12. CHARLOTTE
So was kann auch wirklich nur mir passieren. Da lasse ich mich vollkommen verrückt machen von nebenbei eingestreuten Bemerkungen der Walkerinnen zu meinem Liebesleben!
Und wahrscheinlich war auch Familie Schlorgel ein bisschen mit schuld. Wie kann man denn seinen Haushalt derart verkommen lassen? Sigrid hatte tatsächlich recht. Bei denen sieht es aus, als stünden sie kurz vor der Haushaltsauflösung. Durch den Flur musste ich mich seitlich schieben, weil sich an den Wänden Kartons und Tüten stapeln.
»Sieht heute ein bisschen wild aus, Frau Recht«, sagte Frau Schlorgel, als ich mich im Wohnzimmer umsah, wo alle nur erdenklichen Ablageflächen zugebaut waren. Dass es sich aber nicht um einen akuten Ausnahmezustand handelte, konnte ich daran erkennen, dass ganz oben auf dem Stapel, den ich von dem als Sitzplatz angebotenen Sessel räumen musste, eine Zeitung von vergangenem Dezember lag.
Was dann folgte, war ein für mich ausgesprochen unangenehmes Gespräch. Ich musste der guten Frau sagen, dass wir ihnen leider keinen neuen Pflegehund zuteilen können, solange sich die Wohnung in diesem chaotischen Zustand befindet.
Zu meinem Erstaunen schien