: Eva Woods
: Die Glücksliste Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641176693
: 1
: CHF 2.70
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: Erzählende Literatur
: German
: 512
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
So charmant und witzig wie eine romantische Komödie mit Hugh Grant

Rachel ist passionierte Listenschreiberin, seit sie denken kann. Nichts liebt sie so sehr, wie das Abhaken von To-do-Punkten. Doch hilft auch die beste Liste nicht, wenn man mitten in einer Scheidung steckt und dringend eine neue Bleibe finden muss. Als sie Patrick kennenlernt, der ein Zimmer zu vergeben hat, zieht sie spontan bei dem attraktiven Singlevater ein. Und auch ihre Freundinnen wollen helfen: mit der ultimativen »zurück ins Leben«-Liste. Rachel macht sich ans Werk und kann – mit Patricks Hilfe – bald diverse Häkchen setzen ...

Eva Woods wuchs in Nordirland auf, verließ ihre Heimat nach der Schule jedoch und ging zum Studieren nach Oxford. Nach ihrem Abschluss lebte sie einige Zeit in Frankreich und China, kehrte dann aber nach London zurück, wo sie nun schreibt und Creative Writing unterrichtet. Sie liebt Wein, Popmusik und Urlaub, und sie ist sich sicher, dass Onlinedating das schlechteste Spiel ist, das je erfunden wurde.

1. Kapitel

Zwei Jahre später

Dinge, die an einer Scheidung zum Kotzen sind, Nummer drei: Exakt in dem Moment, in dem dein Leben am Tiefpunkt angelangt ist, und alles, was du brauchst, ein besonders inspirierender Song ist, um dich aus dem Tal der Tränen zu hieven und deine Seele mit Rat und Ansporn zu erquicken, kannst du dieCD nicht finden, die du suchst. Und das nur, weil dein Exmann – dein sehr bald schon Exmann – sie eingepackt hat und du ihn nicht danach fragen kannst, weil du weißt, dass das wahrscheinlich nicht sehr weit oben auf der Liste seiner dringlichsten Angelegenheiten steht. Ich lag bäuchlings auf dem Boden und tastete unter die Regalwand, in der wir früher –früher – unsereCDs aufbewahrten. Wo zum Henker war sie? Warum bitte hätte er dieKT TunstallCD einpacken sollen?KT Bumsstall, wie er sie nannte.

Als meine Freundinnen unter dem Gewicht der Umzugskartons schwankend zurück ins Zimmer kamen, fanden sie mich immer noch auf dem Boden liegend vor, heulend und bei dem Versuch, meine eigene erquickliche Hintergrundmelodie zu summen, während meine Stimme unter Tränen, Staub und dem Zwei-Flaschen-Chardonnay-Kater des Vorabends langsam, aber sicher erstickte.

»Rachel, was ist passiert? Hast du noch eine Socke von ihm gefunden? Hast du dir das Lied eures Hochzeitstanzes angehört?« Emma kam herübergeeilt und drückte auf dem Weg quer durchs Zimmer Cynthia ihren Karton in die Arme.

»Vorsicht, Emma! Da ist der Le-Creuset-Schmortopf drin. Willst du mich zum Krüppel machen?«

»KT …«, brabbelte ich. »Kann sie nicht finden … Brauche das Lied!«

»Welches Lied?«

»Das eine!« In den Untiefen meiner Trauer konnte ich mich nicht mehr an den Titel erinnern. »Das Lied zum Umstyling-Zusammenschnitt ausDer Teufel trägt Prada. Ihr wisst schon, das eine, das so geht – du, du, du-du, du-du-du. Ich brauche es! Damit ich in schickenSchuhen und hübschen Klamotten herumspazierenkann, obwohl meine Chefin gemein zu mir ist. Und dann wird alles gut!«

Emma und Cynthia wechselten einen bedeutungsvollen Blick, dann zog Cynthia ihr iPhone hervor und drückte darauf herum. »Meinst du das hier?«

Suddenly I see begann etwas blechern aus dem Telefon zu plärren.

Ich weinte immer noch. »Das hier ist der Tiefpunkt! Ich muss dieses Lied hören, um mich danach besser zu fühlen und in meinen High Heels herumzustolzieren, versteht ihr?«

»Du trägst doch überhaupt keine High Heels, Süße«, sagte Cynthia sanft. »Du sagst immer, das seien Werkzeuge des patriarchalen Systems zur Unterdrückung der Frau, erinnerst du dich?«

Meine Füße steckten in schlammverkrusteten lila Gummistiefeln, in die ich geschlüpft war, um einige der Pfla