: Susan Andersen
: Safer (S)EX
: MIRA Taschenbuch
: 9783862782680
: Marine
: 1
: CHF 7.60
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 368
: DRM/Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF/ePUB

Countrysängerin P.J. Morgan stürmt alle Charts! Vorbei ist die Zeit, als das Geld knapp war. Bis sie plötzlich anonyme Briefe bekommt, voll dunkler Ankündigungen und unheimlicher Botschaften. Zwar kennt sie keine Angst vor einem durchgeknallten Fan. Denn auf den Straßen von Denver hat P.J. gelernt, sich zur Wehr zu setzen. Doch ihre Plattenfirma geht auf Nummer Sicher und heuert einen Bodyguard für das wilde Goldgirl an. Jetzt hat P.J. wirklich ein Problem! Denn ausgerechnet Jared Hamilton betritt sexy lächelnd ihren Tourbus, der einzige Mann, der sie jemals schwach gemacht hat. Auf dem Absatz ihrer Cowboyboots dreht P.J. sich um und sucht das Weite. Verfolgt von Jared, der noch eine Rechnung mit ihr offen hat ...



<p>Die New York Times-Bestsellerautorin Susan Andersen wuchs in Seattle auf. Sie hat zwei ältere Brüder, die ihr früh zeigten, wie Männer ticken. Noch heute profitiert sie davon, wenn sie ihre männlichen Protagonisten beschreibt und in witzige Dialoge verstrickt. Mit großem Erfolg: Regelmäßig klettern ihre Romane auf die Bestsellerlisten. Susan Andersen hat einen erwachsenen Sohn und lebt mit ihrem Mann an der amerikanischen Pazifikküste.</p>

1. KAPITEL


Wo um alles in der Welt steckt Priscilla Jayne?

Country Now

Ach, du liebe Zeit!“ P.J. Morgan warf die Zeitschrift beiseite und sprang auf. „Mysteriöses Verschwinden, pah! Wo nehmen die bloß solchen Mist her?“ Welch schreckliche Vorstellung, dassCountry Now eigentlich zu den besseren Magazinen gehörte – da konnte sie sich gut ausmalen, was die niveaulosen Klatschzeitungen über sie schrieben!

Sie ging zum Fenster und schob den ausgebleichten olivgrünen Vorhang beiseite. Nicht, dass es in diesem Ort, der aus einer Handvoll Häusern neben einer Landstraße bestand, viel zu sehen gäbe! Es entbehrte nicht einer gewissen Ironie, dass sie zu einer Zeit in ihrem Leben, in der sie sich endlich luxuriöse 5-Sterne-Hotels leisten konnte, ausgerechnet in einem billigen Motel an einer abgelegenen Straße auf der heißen texanischen Einöde übernachtete.

„Tja.“ Sie stieß ein humorloses Lachen aus. „Du kannst ein Mädchen zwar aus dem Wohnwagenpark herausholen, aber das Wohnwagenflair nicht aus ihr.“

Seufzend ließ sie den Vorhang wieder fallen und drehte sich um. So hatte sie das eigentlich nicht geplant, als sie sich am Montag aus dem Staub gemacht hatte. Eigentlich wollte sie nach Los Angeles – eine Stadt, die sie noch nie gesehen hatte, die exotisch war und außerdem weit genug von zu Hause fort. Bestimmt zerbrachen sich dort nicht viele Menschen den Kopf darüber, wo sich eine Countrysängerin herumtrieb, die am Anfang ihrer Karriere stand.

Mit der verlockenden Vorstellung, bald an einem palmenbeschatteten Pool zu sitzen und riesige Mengen süffiger Cocktails mit bunten Papierschirmchen zu trinken, war sie siebzehn Stunden am Stück durchgefahren und hatte nur angehalten, um sich die Beine zu vertreten und den Tank aufzufüllen. Doch als sie dann kaum mehr die Augen offen halten konnte, war sie ins Wind Blew Inn eingekehrt, ein altersschwaches, aber sauberes Motel im Norden von Texas. Sie war sofort ins Koma gefallen und erst sechsunddreißig Stunden später wieder aufgewacht. Da hatte sie beschlossen, erst einmal hierzubleiben. Irgendetwas an dieser nur eine Häuserzeile langen Ortschaft im Nirgendwo erinnerte sie an die unzähligen kleinen Kaffs, in denen sie ihre Kindheit und Jugend verbracht hatte.

Wenn alles den Bach runtergeht, halte dich an das, was du kennst.

Ihr Magen rumorte. Erst jetzt merkte sie, wie hungrig sie war. Welcher Tag war überhaupt – Mittwoch? Nein, du meine Güte, es war ja schon Donnerstag!

Schon am Montag hatte sie überhaupt keinen Appetit mehr gehabt. Und wenn das nichts über ihren Gemütszustand aussagte, was dann? Einmal, in einem Sommer vor einer halben Ewigkeit, war sie zusammen mit einem Jungen namens Jared tagelang hungrig durch die Straßen von Denver gelaufen. Seit dieser Erfahrung achtete sie geflissentlich darauf, keine einzige Mahlzeit ausfallen zu lassen. Dennoch hatte sie seit ihrer Abreise außer etwa dreißig Liter Kaffee und dem einen oder anderen Schokoriegel, den sie beim Bezahlen der Tankrechnung mitgenommen hatte, nichts weiter zu sich genommen.

P.J. drehte die Haare am Hinterkopf zusammen,