: Diana Hamilton, Carole Mortimer, Robyn Donald
: Julia Exklusiv Band 257
: Cora Verlag
: 9783733703622
: Julia Exklusiv
: 1
: CHF 4.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB

HEIßE NÄCHTE IM STRANDHAUS von HAMILTON, DIANA
Auf Ischia lernt Francesco die hübsche Engländerin Anna kennen. Es funkt gewaltig, und beide haben eine leidenschaftliche Affäre - bis Annas Urlaub vorüber ist. Sieben Monate später reist Francesco ihr nach und ist schockiert: Plötzlich zeigt Anna ihm die kalte Schulter!
KEINE ANGST VOR DIESER LIEBE von DONALD, ROBYN
Lecias Herz pocht wie verrückt. Nie zuvor hat ein Mann solche Gefühle in ihr geweckt! Keane scheint perfekt. Aber dann belauscht Lecia ein Gespräch zwischen Keane und seiner Ex und beginnt zu zweifeln. Ist Keane wirklich ihr Traummann oder ein skrupelloser Schürzenjäger?
MASKENBALL DES GLÜCKS von MORTIMER, CAROLE
Heftig flirtet der als Pirat verkleidete Niccolo D'Alessandro mit der maskierten Daniella. Doch nachdem sie miteinander geschlafen haben, verschwindet sie ohne ein Wort! Sofort setzt Niccolo alles daran, die geheimnisvolle Lady zu finden, denn sie hat sein Herz gestohlen ...



<p>Diana Hamilton gehört zu den populären britischen Autorinnen für Liebesromane. Seit 1986 wurden über 50 Romane von ihr veröffentlicht. Bereits als Kind trainierte Diana Hamilton ihre Fantasie. Gern wäre das Stadtkind auf dem Land geboren, deshalb verwandelte sie den Baum im Garten des Nachbarn in einen Wald, aus einem Mauerloch wurde ein Hexenhäuschen. Eine Benzinpfütze stellte sie sich als Feenland mit Blumenwiesen, Bergen und Seen vor. Um die verhassten Tätigkeiten im Haushalt angenehmer zu gestalten, erfand sie Geschichten, damit die Zeit schneller verging. Ihre erfundenen Märchen von Prinzessinnen in Rosengärten erzählte sie laut, da sie fand, dass das Erzählen genauso schön war, wie das Lesen der Geschichten in Büchern. Neben der Hausarbeit hasste sie auch die Schule. Obwohl sie die Tage nur durch ihre Träume überstand, sie träumte woanders zu sein, erhielt sie einen guten Abschluss: Eigentlich wollte sie Tierärztin werden, fand sich aber auf einer Kunstschule wieder. Dort begegnete sie ihrem späteren Ehemann Peter, der nach seiner Rückkehr aus dem Korea-Krieg sein Studium wieder aufnahm. Es war Liebe auf den ersten Blick. Sie machte einen Abschluss als Werbetexterin, erhielt einen Job und heiratete. Als sie nach Wales zogen, entdeckte Diana Hamilton ihre Vorliebe für das Bergwandern und Ponytrekking. Vier Jahre später kam die Familie auf einer Wanderung in die Grafschaft Shropshire, sie verliebten sich in die wunderschöne Landschaft. Seitdem wohnen sie dort in einem Herrenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Das Haus wurde renoviert und aus einer Wildnis mit Dornenhecken und Brennnesseln entstand ein wunderschöner Garten. Mitte der 1970er Jahre schrieb Diana Hamilton erstmals die Gute-Nacht-Geschichten auf, die sie ihren Kindern erzählte. Sie dachte nie an eine Veröffentlichung ihrer Kurzgeschichten, aber sie schrieb gern. Über 30 Romane brachte sie in den nächsten zehn Jahren zu Papier, sie wurden von Robert Hale, London veröffentlicht. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin zog sie ihre Kinder groß, verschönerte den Garten und kochte für ein Gasthaus im Dorf. Durch diese Arbeiten hatte sie keine Zeit für die gehasste Hausarbeit. Ihr größter Wunsch, eine Veröffentlichung bei Mills& Boon / Harlequin wurde im Jahr 1987 erfüllt, seitdem schrieb sie mehr als 30 Romane für diesen Verlag. Endlich war Diana Hamilton als Autorin angekommen und dieses gute Gefühl wollte sie behalten: Geboren wurde Diana Hamilton in England, sie starb im Mai 2009 in ...

1. KAPITEL

Es dunkelte bereits, als Francesco Mastroianni an diesem kalten Märzabend mit finster zusammengezogenen Augenbrauen seinem Ziel entgegenfuhr. Der Regen, der gegen die Windschutzscheibe des leise schnurrenden Ferraris prasselte, trug dazu bei, dass sich seine ohnehin schlechte Laune noch weiter verschlechterte.

Ausgerechnet in diesen ländlichen Teil von Gloucestershire zurückzukehren war wahrlich nicht einfach für ihn. Denn hier lauerten viel zu viele unangenehme Erinnerungen. Trotzdem hatte er es nicht über sich gebracht, sich eine Ausrede einfallen zu lassen. Er mochte seine Cousine Silvana einfach viel zu gern, um sie zu enttäuschen und ihre Einladung übers Wochenende abzulehnen.

