: Christie Golden
: Star Wars™ - Schülerin der dunklen Seite
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641195663
: 1
: CHF 4.50
:
: Science Fiction, Fantasy
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Klug, packend und unvergesslich – einer der besten Star Wars-Romane!

Im Krieg zwischen den Armeen der dunklen Seite der Macht und der Republik um die Kontrolle der Galaxie wird die Taktik des Sith Lords Count Dooku immer brutaler. Trotz der Macht der Jedi und ihrer militärischen Fähigkeiten wächst die Zahl seiner Opfer stetig an. Um ihn endlich zu stoppen, wenden sich die Jedi hilfesuchend an seine ehemalige Schülerin und Kopfgeldjägerin Asajj Ventress, die ihn gemeinsam mit Quinland Voss ins Visier nehmen soll. Asajjs Wunsch nach Rache an ihrem einstigen Meister ist groß, doch selbst für erfahrene Jäger ist Dooku eine gefährliche Beute …

Christie Golden hat bereits mehr als dreißig Romane aus den Genres Fantasy, SF und Horror veröffentlicht und zahlreiche Preise erhalten. Sie gehört zu den Stammautoren von Star Trek und Warcraft.

1. Kapitel

Ashu-Nyamal, Erstgeborene von Ashu und ein Kind des Planeten Mahranee, kauerte sich mit dem Rest ihrer Familie im Frachtraum der republikanischen Fregatte zusammen. Sie und die anderen Flüchtlinge von Mahranee wappneten sich gegen die Explosionen der Schlacht, die außerhalb des Schiffes tobte. Die scharfen, fellbedeckten Ohren der Mahran hörten, wie Klone Befehle gaben und akzeptierten – stets dieselbe Stimme, die aus verschiedenen Mündern drang –, und ihre empfindlichen Nasen rochen die Furcht der Soldaten.

Ein Treffer erschütterte die Fregatte. Einige der Kleinen wimmerten, aber die Erwachsenen demonstrierten weiterhin Ruhe. Rakshu nahm Nyas jüngere Geschwister in die Arme. Die beiden hatten ihre kleinen Ohren flach an den Kopf gelegt, und sie zitterten voller Furcht, während sie sich an den warmen, schlanken Körper ihrer Mutter pressten, aber ihre blauen Schnauzen blieben fest geschlossen. Kein Winseln entfloh ihnen; sie gehörten zu einer stolzen Blutslinie. Einer Blutslinie, die den Mahran schon viele gute Krieger und weise Politiker geschenkt hatte. Nyas Schwester, Teegu, die Zweitgeborene von Ashu, besaß ein Talent dafür, jeden Streit zu schlichten, und Kamu, der Jüngste, war auf dem besten Wege, ein großer Künstler zu werden.

Zumindest war er das gewesen, bis die Separatisten die Hauptstadt von Mahranee zu Staub zerbombt hatten.

Die Mahran hatten einen Hilferuf gesendet, und wie erwartet, hatten die Jedi darauf reagiert. Doch sie waren zu spät gekommen. Die Separatisten wollten die an Rohstoffen reiche Welt unter ihre Kontrolle bringen, und als die Regierung von Mahranee ihnen die Zusammenarbeit verweigerte, hatten sie in ihrem Zorn beschlossen, ihr Ziel auf andere Weise zu erreichen: durch die fast vollständige Ausrottung der Bevölkerung.

Nya ballte die Fäuste. Wenn sie nur einen Blaster hätte! Sie war eine ausgezeichnete Schützin. Falls jemand versuchte, das Schiff zu entern, könnte sie den tapferen Klonen helfen, die gerade ihr Leben riskierten, um die Flüchtlinge zu beschützen. Mehr noch, Nya wünschte sich, sie könnten einen dieser Separatisten-Dreckskerle mit ihrem Stachel aufspießen, auch wenn das natürlich …

Eine weitere Explosion, stärker diesmal. Die Lichter erstarben flackernd und wurden beinahe sofort vom blutroten Schein der Notbeleuchtung ersetzt. Das dunkelgraue Metall der Wände schien sich unheilvoll um sich zusammenzuziehen. Etwas in Nya machte Klick, und bevor sie auch nur registrierte, was sie tat, war sie bereits auf die Beine gesprungen und rannte zu der rechteckigen Tür des Frachtraums hinüber.

»Nya!« Rakshus Stimme klang angespannt. »Man hat uns gesagt, wir sollen hierbleiben!«

Mit funkelnden Augen wirbelte sie herum. »Ich gehe den Pfad des Kriegers, Mutter! Ich kann nicht einfach nur hier herumsitzen und nichts tun. Ich muss versuchen, ihnen zu helfen!«

»Du würdest ihnen nur im Weg …« Rakshu verstummte, als Nya ihrem Blick begegnete, und sie blieb stumm, während Tränen, im blutroten Licht glitzernd, an ihrer Schnauze hinabrannen. Die Mahran waren keine Telepathen, aber Nya wusste, dass ihre Mutter in diesem Moment ihre Gedanken lesen konnte.

Wir sind bereits verloren. Was kann ich d