Die Herren des Blutes in Babydom
Erzählung
Vor dem Schalter
Etwas benommen ging sie zu dem Schalter. Eine im Gesicht auffallend blasse, dunkelhaarige Person vor ihr empfing sie, Daggi, mit einem schadenfrohen Lächeln. Daggi stutzte einen Augenblick lang, blickte zu Boden. Was sollte dieses Lächeln? Es war ungewöhnlich.
Daggi fühlte sich schon seit Stunden unwohl. In dem grell beleuchteten Raum, den sie betreten hatte, steigerte sich ihr Unwohlsein sogar noch.
Draußen hatte man zum allgemeinen Schutz die große Anti-Sonnenhülle über diesen Teil der Innenstadt gezogen.
„Wie schnell wird es gehen?“ so dachte Daggi jetzt, aber sie musste annehmen, dass die blasse Dame nicht allzu schnell sein würde.
Die Geschwindigkeit jeglichen Vorgehens hatte es Daggi sehr angetan. Immer stand sie unter Zeitdruck. Auch heute morgen.
Hinter ihr hatte sich schon eine Schlange mit weiteren Kunden gebildet. Das endlich erfolgte „Guten Morgen!“ Daggis war ziemlich leise ausgefallen.
Die Schalterdame von der Bank guckte Daggi mit einem erstarrten Lächeln leicht fordernd an. Aber die Kundin Daggi reagierte cool, - mit einem ebenso leicht fordernden Blick…
Jedoch jetzt, da Daggi ungeduldig vor der seltsamen Dame stand, vermochte sie das, was die Dame sagte, nicht gut zu verstehen, und deshalb drehte sie sich manchmal für einige Sekunden zur Seite. Schwieg vorerst.
Alsdann blickte sie sich nach der Warteschlange um, die ständig wuchs; da war so ein alter Herr, der ein ähnliches Verständigungsproblem hatte, und welcher, fast verloren aussehend, vor sich hin starrte. Vielleicht wusste e