: James Rollins
: Das Auge Gottes Roman
: Blanvalet
: 9783641194888
: SIGMA Force
: 1
: CHF 8.00
:
: Spannung
: German
: 544
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sie werfen einen Blick in die Zukunft - und sehen nur Tod und Zerstörung! Der 9. Band der Bestsellerreihe Sigma Force!
Der Absturz des Satelliten mitten in der mongolischen Wüste ist schon schlimm genug. Schließlich befindet sich an Bord das Auge Gottes, eine streng geheime experimentelle Kamera. Doch das letzte Bild, das der Satellit an die Basis übertragen hatte, ist noch schrecklicher. Painter Crowe von der SIGMA-Force kann kaum glauben, was er sieht. Auf dem Foto ist genau zu erkennen, dass die gesamte Ostküste der USA in Trümmern liegt! Wenig später kommt es zu einer noch unglaublicheren Entdeckung: Die fotografierte Szene liegt 90 Stunden in der Zukunft! Painter Crowe bleiben weniger als vier Tage, um die Katastrophe zu verhindern ...

Ve passen Sie nicht die weiteren in sich abgeschlossenen Romane der SPIEGEL-Bestsellerreihe über die Topagenten der Sigma Force - zum Beispiel 'Königreich der Knochen' oder 'Auftrag Tartarus'.

Neueste Technologiekenntnisse und fundierte wissenschaftliche Fakten, genial verknüpft mit historischen und mythologischen Themen - all das macht die Abenteuerthriller von James Rollins zum einzigartigen Leseerlebnis. Der passionierte Höhlentaucher James Rollins betreibt eine Praxis für Veterinärmedizin in Sacramento, Kalifornien.

GEGENWART

17. November, 16:33 MEZ
Rom, Italien

ES WAR, ALS hätten sich die Sterne gegen ihn verschworen.

Vermummt zum Schutz gegen die beißende Winterkälte, eilte Monsignore Vigor Verona durch den Schatten auf der Piazza della Pilotta. Trotz des dicken Wollpullovers und des Mantels fröstelte er – nicht wegen der Kälte, sondern weil der Anblick der Stadt ihn mit Furcht erfüllte.

Ein heller Komet stand am Abendhimmel, schwebte über der Kuppel des Petersdoms, dem höchsten Punkt von ganz Rom. Der himmlische Besucher – der hellste seit Jahrhunderten – überstrahlte den soeben aufgegangenen Mond und überdeckte die Sterne mit seinem langen, schimmernden Schweif. Solche Kometen galten in der Vergangenheit häufig als Unheilskünder.

Er hoffte, dass es diesmal anders wäre.

Vigor drückte das Paket fester an seine Brust. Er hatte es nur notdürftig in Packpapier eingeschlagen, doch der Bestimmungsort war nicht weit entfernt. Vor ihm ragte die Fassade der Päpstlichen Universität Gregoriana auf, flankiert von Seitenflügeln und Vorgebäuden. Vigor gehörte zwar weiterhin dem Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie an, hielt aber nur noch selten Gastvorlesungen. Jetzt diente er dem Heiligen Stuhl als Präfekt des Archivio Segreto Vaticano, des Geheimarchivs des Vatikans. Doch das Paket beförderte er nicht in seiner Eigenschaft als Professor oder Präfekt, sondern als Freund.

Das Geschenk eines toten Kollegen.

Er gelangte zum Haupteingang der Universität und schritt durch die Vorhalle aus weißem Marmor. Er unterhielt noch ein Büro an der Universität, denn das war sein gutes Recht. Er kam sogar häufiger hierher, um den großen Buchbestand zu katalogisieren und zu verschlagworten. Die Universität mit ihren über eine Million Bänden konnte es sogar mit der Nationalbibliothek aufnehmen. Untergebracht waren sie in einem angrenzenden sechsstöckigen Gebäude, darunter auch viele alte Texte und seltene Erstausgaben.

Nichts davon aber kam dem Buch gleich, das Vigor bei sich trug – oder dem, was außerdem noch in dem Paket gewesen war. Dies war der Grund, weshalb er den Rat der einzigen Person suchte, der er in Rom wahrhaft vertraute.

Als Vigor die Treppe hochstieg und durch die schmalen Gänge schritt, machten sich seine Knie schmerzhaft bemerkbar. Er war Mitte sechzig und nach jahrzehntelanger archäologischer Feldforschung körperlich noch immer recht fit, doch in den vergangenen Jahren hatte er sich zu lange in den Archiven vergraben, war eingesperrt gewesen hinter Schreibtischen und Bücherstapeln und gefesselt von der Verantwortung.

Bin ich der Aufgabe gewachsen, Herr?

Er musste es schaffen.

Schließlich erreichte Vigor den Fakultätstrakt und erblickte eine bekannte Person, die an seiner Bürotür lehnte. Seine Nichte war ihm zuvorgekommen. Sie musste direkt von der Arbeit hierhergekommen sein. Dunkelblaue Carabiniereuniform, Hose und Jacke mit roten Streifen, silberne Schulterepauletten. Sie war noch keine dreißig und sc