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Vor dem Haus atmete er tief ein, sog die kühle, feuchte Morgenluft in seine Lunge.
Ein wunderschöner, nebliger Morgen. Wie gemacht für ein Abenteuer.
Er schlenderte die Verandatreppe hinunter und in Richtung Hauptstraße.
Anfangs hatte er noch überlegt, sich heimlich davonzuschleichen, damit ihn die Nachbarn nicht sahen und ihn bei seinen Eltern verpetzten. Er war schnell zu der Einsicht gekommen, dass das sinnlos war. Wenn es ihm gelang, sich für das Rendezvous mit Alison ins Horrorhaus einzuschmuggeln, würden seine Eltern seine Abwesenheit heute Abend sowieso bemerken. Daher auch die Nachricht.
Und daher gab es auch keinen Grund für Heimlichkeiten. Jedenfalls nicht hier und jetzt.
Sie werden mich umbringen, dachte er.
Aber erst nach meiner Nacht mit Alison.
Und wenn irgendwas schiefgeht und ich es nicht ins Horrorhaus schaffe, laufe ich einfach wieder nach Hause und zerreiße die Nachricht. Dann weiß niemand, was ich beinahe getan hätte.
Was auch nicht so schlimm wäre, dachte er.
Nein, das wäreschrecklich! Ichmusseinfach um Mitternacht im Horrorhaus sein.
Auf dem Weg stellte er sich Alisons Überraschung vor, wenn er ihr die Hintertür öffnete.
»Meine Güte!«, würde sie sagen. »Du hast estatsächlichgeschafft!«
Und dann würde sie die Arme um ihn schlingen und ihn voll Bewunderung und Freude an sich drücken.
Er fragte sich, ob das der richtige Zeitpunkt war, um sie zu küssen.
Eher nicht. Man küsst das Mädchen nicht amAnfangdes Dates. Besonders nicht, wenn man vorher noch nie mit ihr unterwegs war. Man muss sich die Dinge entwickeln lassen, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist.
Wir werden stundenlang zusammen sein. Genug Zeit, damit eins zum anderen führt.
Als er die Hauptstraße erreicht hatte, blieb Mark stehen und sah sich zu beiden Seiten um. Nur wenige Autos waren in Sicht, und keins war so nah, als dass er sic