„Frau, komm!“ lautete Ende 1944/Anfang 1945 der unmissverständliche und keinen Widerspruch duldende Befehl russischer Soldaten an diejenigen von ihnen gewollten deutschen Frauen und Mädchen, denen damit Vergewaltigung bevorstand. Die Formulierung „denen damit Vergewaltigung bevorstand“, nicht:„eine Vergewaltigung bevorstand“, ist hier bewusst gewählt; denn in ungezählten Fällen wurden die Frauen und Mädchen beim Einmarsch der sowjetischen Truppen nicht von einem russischen Soldaten einmal, sondern mehrmals vergewaltigt und in ungezählten Fällen nicht nur von einem Soldaten, sondern von mehreren. Eine Flüchtlingsfrau aus Danzig schildert in ihrem Erlebnisbericht über die Einnahme Danzigs durch die Rote Armee den Exodus von Flüchtlingen nach Langfuhr so:
Wenn wir aber dachten, etwas Ruhe zu finden, so irrten wir uns. In Gruppen von fünf bis sechs Russen kamen die Soldaten und nahmen uns unser bißchen Essen und was ihnen sonst noch gefiel, und dann hieß es wieder: „Frau komm!“ Wer nicht gleich mitging, wurde grausam geschlagen und letzten Endes doc