: Sandra Kobusch
: Er hat mich umgebracht
: Telescope Verlag
: 9783959150149
: 1
: CHF 8.00
:
: Spannung
: German
: 236
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die sechsjährige Luna ist das größte Glück ihrer Eltern. Eines Nachts träumt das kleine Mädchen, wie eine Frau ermordet wird. Sie ist überzeugt, einen Mord beobachtet zu haben. Vergeblich versuchen ihre verängstigten Eltern sie zu überzeugen, nur geträumt zu haben. Wenige Nächte später träumt sie erneut. Wieder wird eine junge Frau von dem gleichen Mann ermordet - Luna selbst im Alter von 26 Jahren! Ihre Eltern sehen keinen Ausweg und gehen mit ihrer Tochter zu einer Psychologin, die unter Hypnose Lunas Erinnerungen verändert. 20 Jahre später geschieht dieser Mord tatsächlich und es ist alles, wie in Lunas Träumen. Ihre Erinnerungen kehren wieder und ihr Kampf um Leben und Tod beginnt!

Sandra Kobusch wurde 1977 in Lettland, in dem kleinen Dorf Baltinava geboren. 1995 absolvierte sie ihr Abitur und machte eine Ausbildung zur Konditorin in Riga. Im Dezember 1999 fuhr sie als Au-pair nach Deutschland, um bei einem alleinstehenden Vater auf seinen Sohn und seine Drillingsmädchen aufzupassen. Mit der Zeit entwickelte sich zwischen ihrem Arbeitgeber und ihr Liebe. Als sie wieder in Lettland war, holte der Vater das Einverständnis seiner Kinder und brachte seine Liebe zurück nach Deutschland. Die beiden heirateten und zwei Jahre später wurde die Familie um Zwillingsmädchen reicher. Seit 16 Jahren ist nun die Lebkuchenstadt Borgholzhausen ihr Zuhause. Ihre Kinder sind groß geworden und sie entdeckte ihre Leidenschaft für das Schreiben. »Er hat mich umgebracht« ist ihr erster Roman.

Kapitel 1

Die Erzieherin hatte gesagt, es sei nichts Schlimmes, aber Mia war Mutter. Ihr Kopf spielte ihr Horrorszenen vor. Viel zu schnell fuhr sie durch die kleine Stadt, doch es kam ihr trotzdem langsam vor. Mit jedem Meter, den sie zurücklegte, wuchsen ihre Sorgen. Ihre sechsjährige Tochter brauchte sie, es ging ihr nicht gut. Hastig bog sie in die Straße zum Kindergarten ein, überquerte die linke Fahrbahn und brachte das Auto kurz vor einem parkenden Wagen zum Stehen. Dass sie schief und entgegen der Fahrtrichtung parkte, war der sonst so akkuraten Autofahrerin egal.

Kaum war der Motor aus, sprang sie aus dem Auto und lief zum Kindergarteneingang. Angespannt drückte sie den Türöffner und eilte in die Gruppe der „Feldmäuse“. Sie öffnete die Tür und sah Kinder fröhlich herumlaufen. Im Nebenraum redeten Erzieher. Doch wo war ihre Tochter?

Dann sah sie Luna. Sie saß in der Leseecke. Blass und angespannt schaute sie auf ihre Hände. Außer einem Pflaster am Finger hatte sie offensichtlich keine Verletzung. Die Anspannung ließ nach und Mia konnte wieder normal denken. Sie kniete sich vor ihre Tochter und umfasste die kleinen Händchen.

„Schätzchen, tut dir was weh?“, fr