: Marianne Grobner
: Lust auf Führung FührungsKRAFT entwickeln
: Kreutzfeldt digital
: 9783866235557
: 2
: CHF 28.90
:
: Management
: German
: 298
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Mutmacher zu kraftvoller und wertorientierter Führung: 'Lust auf Führung' zeigt den Lesern auf leicht verständliche Art, wie sie ihre FührungsKRAFT, die sie bereits besitzen, ausbauen können: Das Buch regt an, die eigenen Führungsprinzipien und Grundhaltungen zu erforschen und in Frage zu stellen. Es macht Mut, die eigenen Werte authentisch zu vertreten, bietet einen umfassenden Einblick in Führungsinstrumente und stellt nützliche Tools vor. Ein ideales Buch für Menschen, die bereit sind, als Führungskraft Verantwortung in Organisationen zu übernehmen und 'in Führung zu gehen'. Die Autorin arbeitet seit über 30 Jahren als Beraterin und war Geschäftsführerin des Management Center Vorarlberg. Sie ist zertifizierte Unternehmensberaterin (CMC) und wurde fünfmal mit dem Constantinus Beraterpreis ausgezeichnet. Sie leitet das von ihr gegründete Unternehmen Grobner Consulting, ist zertifizierte Aufsichtsrätin (CSE) und Hochschullehrerin an der FH Vorarlberg.

Dr. Marianne Grobner arbeitet seit über 30 Jahren als Beraterin und war Geschäftsführerin des Management Center Vorarlberg. Sie ist zertifizierte Unternehmensberaterin (CMC) und wurde fünfmal mit dem Constantinus Beraterpreis ausgezeichnet. Sie leitet das von ihr gegründete Unternehmen Grobner Consulting, ist zertifizierte Aufsichtsrätin (CSE) und Hochschullehrerin an der FH Vorarlberg.

I. Führen


Wo immer Menschen zusammen leben oder arbeiten, beeinflussen sie einander in ihrem Handeln. Das ist Führung. Sie findet zwischen Menschen statt. Wenn Eltern ihre Kinder anhalten, ihr Zimmer aufzuräumen oder ihre Hausaufgaben zu erledigen, übernehmen sie Führung: Sie beeinflussen das Verhalten ihrer Kinder. Wenn das kleine Kind an der Supermarktkasse quengelt und schreit, bis die Mutter entnervt das Überraschungs-Ei auf das Band legt, übernimmt es Führung: Es beeinflusst das Verhalten der Mutter. Wenn der Werksleiter seine Mitarbeiter dazu bringt, für den Großauftrag eine zusätzliche Schicht zu fahren, übernimmt er Führung: Er beeinflusst das Verhalten seiner Mitarbeiter.

 

Führung findet sich immer in der Beziehungsgestaltung und der Zusammenarbeit von Menschen in sozialen Systemen, sei es in einer Familie, einer Organisation oder einem Unternehmen. Führung wird auch vollzogen, wenn sie nicht ausdrücklich zugeteilt oder vereinbart wurde. Das ist zum Beispiel zu beobachten, wenn eine Gruppe Menschen versucht, gemeinsam ein steckengebliebenes Auto flott zu machen: Meist übernimmt eine Person die Führung und sagt das „Ho-Ruck“ für alle an. Sogar schon bei Kindern, die eine Sandburg bauen, kann man beobachten, dass häufig eines Ideen vorgibt, wie die Burg aussehen soll, die anderen zum Wasserholen oder zum Füllen der Eimer mit Sand einteilt und den Bau koordiniert.

 

In Organisationen ist Führung eine abgesprochene und zugeteilte Funktion. Führen ist hier das aktive und bewusste Gestalten von Beziehungen und Rahmenbedingungen, um vereinbarte oder vorgegebene Ziele zu erreichen. Indem wir führen, sorgen wir für das Funktionieren und für die Zukunftsfähigkeit der Organisation. Wir dienen ihrem Existenzgrund. Dieser kann sehr unterschiedlich sein: In einem Industriebetrieb ist es die Produktion von Gütern, in einem Amt die öffentliche Verwaltung einer Kommune, in einer karitativen Organisation eine soziale Hilfeleistung und in einer Regionalbank das Anlegen und Verleihen von Kundengeldern. Der Dirigent Sir Simon Rattle beschrieb seine Führungsarbeit am Dirigentenpult einmal mit den Worten: „Sobald du denkst, es geht um dich, scheiterst du. Wenn man nicht glaubt, dass die Musik das Wichtigste ist, hat man ein Problem.“1 Es geht also bei Führung nicht um Selbstdarstellung und Bedienen des eigenen Egoismus, sondern um ein Dienen zur Erfüllung des Existenzgrundes und der Ziele der Organisation.

 

FührungsKRAFT sein bedeutet

  unsere Welt verantwortungsvoll gestalten,

  Träume und Visionen verfolgen,

  attraktive und sinnvolle Ziele verfolgen,

  mit Hingabe und im Flow arbeiten und

  an den Herausforderungen persönlich reifen.

 

Bekommen Sie Lust darauf? Dann beginnen Sie, sich damit auseinanderzusetzen, wie Sie Führungsbeziehungen gestalten, welche Ziele Sie verfolgen, wie Sie tatsächlich führen wollen und was das mit Ihrer ganz persönlichen Geschichte zu tun hat.

 

Der Führungsbaum: eine Analogie

 

Wer den Baum verstehen will,

muss erkennen,

dass es über den Teil hinaus,

den er sieht, noch etwas gibt,

was er nicht sieht, und dass es das ist,

was den Baum entstehen lässt.

(Renée Weber)

 

Die Art und Weise, wie ich führe, ist ein Ergebnis meiner Geschichte. Ich vergleiche daher Führung gerne mit dem Bild eines Baumes:

Schauen wir uns den Baum genauer an: Von der Ferne sieht man zuerst die große Krone. Diese ist offensichtlich. Die Baumkrone in der Führungsarbeit zeigt das heutige Verhalten der Führungskraft im Alltag und ihre Wirkung: Wie sie ihren Mitarbeitern vertraut, mit ihnen kommuniziert, sie in Entscheidungen einbindet, Kontakt hält, Feedback gibt, fordert und fördert, in Konflikten agiert, mit Regeln und Grenzen umgeht oder Verantwortung überträgt.

 

 

 

Und wir können beobachten, dass es Führungskräfte gibt, die wunderbar vertrau