: Marie Adams
: Das Café der guten Wünsche Roman
: Blanvalet Taschenbuch Verlag
: 9783641178635
: 1
: CHF 2.70
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: German
: 336
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Glück fällt nicht vom Himmel – aber manchmal ist es trotzdem zum Greifen nah …

Julia führt mit ihren Freundinnen Laura und Bernadette ein kleines Café mit einem ganz besonders charmanten Konzept: Jedem Gast wird heimlich ein guter Wunsch hinterhergeschickt. Julia wundert sich nicht, dass alle Gäste das Café glücklicher verlassen, schließlich glaubt sie an die Macht der guten Gedanken – die auch ihre große Liebe Jean zurückbringen soll. Alle anderen Männer hält sie deshalb auf Abstand – bis Robert sich mit (anfangs) unlauteren Mitteln in ihr Herz schleicht. Ist es seine Schuld, dass auf einmal manches schiefläuft? Oder braucht sie nicht nur Glück, sondern auch eine große Portion Mut, um sich wirklich auf die Liebe einzulassen?

Marie Adams veröffentlichte unter anderem Namen bereits Romane – in denen es darum geht, die Liebe nach Jahren durch den Alltag zu retten und das Familienchaos zu meistern. Umso mehr Freude hat sie nun daran, ein Liebespaar auf fast märchenhafte Weise erst einmal zusammenzubringen – schließlich weiß sie aus eigener Erfahrung, wie irrational das Glück manchmal arbeitet.

Piet wunderte sich, warum Robert noch nicht wieder aufgetaucht war. Er legte ihm eine Notiz auf den Schreibtisch, dass er vielleicht später von der Mittagspause zurückkäme.

Laura hatte vor der Tür schon auf ihn gewartet und wusste nicht, ob sie ihn umarmen sollte. Da er es auch nicht wusste, beließ er es ebenfalls bei einem strahlenden Lächeln.

»Hallo Laura, schön, dass du da bist. Ich hoffe, Julia kommt ohne dich zurecht.«

»Zu dritt war es schon einfacher. Aber Bernadette ist ja nicht für immer in Frankreich.«

Sie schlugen den Weg zum Park ein und ließen sich dort auf einer Bank unter einer Birke nieder. Piet holte zwei Flaschen Limonade hervor und öffnete sie. Laura nahm eine Flasche entgegen und prostete ihm zu. »Auf … auf …«

»… uns.«

»Okay, auf uns.«

Die freie Hand legte Laura auf die Rückenlehne, sodass sie fast seine Schulter berührte. Er traute sich kaum, sich zu bewegen. Beide schwiegen, obwohl ihnen jede Menge auf der Zunge und dem Herzen lag.

»Ich …«

»Ich …«

»Du zuerst!«

»Nein, du«, ließ Piet als Gentleman Laura zuerst reden.

Lauras Gesicht wurde ernst. »Ich frage mich, ob wir Robert wirklich vertrauen können.«

Piet rückte von Laura ab. War das der einzige Grund, weshalb sie sich mit ihm treffen wollte? War er nur der Spion?

»Robert ist ein Freund von mir.«

»Ich weiß. Und Julia ist meine Freundin.«

»Sie sollte sich selbst ein Urteil bilden.«

»Sie glaubt von jedem nur das Beste.«

Laura glaubte genauso an die Macht der Gedanken wie Julia und Bernadette, im Gegensatz zu ihren Freundinnen war ihr jedoch bewusst, dass es genug Menschen gab, die Schlechtes dachten und taten. Vor diesen Menschen mussten sie sich schützen.

»Und du nicht?«

»Doch, ich glaube, dass in jedem Menschen das Beste steckt, aber dass viele es eben nicht leben.«

Piet nahm einen Schluck Limonade, um Zeit zu gewinnen. Ihm war klar, dass er ehrlich sein musste, wenn er Laura nicht verlieren wollte. Allerdings durfte er nicht riskieren, dass Robert vor Ablauf des einen Jahres ausziehen musste.

»Wenn Robert sich gegenüber Julia schlecht verhielte, würdet ihr doch darüber reden, oder?«

»Wahrscheinlich. Bisher schwärmt sie nur von ihm. Sie war völlig fasziniert, dass er ihr das BuchAuch du kannst glücklich sein auf Französisch geschenkt hat.«

Mit Mühe konnte Piet ein Lachen unterdrücken. »Murphys Gesetz hätte besser zu ihm gepasst. Wenn einer glaubt, dass der nächste Hundehaufen für ihn reservie