: Kim Landers
: Blutfürst Erotischer Vampirroman
: Plaisir d'Amour Verlag
: 9783864951169
: Dcera-Reihe
: 1
: CHF 7.10
:
: Fantastische Literatur
: German
: 413
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Auf der Flucht vor dem Vampir Anton Drazice gelangt die Dcera Katja Karolyì nach St. Petersburg. Dort will sie sich nicht nur vor Dracize verstecken, sondern nach dem Blutfürst Alexander suchen, um sich an der Ermordung ihrer Familie zu rächen. Katja bewirbt sich bei der Opernsängerin Olga Petrowa, die Geschäfte mit dem Blutfürst betreibt. Olgas Elevinnen sind nicht nur künstlerisch begabt, sondern werden auf dem Gebiet lustvoller Verführung geschult. Katja erringt die Aufmerksamkeit des Blutfürsten und glaubt sich am Ziel, denn nur in seinen Armen kann sie ihn vernichten. Doch allen guten Vorsätzen zum Trotz erliegt sie seiner Ausstrahlung und seinen Verführungskünsten - Katjas Racheplan gerät ins Wanken. Sie ahnt nicht, dass Anton Drazice auf der Suche nach ihr bereits in St. Petersburg angekommen ist, denn Katja ist sein Tribut für seinen Pakt mit den Schattendämonen gegen den Butfürsten ... Der Abschlussband der Dcera-Trilogie.

Kim Landers lebt heute in der Nähe von Hannover auf einem idyllischen Bauernhof. Die meisten ihrer Romanideen entstehen auf dem Rücken ihrer Pferde oder bei ausgedehnten Spaziergängen durch den Wald. Sie schreibt erfolgreich in den Genres Romantic Fantasy und erotische Liebesromane, manche auch vor historischem Hintergrund. Einige ihrer Romane sind geprägt von Spannung und einer guten Portion Nervenkitzel.

Kapitel 1


 

Mitte des 19. Jahrhunderts, vor den Toren Prags

 

Das Trommeln ihrer Sohlen auf dem froststarren Waldboden hallte durch die Dunkelheit. Die eisige Luft schnitt sich schmerzhaft in ihre Lungen. Hinter ihr ertönten noch immer Danielas Schreie, die mit jedem Schritt leiser wurden. Angst kroch ihren Rücken hinauf und setzte sich wie eine eisige Spange im Nacken fest. Die Miene der Mutter ging ihr nicht aus dem Sinn, voller Sorgenfalten und Furcht in den Augen. „Katja, lauf zum Schloss zurück! Aber versprich mir, dass du nicht umdrehen wirst!“

Noch nie hatte sie ihre Mutter so aufgewühlt erlebt. Katja fühlte sich hilflos. Wegrennen? Niemals! Nur an der Seite ihrer Eltern wäre sie sicher. Sie hatte sich heulend an Mutters Mantel geklammert, bis sie sanft weggeschoben worden war. „Katjuscha, du bist doch mein vernünftiges Mädchen. Höre auf mich. Nimm Danielas Hand, und dann rennt, so schnell ihr könnt!“ Ein letzter Kuss der Mutter, bevor Katja Danielas Hand ergriffen hatte. Dann waren sie wie von Furien gehetzt zum Wald gerannt, das Surren der fremden dunklen Geschöpfe hinter ihnen.

Katjas Herz klopfte schwer in der Brust.

Weiße Atemwolken schwebten vor ihrem Mund. Es kostete sie Mühe, mit der um einen Kopf größeren Daniela mitzuhalten. Vor ihnen lag zum Greifen nah der Wald am elterlichen Schloss. Tränen brannten in Katjas Augen. Nur schwach erhellte das Mondlicht ihren Weg.

Unerwartet stoppte Daniela. „Sieh, gleich haben wir es geschafft!“ Katja hörte die Erleichterung aus der Stimme ihrer Schwester und blickte zu den hell erleuchteten Fenstern des Schlosses hinüber, hinter denen sie sicher wären. Ehe sie jedoch etwas erwidern konnte, zog Daniela sie weiter. Anstatt die Wiese zu überqueren, wählten sie den längeren Weg am Waldrand entlang. Katjas Beine wurden schwer, immer wieder stolperte sie. Zweimal rappelte sie sich wieder auf, bis sie schließlich der Länge nach hinfiel. Ihre Knie brannten. Tränen schossen ihr in die Augen, als Daniela sie drängte, aufzustehen. Aber Katja war zu erschöpft, um sich aufzurappeln. Warum kam denn ihre Mutter nicht nach? Sie hatte es doch versprochen!

„Steh doch auf, Katjuscha!“ Daniela klang verzweifelt und zerrte an Katjas Arm, die sich wehrte. Sie konnte einfach nicht mehr. „Nein! Nein!“

„Wir müssen weiter. Also steh endlich auf!“ Daniela zog sie hoch und wollte erneut losrennen. Aber Katjas Waden krampften und sie knickte ein. Erschöpft sank sie auf den Boden. „Du musst, Katja. Bitte, bitte, steh auf.“ Danielas gutes Zureden half nichts.

Erst ein markerschütternder Schrei löste Katjas Starre. Vater! Er brüllte vor Schmerz wie ein verwundetes Tier. Eine eisige Hand umklammerte ihr Herz. Sie sah zur Schwester auf, in deren Blick die gleiche Furcht lag.

„Vater, Mutter …Heiliger Michael, steh uns bei“, flüsterte Daniela und bekreuzigte sich. In ihren Augen schimmerte es feucht, als sie sich zu Katja herabb