Das Problem war nur, dass sich Silvana und ihr Mann Guy kürzlich ein frisch renoviertes Herrenhaus in einer Grafschaft gekauft hatten. Und den Namen dieser Grafschaft konnte Francesco einfach nicht hören, ohne dass ihm ein kalter Schauer über den Rücken lief.

So etwas wollte er nicht noch einmal erleben.

Per l’amor del cielo, die Liebe trägt dich in den Himmel – vergiss es, befahl er sich zähneknirschend. Die Lektion war schmerzhaft gewesen, aber er hatte sie gelernt.

Seit ihm bewusst geworden war, was für ein starker Magnet der Reichtum seiner Familie war, misstraute Francesco dem weiblichen Geschlecht. Einige deprimierende Erfahrungen hatte er bereits in seinen späten Teenagerjahren machen müssen. Und deshalb fiel es ihm jetzt nicht ganz leicht zuzugeben, dass er nach so langer Zeit tatsächlich wieder einer Frau auf den Leim gegangen war. Aber es gab nichts daran zu rütteln: Sie hatte ihm dermaßen den Kopf verdreht, dass er sich allen Ernstes eingebildet hatte, am Ende doch noch die große Liebe gefunden zu haben.

Seine süße Anna … In zynischer Verachtung verzog er den Mund.

Wenn nicht sie, wer dann? Die Erinnerung schmerzte.

Sie hatte ihm Sand in die Augen gestreut – Ende. Mehr war dazu nicht zu sagen.

Sie war genauso schlimm wie alle anderen, schlimmer sogar. Das war schon eine reife Leistung gewesen, wie sie die Ahnungslose gespielt hatte. Er hatte sich auf Ischia als armer Schlucker ausgegeben, eine Rolle, die sie ihm vermeintlich abgenommen hatte. Völlig hin und weg war er von der schönen, sanften Anna gewesen und hatte sich der süßen Illusion hingegeben, dass sie sich in ihn undnur in ihn verliebt hatte. Es musste so sein, da sie von seinem Geld ja nichts wusste.

So konnte man sich irren.

Wütend stieß Francesco einen leisen, aber unmissverständlichen Fluch aus, während er vom Gas ging, um an der Kreuzung durch den dichten Regenvorhang das Straßenschild entziffern zu können.

Links führte die Straße zum neuen Domizil seiner Cousine und rechter Hand lag das Zuhause seiner süßen kleinen Anna. Ryland. Der Name hatte sich unauslöschlich in seine Erinnerung eingebrannt.

Fast zwanghaft ließ er seinen letzten Besuch in der Gegend wieder und wieder vor seinem geistigen Auge Revue passieren.

„Komm einfach her, ich sag meinen Eltern Bescheid und bitte sie, ein Bett für dich zu beziehen. Du bleibst doch über Nacht, oder?“ Sie hatte atemlos geklungen, als er sie von London aus angerufen hatte, um ihr seinen Besuch anzukündigen. „Zu dumm, dass ich heute Abend arbeiten muss, ich komme erst gegen zehn zurück. So ein Jammer!“ Dann hatte sie einen herzzerreißenden Seufzer ausgestoßen, bevor sie fortfuhr: „Aber es geht nicht anders … leider. Oh, Francesco, ich kann es gar nicht erwarten, dich endlich wiederzusehen.“

Nachdem er aufgelegt hatte, schaute er sich in seinem mit funkelndem Glas und Chrom ausgestatteten Londoner Büro um und grinste trocken. Für diese Verabredung mit ihr hatte er drei Termine absagen müssen. Aber das wusste sie natürlich nicht. Wie auch? Sie hatte nicht die geringste Ahnung, dass er von seinen Büros in Rom, Brüssel, New York und Sydney aus das weltweite Mastroianni-Imperium leitete, das wie ein gut geöltes Uhrwerk funktionierte.

Und dann hatte er das Büro verlassen, sich auf den Weg gemacht. Mit einem Heiratsantrag auf der Zunge. Und einem Ring, der selbst einer Königin gut zu Gesicht gestanden hätte, in der Brusttasche seines grauen Maßanzugs. Erst als er schon unterwegs nach Ryland gewesen war, war ihm klar geworden, dass das stundenlange Warten unerträglich sein würde. Andererseits war es eine gute Gelegenheit, ihre Eltern kennenzulernen.

Als er ankam, wurde er bereits von ihrem Vater erwartet. Ein hochgewachsener, in abgeschabten Tweed gehüllter Mann stürmte wie ein ungestümer, zu groß geratener Welpe die Außentreppe hinunter, so schnell, dass Francesco kaum Zeit blieb, das aus für die Gegend typischem goldfarbenen Stein erbaute Haus aus dem siebzehnten Jahrhundert genauer in Augenschein zu nehmen. Deshalb entging ihm wahrscheinlich auch, in welch schäbigem Zustand es sich befand.

„Na so was, dann sind Sie es also tatsächlich! Der neue Verehrer meiner Kleinen!“ Der ältere Mann schüttelte ihm nun beherzt die Hand. „Herzlich willkommen im Haus unserer Vorfahren! Anna hat uns schon viel von Ihnen erzählt.“

Anschließend wurde Francesco durch eine riesige Empfangshalle geführt, in der nur ein einziger Stuhl sein armseliges Dasein fristete. Nachdem sie in einem kleinen Salon mit zwei fadenscheinigen Sofas und einem ramponierten Couchtisch angelangt waren, musste er die schäbigste Bettelei über sich ergehen lassen, die er je erlebt hatte.

„Ich dachte mir, ich