: John Jackson Miller
: Star Wars™ - Eine neue Dämmerung
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641190767
: 1
: CHF 5.40
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: Fantasy
: German
: 544
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Tausende Generationen lang haben die Jedi-Ritter Ruhe und Ordnung in die Galaktische Republik gebracht. Doch sie wurden verraten – und die gesamte Galaxie musste einen hohen Preis dafür bezahlen. Nun hat Imperator Palpatine seine eigenen Vorstellungen durchgesetzt. Frieden durch brutale Unterdrückung, und Ordnung durch totale Kontrolle. Während der eiserne Griff des Imperators immer enger wird, haben andere bereits begonnen, seine Mittel und Motive zu hinterfragen. Und wieder andere, deren Leben durch Palpatines Machenschaften zerstört wurde, liegen bereits auf der Lauer, bereit, jederzeit anzugreifen …

John Jackson Miller, geboren 1968, ist ein US-amerikanischer Autor und Publizist. Da er seit jeher selbst Comics sammelte, machte er sein Hobby zum Beruf und arbeitete als Redakteur bei einem Comicmagazin. Später veröffentlichte er auch eigene Comics. Von Miller stammt die Comicadaption des Films Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Inzwischen hat er sich auch als Autor von diversen Star-Wars-Romanen einen Namen gemacht.

Jahre zuvor …

»Ab nach Hause«, sagte Obi-Wan Kenobi.

Der Jedi-Meister warf einen vielsagenden Blick auf das Bedienfeld mit den blinkenden Lichtern zu seiner Rechten – und wandte sich dann wieder den aufmerksamen Schülern zu. Der Gang zwischen den turmhohen Computerreihen in der zentralen Sicherheitsstation war für Wartungsarbeiten durch ein paar Techniker bemessen, nicht für die Unterrichtung einer ganzen Horde junger Jedi. Trotzdem fanden sie alle Platz, in der Gegenwart ihres Lehrmeisters ängstlich darauf bedacht, einander nicht zu schubsen oder anzurempeln.

»Das ist die Bedeutung dieses Signals«, erklärte der bärtige Mann und drehte sich wieder zu der Konsole um. Reihen blauer Lichter funkelten in einem Meer grüner Anzeigen. Er legte einen Schalter um. »Ihr könnt es hier im Jedi-Tempel nicht hören oder sehen. Aber abseits von Coruscant, auf allen anderen Planeten in der Galaxis, würden die Mitglieder unseres Ordens nun die Nachricht erhalten:Kehrt sofort nach Hause zurück.«

Der junge Caleb Dume saß zusammen mit seinen Klassenkameraden auf dem Boden und hörte zu – aber nicht sonderlich aufmerksam. Seine Gedanken schweiften ab, wie so oft, wenn er sich vorzustellen versuchte, irgendwo in fernen Welten unterwegs zu sein.

Noch war er nur ein mageres, drahtiges Bürschchen – mit rötlicher Haut, blauen Augen und schwarzem Wuschelhaar. Er war noch keinem Mentor als Schüler zugewiesen. Aber eines Tages würde erdort draußen sein und zusammen mit seinem Meister in ferne, exotische Welten reisen. Sie würden den Bürgern der Galaktischen Republik Frieden und Ordnung bringen und das Böse besiegen, wo immer sie ihm begegneten.

Vor seinem geistigen Auge sah er sich selbst als Jedi-Ritter, wie er an der Seite der Klonkrieger der Republik gegen die feindlichen Separatisten kämpfte. Gewiss, Palpatine, der Kanzler der Republik, hatte versprochen, den Krieg bald zu beenden, aber niemand konnte so unhöflich sein, die Kämpfe beizulegen, ehe nicht auch Caleb seine Chance bekommen hatte.

Darüber hinaus wagte er zu hoffen, selbst einmal ein Jedi-Meister wie Obi-Wan zu werden und Ruhm und Ansehen als einer der weisesten Weisen des Ordens zu gewinnen. Dann würde erwirklich echte Großtaten vollbringen. Er würde gegen die Sith in den Kampf ziehen, das legendäre böse Gegenstück zu den Jedi.

Freilich hatte man von den Sith seit tausend Jahren nichts mehr gesehen und gehört,