: Nora Roberts
: Sternenfunken Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641189570
: Die Sternen-Trilogie
: 1
: CHF 8.90
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: German
: 480
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wenn das Funkeln der Sterne die Nacht erhellt, wird sich das Schicksal erfüllen ...

Die schöne Annika hat eine ganz besondere Verbindung zum Meer, von dort stammt sie, und dorthin muss sie wieder zurückkehren. Doch vorher hat sie noch einen Auftrag: Zusammen mit fünf anderen Auserwählten muss sie auf die Insel Capri reisen, um ein wichtiges Kleinod vor einem gefährlichen Gegenspieler zu retten. Die abenteuerliche Suche und eine Gefangenschaft bringen Annika dem attraktiven aber geheimnisvollen Sawyer näher. Ihre Zuneigung lässt sich nicht lange verleugnen, doch ihrer Liebe stehen Zweifel und Tabus im Wege. Werden die beiden der Gefahr trotzen und ihre Beziehung retten können?

Nora Roberts wurde 1950 in Maryland geboren. Ihren ersten Roman veröffentlichte sie 1981. Inzwischen zählt sie zu den meistgelesenen Autorinnen der Welt: Ihre Bücher haben eine weltweite Gesamtauflage von über 500 Millionen Exemplaren. Auch in Deutschland erobern ihre Bücher und Hörbücher regelmäßig die Bestsellerlisten. Nora Roberts hat zwei erwachsene Söhne und lebt mit ihrem Ehemann in Maryland.

Unter dem Namen J. D. Robb veröffentlicht Nora Roberts seit Jahren ebenso erfolgreich Kriminalromane.

1

Während eines kurzen Augenblicks, für die Dauer eines Flügelschlags, roch Annika das Meer und hörte den Gesang. Obwohl der salzige Geruch und auch die Stimmen innerhalb des Strudels aus Geschwindigkeit und Farbe fast nicht wahrzunehmen waren, schwoll ihr Herz vor lauter Liebe an.

Dann vernahm sie einen bittersüßen Seufzer und sein Echo, und in ihren Augen stiegen Tränen auf.

In ihrem Herzen paarten sich Glück und Trauer, als sie fiel. Taumelnd drehte sie sich in einer so atemlosen Geschwindigkeit um die eigene Achse, dass sie neben ihrem Glück und ihrer Trauer wilde Aufregung und einen Hauch von Angst empfand.

Das Flattern von Tausenden von Flügeln und der Wind, der ihr entgegenpeitschte, übertönten alle anderen Geräusche, und die hellen Farben, die sie eben noch umgeben hatten, wichen vollkommener Dunkelheit, als sie so plötzlich landete, dass sie vor Schreck die Luft anhielt.

Sie fürchtete, dass sie in einer tiefen, dunklen Höhle voller Spinnen und anderem ekligen Getier gelandet waren, in der etwas noch viel, viel Schlimmeres als Ungeziefer auf der Lauer lag – die schreckliche Nerezza, der sie gerade erst entkommen waren.

Doch dann bemerkte sie die Schatten, die im Licht des Mondes lagen, spürte einen harten Körper unter sich und ein Paar Arme, das sie fest umschlungen hielt, und hätte sich, auch wenn Nerezza sich vielleicht gleich auf sie stürzen würde, liebend gern an das Wesen geschmiegt, dessen Duft sie tief in ihre Lunge einsog.

Sie empfand es als ein Wunder, als ein von den Gottheiten bewirktes Wunder, dass sein Herz so schnell und stark an ihrem Herzen schlug.

Dann bewegte er sich leicht, und eine seiner Hände glitt an ihr hinauf zu ihrem Haar und dann wieder hinab, während die andere warm auf ihrer Hüfte lag.

Jetzt schmiegte sie sich an ihn an.

»Hm.« Er legte ihr die Hände auf die Schultern, aber seine Stimme erklang so dicht an ihrem Herzen, dass sein Atem eine ihrer Brüste kitzelte. »Bist du in Ordnung? Bist du verletzt? Geht es euch allen gut?«

Sie erinnerte sich an die Freundinnen und Freunde – nicht dass sie sie je vergessen hätte, aber nie zuvor in ihrem Leben hatte sie derart intim auf einem Mann gelegen –, doch auf diesem Mann, auf Sawyer, lag sie ausgesprochen gern.

Sie hörte Knurren, Stöhnen, ein paar Flüche, bevor Doyle verärgert »Leck mich« raunzte, was, wie sie inzwischen wusste, keine Einladung zur Paarung, sondern ein beliebter Fluch unter den Menschen war.

Trotzdem war sie nicht besorgt um Doyle, weil er schließlich unsterblich war.

»Ach, halt die Klappe«, meinte Bran, der ein paar Meter weiter lag. »Sind alle da? Ich habe Sasha hier bei mir. Riley?«

»Wahnsinn!«, stieß die junge Frau begeistert aus. »Was für ein Flug!«

»Den du mit deinem Knie in meinen Kronjuwelen beendet hast«, monierte Doyle.

Kronjuwelen, hatte Annika gelernt, waren kein