: Susan Andersen
: Lady Sunshine und Mister Moon
: MIRA Taschenbuch
: 9783862782369
: Showgirls
: 1
: CHF 6.20
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 384
: DRM/Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF/ePUB

Showtime in Las Vegas! Eine sexy romantische Komödie von Bestsellerautorin Susan Andersen.
Sie sind wie Hund und Katze: die quirlige Revuetänzerin Carly Jacobsen und der nüchterne Security Guard Wolf Jones. Sie ist für ihn das leichte Showgirl mit den knallig roten Fingernägeln. Er für sie der humorlose Langweiler. Dabei entgeht keinem von beiden, dass es zwischen ihnen dennoch mächtig knistert. Und weil in Las Vegas niemand gern allein schläft, kommt es zu einem Deal: Sex ist okay, Gefühle verboten. Als Wolf aber seinen Umzug ankündigt und Carly von einem Stalker verfolgt wird, wendet sich das Blatt.



<p>Die New York Times-Bestsellerautorin Susan Andersen wuchs in Seattle auf. Sie hat zwei ältere Brüder, die ihr früh zeigten, wie Männer ticken. Noch heute profitiert sie davon, wenn sie ihre männlichen Protagonisten beschreibt und in witzige Dialoge verstrickt. Mit großem Erfolg: Regelmäßig klettern ihre Romane auf die Bestsellerlisten. Susan Andersen hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit ihrem Mann an der amerikanischen Pazifikküste.</p>

2. KAPITEL


Carly schielte durch ein Meer von Beinen nach dem Mann, der sich näherte. Um ehrlich zu sein, sprach Jones ohne den geringsten Akzent. Dennoch irritierte sie die Präzision, mit der er seine Worte formulierte. Das legte den Verdacht nahe, dass seine Gedanken ihm möglicherweise nicht auf Englisch durch den Kopf schossen.

Wenn sie sich nicht schon so darauf hätte konzentrieren müssen, nicht kläglich zu maunzen wie ein nasses Kätzchen, hätte sie sicher vor Wut geschnaubt. Bitte! Der NameWolfgang sagte doch schon alles, oder nicht?

Er bahnte sich seinen Weg durch die Menge. Er war groß, er war blond und er war durchtrainiert. Und er schaffte es, sie schon allein damit über die Maßen zu verwirren, dass er dieselbe Luft atmete wie sie. Außerdem war dieser Mann dafür verantwortlich, dass sie sich riesige Sorgen um Rufus machte. Aber jetzt biss sie erst mal die Zähne zusammen – sie wusste schließlich, was das Avventurato von seinen Angestellten erwartete. Und es gelang ihr, den Schmerzenslaut, der ihr schon beinahe entschlüpft war, noch einmal zurückzuhalten.

Manchmal, dachte sie, war es ganz schön anstrengend, das Hotelkasino zu vertreten.

Dem Ausdruck in Jones Augen nach zu urteilen, war er ebenfalls nicht sehr glücklich darüber, sie zu sehen. Nachdem er sich durch die Menge gekämpft hatte, blickte er die Menschen, die Carly umringten, mit ernster Miene an.

„Geht wieder zurück auf eure Plätze, Leute“, sagte er mit seiner üblichen strengen und durchaus überheblichen Art, die allerdings keinen Widerspruch erlaubte. „Ich werde mich um alles kümmern.“ Dann wandte er ihnen den Rücken zu und ging in seinem makellosen blauen Anzug, dem dunklen Baumwollhemd und der perlgrauen Krawatte vor ihr in die Hocke. Dabei schien er nicht im Geringsten daran zu zweifeln, dass die Touristen taten, was er ihnen gesagt hatte.

Und sie gehorchten ihm unbegreiflicherweise tatsächlich. Himmel, dieser Mann irritierte Carly wirklich sehr.

Im Kasino genoss er den Ruf, jemand zu sein, der die Dinge in die Hand nahm. Carly jedoch war eigentlich der Meinung, dass Jones überhaupt keine versöhnlichen Eigenschaften besaß. Wenn er sich jedoch nur halb so sehr auf seine Arbeit konzentrierte wie darauf, ihr den Schuh vom Fuß zu streifen, dann stand er seinem Ruf in nichts nach. Das musste sie ihm zugestehen.

Trotzdem: Er war und blieb ein Hundehasser, ein Schwachkopf, dem sie keinen Millimeter über den Weg traute. Auf die Ellbogen gestützt, beobachtete sie ihn skeptisch, um sicherzugehen, dass er keine Experimente mit ihrem Knöchel anstellte. Nicht dass ihr Fuß nachher noch mehr wehtat als jetzt.

Wie schon der gepiercte junge Mann mit dem Gothic-Make-up festgestellt hatte, war die infrage kommende Region geschwollen. Doch verglichen mit Wolfgangs Hand, die vorsichtig über ihre Ferse und Wade strich, um die Verletzung abzutasten, fühlte sich ihre warme Haut beinahe kühl an. Die Hitze seiner Berührung überraschte sie. Wer hätte denn auch geahnt, dass s