: Carolin Schairer
: Die Sterne vom Himmel holen
: Ulrike Helmer Verlag
: 9783897419902
: 1
: CHF 11.70
:
: Erzählende Literatur
: German
: 256
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Paulina ringt mit sich und dem Leben. Sie ist Mitte zwanzig und noch immer in der Ausbildung. Da verliert sie obendrein ihren Brotjob im Call-Center und bei der geliebten Oma geht auch noch die Gastherme kaputt. In Omas Wohnung wohnt leider auch Paulina selbst - ein Grund mehr, dringend Geld zu verdienen! In ihrer Not nimmt die junge Frau einen Job als Escort-Girl an. Sex zu verkaufen ist für sie allerdings tabu. Aber warum nicht jemanden gegen Bezahlung zum Essen begleiten? Überraschend ist es eine Frau, die Paulinas Escort-Service in Anspruch nimmt. Paulina sagt den Auftrag mit Erleichterung zu - mit Männern kann sie ohnehin wenig anfangen. Der Mensch, der ihr eines Tages die Sterne vom Himmel holen wird (wie ihre Großmutter immer sagt), wäre jedenfalls kein Mann. Im Moment aber hat sie mit ihrer ewigen Schwermut und bedrückenden Geldproblemen ohnehin andere Sorgen. Die Kundin erwartet sie im Wiener Grand Hotel: Johanna Engel ist gebildet, attraktiv - und körperlich behindert. Aus dem reinen Geschäftstreff wird trotz Paulinas klaren Prinzipien rasch mehr. Doch diese Johanna gibt ihr immer neue Rätsel auf. Warum will die Frau unbedingt weiterhin bezahlen, wo doch ihre Zuneigung offensichtlich ist? Weshalb verhält sie sich bei Intimitäten so merkwürdig? Und was weiß sie über einen tragischen Unfall, dessen dunkler Schatten seit Jahren auf Paulinas Seele liegt?

Die Diplom-Journalistin arbeitete u.a. in der Medienbeobachtung, Markt- und Meinungsforschung und in der PR eines Großunternehmens. Sie lebt in Wien. Seit 2008 erschienen kontinuierlich zehn Romane und Krimis im Helmer Verlag, darunter 'Ellen', 'Die Spitzenkandidatin' und zuletzt 'Vesna'. Im Herbst 2015 folgte der Kriminalroman 'In jener Nacht'.

Vor zehn Jahren


Die Luft in unserer Wohnküche war zum Schneiden dick. Gerade noch hatte ich mit meiner Familie friedlich am Mittagstisch gesessen und mit dem panierten Schnitzel gekämpft, das mir Mama unbarmherzig auf den Teller schob, obwohl ich ihr am Vorabend erklärt hatte, dass ich ab sofort Vegetarierin sei. Mama ließ das unbeeindruckt wie so vieles, was mir wichtig war. Jetzt lag mir nicht nur das Schnitzel im Magen, sondern auch die Tatsache, dass sie schon wieder Theater machte.

»Du hast morgen Latein-Schulaufgaben und übermorgen Probe für das Schulkonzert, und du hast bisher keinen Strich getan – weder für das eine noch für das a