: Kay Ganahl
: Fabian Redys Lesung Fantasy- und Sciencefictionwerke
: Books on Demand
: 9783741254741
: 2
: CHF 4.00
:
: Erzählende Literatur
: German
: 228
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das ist ein Buch mit Werken aus Kay Ganahls Feder und Fantasie, die jahrelang für diese Veröffentlichung gesammelt wurden. Es sind Gedichte, Kurzprosatexte und Short Shorts, eine neue, sehr kurze Form der Kurzgeschichte, aber auch die eine oder andere Erzählung sowie Geschichten und Gespräche. Alle sind der Fantasy und Sciencefiction zuzuordnen. Sie lassen für den Leser neue kleine Welten entstehen! 'Fabian Redy', ein Troll, beginnt mit seiner Begrüßungsansprache eine fiktive literarische Lesung in einem Ambiente, welches den Genres Fantasy und Sciencefiction gemäß ist: ein bisschen bizarr und skurril. So ist eben auch die Figur des 'Fabian Redy'. Er ist 'trolliger' Organisator und Moderator dieser Lesung, an der AutorInnen teilnehmen, deren Namen nicht genannt werden - sie sind es, die 'ihre' Beiträge geneigten Gästen vorlesen, aber nur in Anonymität verharren. Ganahls literarische Werke werden so höchst lebendig präsentiert.

Ganahl über sein Wirken als Literat:"Mit meiner schriftstellerischen Tätigkeit, die zur Veröffentlichung von Büchern und Ebooks geführt hat, leiste ich Beiträge zur Aufhellung des zeitabhängigen gesellschaftlichen Entwicklungshorizonts. Dabei verbinde ich Wissenschaft und Forschung mit der schöngeistigen Literatur. In Gesellschaft und Geist, auch im Alltäglichen finde ich literarische Stoffe. Gerade in Lyrik und Kurzprosa, aber auch in Kurzgeschichte, Erzählung und Roman bin ich zu Hause - schreibe Stücke sowie wissenschaftliche Bücher. Ich thematisiere wissenschaftlich sowie literarisch-schöngeistig viele Probleme des Bürgers, so zum Beispiel die Macht über Menschen."

Die Herren des Blutes in Babydom


Erzählung


Vor dem Schalter

Etwas benommen ging sie zu dem Schalter. Eine im Gesicht auffallend blasse, dunkelhaarige Person vor ihr empfing sie, Daggi, mit einem schadenfrohen Lächeln. Daggi stutzte einen Augenblick lang, blickte zu Boden. Was sollte dieses Lächeln? Es war ungewöhnlich.

Daggi fühlte sich schon seit Stunden unwohl. In dem grell beleuchteten Raum, den sie betreten hatte, steigerte sich ihr Unwohlsein sogar noch.

Draußen hatte man zum allgemeinen Schutz die große Anti-Sonnenhülle über diesen Teil der Innenstadt gezogen.

„Wie schnell wird es gehen?“ so dachte Daggi jetzt, aber sie musste annehmen, dass die blasse Dame nicht allzu schnell sein würde.

Die Geschwindigkeit jeglichen Vorgehens hatte es Daggi sehr angetan. Immer stand sie unter Zeitdruck. Auch heute morgen.

Hinter ihr hatte sich schon eine Schlange mit weiteren Kunden gebildet. Das endlich erfolgte „Guten Morgen!“ Daggis war ziemlich leise ausgefallen.

Die Schalterdame von der Bank guckte Daggi mit einem erstarrten Lächeln leicht fordernd an. Aber die Kundin Daggi reagierte cool, - mit einem ebenso leicht fordernden Blick…

Jedoch jetzt, da Daggi ungeduldig vor der seltsamen Dame stand, vermochte sie das, was die Dame sagte, nicht gut zu verstehen, und deshalb drehte sie sich manchmal für einige Sekunden zur Seite. Schwieg vorerst.

Alsdann blickte sie sich nach der Warteschlange um, die ständig wuchs; da war so ein alter Herr, der ein ähnliches Verständigungsproblem hatte, und welcher, fast verloren aussehend, vor sich hin starrte. Vielleicht wusste e