: Barbara-Katharina Beck
: Tatort Naturpark Südschwarzwald Kurzgeschichten - wildromantisch - kriminell
: Books on Demand
: 9783739287133
: 2
: CHF 4.50
:
: Erzählende Literatur
: German
: 168
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Der Naturpark Südschwarzwald wird zum wildromantischen Tatort. Das Schicksal lauert, wo die Schönheit des Schwarzwaldes besonders zur Geltung kommt. Zwischen magmatischem Tiefengestein und märchenhafter Kulisse kennt Kriminalität keine Altersgrenze. Durch Zufall verunfallen Opfer. Täter werden zu Opfern und Opfer zu Tätern. Wie das passieren kann? Im Naturpark herrschen eben doch andere Gesetze. 10 Krimi-Kurzgeschichten im Naturpark Südschwarzwald mit Erste-Hilfe- und Freizeit-Tipps.

Die Autorin verbrachte eine erlebnisreiche und prägende Kindheit im wunderschönen Naturpark Südschwarzwald. Mit 8 Jahren durfte sie die ersten Speisekarten für den Gastronomiebetrieb ihrer Eltern auf der Schreibmaschine ihrer Mutter schreiben. Ihr Großvater schenkte ihr schließlich zum 10. Geburtstag eine eigene Schreibmaschine, eine alte Torpedo 20, auf der sie täglich schrieb. Die Liebe zum Schreiben ist ihr bis heute geblieben. Nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Journalismus-Studium begann Barbara-Katharina Beck als freischaffende Autorin, sich der Literatur zu widmen.

Todesfalle Luxussauna


Er war ein Drecksack, ein richtiger, ein ganz mieser Typ. Im böse sein war er der Beste, da kam lange niemand an ihn heran. In seinem schwarzen Anzug konnte er der gemeinste aller Gemeinen sein. Ein Tyrann, ein Mensch, vor dem sich seine Angestellten fürchten sollten. All die Weicheier, die Taugenichtse, die Warmduscher und Angsthasen, all denjenigen würde er auf ewig das Fürchten lehren – zumindest solange sie unter ihm arbeiten durften.

Er stand vor dem Spiegel, die Krawatte konnte nicht eng genug an seinem dicken, kurzen Hals anliegen, er wollte ein leichtes Gefühl der Atemnot spüren, nur dann war er in der Stimmung so richtig gereizt und gemein zu sein. Ja er war schon ein Sack der besonderen Art. Zum Glück gab es keinen Betriebsrat, der die Ratten schützte – so konnte er noch viel gemeiner zu ihnen sein. Immer wenn er gefragt wurde, wie viele in seinem Geschäft arbeiteten, antwortete er: „Die Hälfte“, lehnte sich zurück und erfreute sich seiner Worte.

Diesen Eindruck vermittelte er auch täglich, rund um die Uhr seinen Angestellten. Die konnten nicht oft genug daran erinnert werden, dass sie nur die Hälfte arbeiteten, seiner Meinung nach. In seinem Büro hing das Schild: „Ich bin der Größte“, diesen Leitspruch lebte er und da großartige Firmen mit noch großartigeren Anführern begannen, war er definitiv der großartig