihrer Großmutter erscheinen musste, die mit einem Kamm und einem Glätteisen wie mit Kriegswaffen vor ihr herumgewedelt hatte.

»Diese Haare hast du von deine Mutter geerbt«, pflegte ihre Großmutter zu sagen und verzog, während sie sich an ihre Ordnungsaufgabe machte, grimmig den Mund. Lin wusste genau, was ihre Großmutter über die potenzielle Gefahr dachte, die von solch widerspenstigen Strähnen ausging, wie sie nun auch bei ihr auftauchten. Glaubte man ihrer Großmutter, so waren Haare etwas, das man, wie alles andere im Leben, schön glatt und glänzend halten sollte.

Lin schob sich durch die Drehtür des Restaurants und hielt im leeren Foyer einen Moment lang inne, um ihren Atem und Puls zu beruhigen. Sie hasste es, nervös zu werden, und das, was ihr nun bevorstand, verlangte weitaus mehr von ihr als die übliche professionelle Souveränität. Lin hatte ihr flatterndes, lockiges Haar wieder gebändigt und mit einem Taschentuch ihr feuchtes Gesicht getrocknet, als sie das elegante und gut besuchte Restaurant schließlich betrat. Im gleichen Augenblick sah sie ihn an der Bar sitzen. Es war unmöglich, ihn zu übersehen. Für ein paar sehr lange Augenblicke starrte sie ihn nur an. Ein seltsames Gefühl aus Beunruhigung und Aufregung machte sich in ihrem Bauch breit.

Warum hat Ian nicht erwähnt, dass ihm sein Halbbruder so ähnlich sieht?

Sie nahm seinen Anblick in sich auf. Er sah sehr gut aus, auch wenn sein finsterer Blick ein wenig abschreckend wirkte. Er trug ein dunkelblaues Hemd, und das feine Braun seiner robusten Wildlederjacke betonte das rotbraune Schimmern seiner Haare. Kam Reardon hatte keine Ahnung – und sie würde es ihm auch nie verraten –, dass sie selbst diese Kleider für ihn ausgesucht hatte. Das gehörte zu Ians Auftrag, der sie gebeten hatte, seinen Halbbruder für Verhandlungen um ein lukratives Geschäft hier in Chicago vorzeigbar zu machen. Für diese Reise in die Vereinigten Staaten hatte Ian auch eine neue Garderobe vorgeschlagen. Widerwillig hatte Kam zugestimmt, allerdings erst, als Ian ihn gekonnt dazu überredet hatte. Bezahlen wollte er hingegen alles selbst. Und es war Lin gewesen, die schlussendlich die Auswahl getroffen und die Kleidungsstücke zum Haus Manoir Aurore nach Frankreich geschickt hatte. Darüber hinaus hatte sie auch neue Möbel, ebenfalls von ihr ausgewählt, nach Aurore liefern lassen – Kams ehemals prächtiges Heim war ziemlich vernachlässigt worden.

Es war ein gutes Gefühl zu sehen, dass er die Kleider auch trug. Ein eindeutiger Beweis dafür, dass sie nach seinem Geschmack waren. Ihre Auswahl der Kleidungsstücke hatte allerdings nicht viel dabei geholfen, Kam optisch in seine Umgebung einzupassen. Er war zu groß für die feingliedrigen Stühle, die an der unglaublich glatten, minimalistischen Bar aufgereiht waren. Vor di