2.
So gegen acht wache ich auf. In meinem Kopf klopft es, als würden irische Stepptänzer für die Weltmeisterschaft üben. Mein Hals ist trocken, und der Geschmack in meinem Mund lässt mich befürchten, dass es gestern nicht beim Bier geblieben ist. Der Gestank, der definitiv von mir ausgeht, lässt mich schwindeln, ich schaffe es gerade noch ins Klo, dann muss ich kotzen.
Nach einer langen Dusche und mehreren Aspirin, drei Tassen Kaffee und einem Frühstück von der Mutti laufe ich so gegen zehn in der Polizeidirektion ein. Ich hab vor, später mit der Biggi, der Sekretärin vom Chef, in die Kantine vom Landratsamt zu gehen, da ist donnerstags immer Schnitzeltag. Da wird aber nichts draus.
„Du kannst gleich wieder umdrehen!“, ruft mir Kriminalhauptkommissar Edgar Schwatz zu. „Bei dir im Wald liegt ein toter Radfahrer! Den musst du jetzt übernehmen, wir haben hier alle Hände voll zu tun.“
Na bravo, denke ich, der liegt doch auch noch nachher da, wenn ich mit der Biggi zurückkomme. Aber da ist der Schwat