: Susan Andersen
: Rosarot in Seattle
: MIRA Taschenbuch
: 9783862782727
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 320
: DRM/Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF/ePUB

Detective Jason de Sanges ist viel zu streng, findet die freche Künstlerin Poppy Calloway. Deshalb passen sie ungefähr so gut zusammen wie Öl- und Wasserfarbe. Nämlich gar nicht! Bis ausgerechnet dieser unbeugsame, aber unbestritten sexy Gesetzeshüter ein Projekt überwacht, das Poppy mit drei verurteilten Sprayern durchführt. Liegt es am Funkeln in Jasons Augen? Am Knistern in der Luft? Am Prickeln unter der Haut? Jedenfalls würde Poppy sich am liebsten eine Dose schnappen und ein fettes rosarotes Herz an die nächste Mauer sprühen! Mit zwei Buchstaben: J& P! Ob Jason dann immer noch nur an Recht und Ordnung denkt - oder sie endlich küsst?



<p>Die New York Times-Bestsellerautorin Susan Andersen wuchs in Seattle auf. Sie hat zwei ältere Brüder, die ihr früh zeigten, wie Männer ticken. Noch heute profitiert sie davon, wenn sie ihre männlichen Protagonisten beschreibt und in witzige Dialoge verstrickt. Mit großem Erfolg: Regelmäßig klettern ihre Romane auf die Bestsellerlisten. Susan Andersen hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit ihrem Mann an der amerikanischen Pazifikküste.</p>

1. KAPITEL


Von allen Räumen in allen Sporthallen in ganz Seattle musste er ausgerechnet in diesen reinspazieren?

Was zum Teufel hat erhier zu suchen?
Poppy bemühte sich, ihr Gespräch mit dem Inhaber vom Ace Eisenwarenladen fortzuführen. Doch der Mann neigte dazu, äußerst eintönig zu sprechen, was die Sache nicht gerade erleichterte. Außerdem schlängelte der Neuankömmling sich durch die Menschenmenge, als ob die Sporthalle ihm gehörte. Ihr Blick wanderte immer wieder zu ihm. Daswar doch de Sanges, oder nicht?

Angestrengt unterdrückte sie ein Zischen, das hinten in ihrem Hals kitzelte. Denn dies war der letzte Ort, an dem sie ihn erwartet hätte – aber natürlich war er es.

Wenn sie allerdings an ihr bisher einziges Aufeinandertreffen dachte, fand sie es durchaus verständlich, dass sie versuchte sich einzureden, ihn nicht zu erkennen.

In Wahrheit aber hatte ein Blick gereicht, um den großen, schlanken, muskulösen Körper wiederzuerkennen. Sie hatte sich diese knochige Nase eingeprägt, die scharfen Wangenknochen und das kohlrabenschwarze Haar. Kannte die langen Finger und die olivbraune Haut.

Und.

Oh.

Mein.

Gott!

Besonders gut erinnerte Poppy sich an die dunklen kühlen Augen. Genau diese Augen hatte sie letzten Herbst, als sie sich in Miss A.’s Salon direkt gegenüberstanden, ein paar Sekunden lang erregt aufglühen sehen.

Halt! Entschlossen schob sie die Gedanken zur Seite.Fang nicht einmal damit an, Mädchen. Okay, vielleicht war er Detective Scheich, wie Janie ihn nannte. Na und. Doch ihr Gesicht wurde heiß und ihr Mund trocken, und sie musste sich äußerst zusammenreißen, um nicht zu erschaudern. Damals hatte Ava befürchtet, dass Poppy und de Sanges – ein Mann, den keine von ihnen vor diesem Nachmittag je gesehen hatte – direkt im Salon übereinander herfallen würden.

Ihre Freundin hatte recht gehabt. Noch nie im Leben hatte Poppy eine so irrationale Anziehungskraft verspürt wie bei der Begegnung mit dem großen dunklen Polizisten.

„Nun scheinen alle hier zu sein“, sagte Garret Johnson, der Vorsitzende der Einzelhandelsvereinigung, über das Geplapper im Konferenzraum hinweg. „Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein, dann können wir anfangen.“

Sie stieß einen erleichterten Seufzer aus, weil sie aus ihrer Erinnerung gerissen wurde. Aus den Augenwinkeln beobachtete sie, wie de Sanges einen Stuhl an den rechteckigen Tisch heranzog. Poppy wählte einen Platz am anderen Ende. Noch besser wäre es gewesen, wenn sie sich einen Platz auf derselben Seite hätte sichern können. Doch Penny, die Besitzerin von Slice of Heaven Pies, schnappte ihr den letzten Stuhl auf de Sanges’ Seite weg.Tja, zu blöd, wirklich schade.

„Okay, wie alle wissen, sind wir hier, um zu entscheiden, was wir mit den drei Jungs machen, die beimTaggen unserer Geschäfte erwischt wurden, wie man das in der Graffiti-Szene nennt“, begann der Vorsitzende, kaum dass das letzte Gespräch verst